
Plastiksteuer ist Wettbewerbsnachteil und Bürokratielast
Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, PlasticsEurope Deutschland und der VDMA Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen lehnen die aktuell diskutierte „Plastiksteuer“ ab.

Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, PlasticsEurope Deutschland und der VDMA Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen lehnen die aktuell diskutierte „Plastiksteuer“ ab.

Georg Pescher, Alpla-Geschäftsführer Deutschland, Belgien, Niederlande ist zum neuen Präsidenten der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen gewählt worden. Georg Pescher engagiert sich bereits seit vielen Jahren in der IK für die Belange der Kunststoffverpackungsindustrie – insbesondere im Forum PET-Getränkeflaschen.

Das werkstoffliche Recycling von Kunststoffverpackungen im Dualen System hat ein neues Rekordniveau erreicht. Wie die Zentrale Stelle Verpackungsregister kurz vor Jahresende 2022 bekannt gab, wurde im Jahr 2021 eine werkstoffliche Recyclingquote von 65,5% erreicht – ein Plus von 5% gegenüber dem Vorjahr.

Auf der Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UN) in Nairobi wurde ein rechtlich bindendes internationales Abkommen im Kampf gegen Plastikmüll in der Umwelt auf den Weg gebracht.

Die Mitglieder der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen haben auf ihrer Jahrestagung 2021 ihren Präsidenten Roland Straßburger (Schütz) im Amt bestätigt. Auch Vize-Präsident Christian Claes (Profectus Films), wird seine bisherige Tätigkeit im IK-Vorstand für weitere drei Jahre fortsetzen.

Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen hat das Potenzial für den Einsatz von Recyclingmaterial in Kunststoffverpackungen ermitteln lassen. Das Ergebnis der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung: Der Einsatz von recyceltem Kunststoff in Verpackungen könnte auf von 475.000 auf circa 960.000 t/a gesteigert werden, was ca. 22% der Produktionsmenge entspricht. Der Einsatz von 1 Mio. t Kunststoffrezyklat bis 2025 ist bereits erklärtes Ziel der Industrie.

Beim Kunststoffrecycling in Europa wurde ein neuer Meilenstein erreicht: im niederländischen Terneuzenin wurde eine Recyclinganlage für Abbruchmaterial aus expandiertem Polystyrol (EPS) eröffnet.

Der ungebrochene Preisanstieg und die anhaltende Verknappung vieler Kunststoffe setzen die Hersteller von Kunststoffverpackungen weiter unter Druck. Eine aktuelle fünfte Blitzumfrage unter den Mitgliedern der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen Ende Mai zeigt, wie extrem angespannt die Lage der Branche weiterhin ist.

Experten aus Industrie, Politik und Wissenschaft beobachten schon länger kritisch den Trend zur Substitution von reinen Kunststoffverpackungen durch Papier-Verbunde – also Verpackungen aus einem Materialmix aus Papier und Kunststoff.

Fehlende Rohstoffe und eine noch nie gesehene Preisexplosion bei Kunststoffen setzen die Hersteller von Kunststoffverpackungen massiv unter Druck.

Die Hersteller von Kunststoffverpackungen in Deutschland melden weiter verschärfte Versorgungsengpässe bei verschiedenen Rohstoffen. Eine aktuelle Blitzumfrage unter den Mitgliedern der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen zeichnet dabei ein zunehmend dramatisches Bild: Dreiviertel der teilnehmenden Firmen berichten von einer schlechten bis sehr schlechten Versorgungslage.

Allerdings wächst die Sorge um Verfügbarkeit von ausreichend recyceltem PET. Deshalb fordert die IK eine Marktbeobachtungsstelle.

Bei Getränkeflaschen ist die Einweg-Mehrweg-Diskussion von alten Vorurteilen geprägt.



















