Boehringer Ingelheim weiht neues Tiefkühlzentrum in Biberach ein

Drehscheibe für Lagerung, Weiterverarbeitung und Distribution biopharmazeutischer Präparate

Boehringer Ingelheim weihte heute ein rund 1.000 m2 großes Tiefkühlzentrum für biopharmazeutische Wirkstoffe in Biberach ein. Rund 17 Mio. EUR investierte das Unternehmen, um den Standort als zentrale Drehscheibe seines Biopharmazie-Netzwerkes weiter auszubauen.

Die Standorte Biberach, Wien, Fremont (Kalifornien) und Shanghai arbeiten bei der Forschung und Entwicklung von biopharmazeutischen Arzneimitteln wie auch bei der Sicherung der weltweiten Medikamentenversorgung von Patienten in einem strategischen Verbund eng zusammen. „Als größter Standort spielt Biberach innerhalb des biopharmazeutischen Netzwerkes eine tragende Rolle. Mit dem Ausbau der Infrastruktur stärken wir Biberach als Dreh- und Angelpunkt der biopharmazeutischen Wertschöpfungskette“, erklärt Stefan Rinn, Landesleiter Deutschland von Boehringer Ingelheim.

„Das stetige Wachstum der vergangenen Jahrzehnte zeigt, dass Boehringer Ingelheim in Biberach tief verwurzelt ist. Mit der Expertise in der Biopharmazie und der passenden Infrastruktur, wird das Unternehmen diese Erfolgsgeschichte, die auch eine für den Landkreis und die Stadt ist, weiterschreiben“, sagt der Biberacher Landrat, Heiko Schmid. „Boehringer Ingelheim tut der Stadt und dem Landkreis, tut den Menschen, die hier arbeiten und leben, gut.“

Um dem wachsenden Bedarf an Kühlkapazität möglichst rasch gerecht werden zu können, errichtete das Unternehmen sein neues Tiefkühlzentrum im Schnellverfahren. Nach nur 13 Monaten Bauzeit konnten so im August die ersten Wirkstoffe das Zentrum beziehen. Im Erdgeschoss ging die erste von mehreren Tiefkühlzellen in Betrieb. Ein etwa schreibtischgroßes Kühlregister bläst die Kälte dabei mit einem Ventilator in einen 77 m2 großen Raum. Weitere Tiefkühlkapazitäten sind bereits verplant: der mehrstufige Ausbau ermöglicht eine schrittweise Erweiterung der Kapazität des Tiefkühlzentrums auf nahezu 1000 m2. Es kühlt die empfindlichen Wirkstoffe dabei auf Temperaturen von minus 40 bis minus 70 °C. So kalt war es am Kältepol der Nördlichen Hemisphäre, in Oimjakon in Sibirien, zuletzt am 6. Februar 1933. In Biberach werden in Zukunft dauerhaft etwa 34.000 m3 Polar-Atmosphäre vorherrschen.

Da das forschende Pharmaunternehmen am Standort auch biologische Wirkstoffe anderer Standorte weiterverarbeitet und damit Patienten auf der ganzen Welt versorgt, sind die benötigten Kapazitäten für die Lagerung der hochkomplexen und empfindlichen Moleküle entsprechend groß.

Schon heute beliefert das Unternehmen von Biberach aus rund 80 Länder mit firmeneigenen Biopharmazeutika.

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