Chemie-Technik baut Polyharnstoff-Kapazitäten aus

Der Verknappung des Rohstoffes Lithium begegnet Chemie-Technik strategisch mit der verstärkten Entwicklung und Herstellung von Polyharnstoff-Fetten. Mit der Investition in eine neue Polyharnstoff-Anlage hat das Unternehmen jetzt die Kapazität in diesem Bereich gezielt ausgebaut. Damit wird das Unternehmen unabhängiger von der Preisentwicklung beim Rohstoff Lithium. Weiterhin kann das Unternehmen so seinen Know-how-Vorsprung in der Herstellung von Polyharnstoff-Fetten nutzen, um die Produktpalette ihrer NSF H1-registrierten Elkalub-Spezialschmierstoffe weiter auszubauen.

Elektromobilität boomt. Zentraler Baustein ist die Batterie, die meist aus Lithiumverbindungen besteht. Lithium wird ebenso in Akkus von Smartphones, Tablets oder Notebooks eingesetzt – und viel länger schon in Schmierstoffen. Mit Lithiumseifen verdickte Fette haben weltweit wegen ihrer guten Eigenschaften, der einfachen Fertigung und der bis dato guten Verfügbarkeit des Rohstoffs sogar den größten Marktanteil. Die Schmierstoffindustrie ist daher von der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Lithium direkt betroffen.

Polyharnstoff-Fette – eine Alternative mit Vorteilen
Polyharnstoff-Fette sind in vielen Fällen geeignet, Lithiumfette adäquat zu ersetzen. Sie zeichnen sich unter anderem durch ihre sehr gute Alterungsstabilität und ihren hohen Tropfpunkt aus. Ein weiterer bedeutender Vorteil ist, dass es H1-fähige Polyharnstoff-Fette gibt – also solche, die potentiell in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt werden können, während Lithiumfette hierfür nicht zulässig sind. Und in der Herstellung NSF H1-registrierter Schmierstoffe für die Lebensmittel- und Lebensmittelverpackungsindustrie liegt eine wichtige Kernkompetenz der Chemie-Technik.

Exakte Reaktionsführung sorgt für höchste Qualität
Bei der Herstellung der Polyharnstoff-Fette wird der Verdicker durch eine exotherme Reaktion hergestellt. Das erfordert eine exakte Reaktionsführung mit viel Know-how und eine Vielzahl an Sicherheitsvorkehrungen. Die neue Anlage wurde genau auf diese Anforderungen abgestimmt, bei der aus verschiedenen kritischen Ausgangsstoffen ein völlig unkritisches Endprodukt entsteht.

Zentrale Bausteine sind der größere Kessel, die innovative Rührwerkstechnologie und eine automatische Dosierung, die für die Mitarbeiter auch eine deutliche Verbesserung im Arbeitsschutz darstellt.

Das Unternehmen sieht sich durch diese Investition gut für die Zukunft gerüstet. „Wir stellen schon seit über 20 Jahren Polyharnstoff-Fette her. Die neue Anlage ist ein technologischer Meilenstein. Sie ist hochautomatisiert und erlaubt eine flexible Batchfertigung. So können wir sowohl die Polyharnstoff-Fette aus unserem umfangreichen Programm, als auch kundenspezifische Sonderprodukte effizient und auf höchstem Niveau fertigen.“, so Geschäftsführer Joachim Hof.

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