BASF und Uni Heidelberg verlängern Zusammenarbeit im Catalysis Research Laboratory

BASF und die Universität Heidelberg werden in den kommenden drei Jahren das 2006 gegründete Catalysis Research Laboratory (CaRLa) gemeinsam weiter betreiben. Einen entsprechenden Vertrag zur Verlängerung der Forschungskooperation bis zum Jahr 2022 haben die Partner jetzt unterzeichnet. In dem Katalyselabor arbeiten Wissenschaftler an Fragestellungen aus dem Bereich der homogenen Katalyse.

„Das gemeinsame Katalyselabor bietet ideale Rahmenbedingungen für einen schnellen Wissenstransfer aus der grundlagenorientierten Forschung in die Industrie“, sind sich die beiden wissenschaftlichen Leiter, Prof. Dr. A. Stephen K. Hashmi vom Organisch-Chemischen Institut der Ruperto Carola und Dr. Thomas Schaub von BASF einig. So wurden allein seit 2015 acht von CaRLa gestartete Projekte in die BASF-Forschung transferiert, um sie hier speziell für industrielle Anwendungen weiterzuentwickeln.

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten stehen aktuell effiziente und ressourcenschonende Synthesemethoden, unter anderem solche, die Kohlendioxid (CO2) oder nachwachsende Rohstoffe als Ausgangsressourcen nutzen. Ein Beispiel dafür ist die Herstellung von Natrium-Acrylat aus Ethen und CO2. Natrium-Acrylat ist ein wichtiger Ausgangsstoff für Superabsorber, die bei Windeln und anderen Hygieneprodukten zum Einsatz kommen. Gegenüber dem bisherigen Produktionsverfahren für Superabsorber würde das CO2 im neuen Prozess etwa 30% der fossilen Rohstoffe ersetzen, wenn dieser sich auch im größeren Maßstab als stabil und energetisch günstig bewährt.

Bislang waren mehr als 80 Wissenschaftler aus 22 verschiedenen Ländern am CaRLa tätig. Ihre Arbeit hat Niederschlag in 82 wissenschaftlichen Publikationen gefunden, die in renommierten Fachjournalen veröffentlicht wurden. Zudem wurden bislang 28 Patentanmeldungen von CaRLa eingereicht. CaRLa steht damit für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von akademischer und industrieller Forschung.

Das Catalysis Research Laboratory ist ein „Industry on Campus“-Projekt. Mit diesem Konzept verfolgt die Universität Heidelberg neue Wege in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit der Industrie.

Im Mittelpunkt stehen dabei längerfristig angelegte und strategisch-orientierte Projekte der Grundlagenforschung. CaRLa wird im Rahmen einer Private Public Partnership von BASF und der Universität Heidelberg finanziert.

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