
Chemie-Tarifrunde 2026: Arbeitgeber fordern Atempause
Die chemisch-pharmazeutische Industrie startet die Tarifrunde 2026 in einer wirtschaftlich ernsten Lage. Der heutige Auftakt der regionalen Tarifverhandlungen in Hessen blieb ohne Ergebnis.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie startet die Tarifrunde 2026 in einer wirtschaftlich ernsten Lage. Der heutige Auftakt der regionalen Tarifverhandlungen in Hessen blieb ohne Ergebnis.

Die Bundestarifkommission der IGBCE beschließt ihre Forderung für die Chemie-Tarifrunde 2026 und legt den Fokus auf Lohnsteigerungen und Jobsicherheit. Der Forderung der Arbeitgeber nach einer Nullrunde erteilt sie eine klare Absage.

Die IGBCE fordert zum Auftakt der "Chemieagenda 2045" starke politische Unterstützung, um die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunft der deutschen Chemieindustrie zu sichern.

Zu den im Koalitionsausschuss getroffenen Vereinbarungen erklärt der Vorsitzende der Chemie- und Energiegewerkschaft IGBCE, Michael Vassiliadis, dass die im Koalitionsausschuss verabredeten Instrumente die Lage der energieintensiven Industrien verbessern können.

Der Auftakt des Pharma- und Medizintechnikdialogs im Bundeskanzleramt unterstreicht aus Sicht des VCI, der IGBCE und des BVMed die Bedeutung des Sektors und ist ein starkes Signal für die industrielle Gesundheitswirtschaft und den Standort Deutschland.

In der momentanen schwierigen wirtschaftlichen Phase für die Branche hat der Hauptvorstand der IGBCE mit einer Forderungsempfehlung den Startschuss für die Tarifrunde in der Chemieindustrie gegeben. Eine Nullrunde, wie sie der Arbeitgeberseite vorschwebe, kommt für die Gewerkschaft nicht in Frage.

Mit einem starken Zeichen der Geschlossenheit haben die Delegierten des 8. Ordentlichen Gewerkschaftskongresses in Hannover am 21. Oktober den gesamten geschäftsführenden Hauptvorstand der IGBCE im Amt bestätigt.

Statement des IGBCE-Vorsitzenden und IndustriAll-Europe-Präsidenten Michael Vassiliadis zur Zoll-Vereinbarung von EU und USA: „Niemand in der EU kann damit glücklich sein - nur weniger unglücklich.“

Mehr als 700 Beschäftigte aus dem mitteldeutschen Chemiedreieck demonstrieren für den Erhalt der Produktionsstandorte und Arbeitsplätze.

Nach der Veröffentlichung des Bundesamts für Verfassungsschutz, die AfD als gesichert rechtsextremistisch einzustufen, fordert der Vorsitzende der Industriegewerkschaft IGBCE, Michael Vassiliadis, eine neue Phase der Auseinandersetzung und des Gestaltens.

Der Koalitionsvertrag liegt auf dem Tisch und die neue Bundesregierung steht in den Startlöchern. Aus Sicht von Industrie und Verbänden wurden viele wichtige Forderungen aufgegriffen. Entsprechend positiv äußern sich VCI und IGBCE. Auch Plastics Europe Deutschland begrüßt den Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD. Der TÜV-Verband hält die Einrichtung eines Digitalministeriums für überfällig.

Bei Evonik kann der VAA künftig ausgewählte digitale Kanäle des Unternehmens nutzen, um mit Beschäftigten von Evonik zu kommunizieren.

Der Fachkräftemangel stellt die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der pharmazeutischen Industrie in Deutschland infrage. Die für die Pharmabranche zuständige Gewerkschaft IGBCE und der Verband forschender Pharma-Unternehmen (VFA) fordern daher in einem gemeinsamen Positionspapier die Politik auf, dringend notwendige Maßnahmen zur Sicherung des Fachkräftepotenzials zu ergreifen.


Die Transformation der chemisch-pharmazeutischen Industrie geht mit einem Skillshift einher: Der Future Skills Report Chemie macht ihn sichtbar. Als KI-gestützte Analyse identifiziert er auf der Basis von mehr als 450.000 Stellenausschreibungen aus Deutschland, Europa, USA und China für die Entwicklung der Branche besonders relevante Skill-Trends.

IGBCE und BAVC haben ihre Sozialpartnervereinbarung „Keine Drogen in der Arbeitswelt“ im Rahmen ihrer Sozialpartner-Initiative „Gutes und gesundes Arbeiten 4.0 in der Chemie-Branche“ aktualisiert und unterzeichnet. Anlass zur Aktualisierung der Vereinbarung von 1996 ist die Teillegalisierung von Cannabis durch das Cannabisgesetz.

Zu den heute vom Bundeskanzler auf dem VCI-Summit skizzierten Maßnahmen zur Stärkung des Chemie-Standorts Deutschland erklärt der Vorsitzende der Chemiegewerkschaft IGBCE, Michael Vassiliadis, folgendes.

Die Sozialpartner der chemischen und pharmazeutischen Industrie, Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und Chemiegewerkschaft IGBCE, haben grünes Licht für die neue Zielrente Chemie in ihrem Tarifbereich gegeben, die von der Höchster Pensionskasse durchgeführt und zusammen mit dem globalen Vermögensverwalter Fidelity International organisiert wird.

Bei den Tarifverhandlungen für die chemische Industrie in Deutschland haben sich IGBCE und BAVC auf ein zweistufiges Tarifpaket verständigt, das den Unternehmen Planungssicherheit bis ins erste Quartal 2026 garantiert.

Die Chemie-Tarifverhandlungen sind auch in der zweiten Bundesrunde ohne Ergebnis geblieben. Die Verhandlungen für 1.700 Betriebe mit 585.000 Beschäftigten werden am 26./27. Juni in Bad Breisig fortgesetzt.

Die Tarifrunde für die Chemie- und Pharmaindustrie ist am 15. Mai nach zweitägigen Verhandlungen vertagt worden. Die Verhandlungen für die etwa 1.700 Betriebe mit rund 585.000 Beschäftigten werden am 4. und 5. Juni in Wiesbaden fortgesetzt.

Die regionalen Verhandlungen für die Beschäftigten der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden Württemberg sind zuletzt ergebnislos vertagt worden. Sie sollen am 14. Mai in Teistungen auf Bundesebene fortgesetzt werden.

Am 18. April 2024 trafen die Chemiearbeitgeber und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) für den Bezirk Nordrhein zur diesjährigen Chemie-Tarifrunde in Düsseldorf aufeinander. Die Verhandlungen blieben ohne Ergebnis und sollen am 14. Mai auf der Bundesebene fortgesetzt werden.

Die Chemiebranche ist auf Landesebene in die Tarifverhandlungen gestartet. Allerdings sind die Verhandlungen für die rund 69.000 rheinland-pfälzischen Beschäftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie nach wenigen Stunden ergebnislos vertagt worden. Sie sollen am 14. Mai im thüringischen Teistungen auf Bundesebene fortgesetzt werden.

Die Tarifverhandlungen für die etwa 585.000 Beschäftigten in den rund 1.700 Betrieben der Chemie- und Pharmaindustrie beginnen am 15. April 2024 auf regionaler Ebene.

Der Arbeitgeberverband HessenChemie hat auf die von der Tarifkommission der IGBCE Hessen-Thüringen beschlossene Forderung für die regionale Chemie-Tarifrunde reagiert. Die IGBCE Hessen-Thüringen fordert mindestens 7% höhere Entgelte. Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen sehe sich vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise mit einer Forderung konfrontiert, die nicht in die Zeit passe, so der AGV HessenChemie.

„Die Forderungen der IGBCE für die kommende Tarifrunde sind weder krisengerecht noch finanzierbar“, kritisiert BAVC-Hauptgeschäftsführer Klaus-Peter Stiller die heute vorgelegte Forderungsempfehlung der Gewerkschaft.

Eine Erhöhung der Entgelte in der Spanne von 6 bis 7%, mehr tariflichen Schutz exklusiv für IGBCE-Mitglieder und eine Modernisierung des Bundesentgelttarifvertrags: Diese drei Punkte umfasst die Forderungsempfehlung für die chemisch-pharmazeutische Industrie, die der 30-köpfige Hauptvorstand der IGBCE einstimmig beschlossen hat. Er gibt damit den Startschuss für die Tarifrunde des mit 585.000 Beschäftigten und 230 Mrd. EUR Umsatz drittgrößten deutschen Industriezweigs.

Wesentlich für den Erfolg der nachhaltigen Transformation ist die gesellschaftliche Akzeptanz der Chemie.

Im Rahmen einer Sozialpartnerstudie des BAVC und IGBCE wurden rund 21.000 Beschäftigte aus 70 Unternehmen zum mobilen Arbeiten befragt. Davon arbeiteten 78 % zumindest teilweise mobil.

Der Arbeitgeberverband HessenChemie und die IGBCE Hessen-Thüringen haben sich in der vierten Verhandlungsrunde nach intensiven Gesprächen auf einen Tarifabschluss für die 5.500 Beschäftigten der hessischen Kunststoffverarbeiter verständigt.

Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Globalisierung, Finanzkrise, Corona und Energiekostenexplosion: Die Geschichte des Arbeitgeberverbandes HessenChemie ist eng verbunden mit der Industriegeschichte Deutschlands und gibt einen Einblick in die gewaltigen politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Veränderungen. Am Dienstag feierte HessenChemie sein 75-jähriges Bestehen im Kurhaus Wiesbaden.

BAVC und IGBCE haben sich auf einen zweistufigen Tarifabschluss für die Chemie- und Pharmaindustrie verständigt: Die Beschäftigten erhalten 3,25% mehr Entgelt ab Januar 2023 sowie weitere 3,25% ab Januar 2024.

Vielen außertariflichen Angestellten ist nicht bewusst, dass der Betriebsrat auch für die Arbeitsbedingungen der Fach- und Führungskräfte verantwortlich ist.

Am 17. und 18. Oktober werden die bundesweiten Tarifverhandlungen für die 580.000 Beschäftigten der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Wiesbaden fortgesetzt. Die Gespräche dürften angesichts der Talfahrt der Chemiekonjunktur und der unsicheren Aussichten für die Unternehmen kaum einfacher werden.










