Borealis will mit neuer Anlage Propylenversorgung für PP-Nachfrage in Europa sicherstellen

Borealis feierte am 9. September den Spatenstich für seine neue Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) im Weltmaßstab. Die neue Anlage am bestehenden Produktionsstandort in Kallo, Belgien, wird über eine Produktionskapazität von 750.000 t Propylen pro Jahr verfügen. Damit ist sie eine der größten und effizientesten Anlagen ihrer Art weltweit. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 1 Mrd. EUR ist das Projekt das größte jemals von Borealis umgesetzte Vorhaben in Europa. Dies unterstreicht das Bekenntnis des Unternehmens zu seinen Kontinentalbetrieben und zu seinen Kunden in Europa, deren bevorzugter Lieferant zu sein, Borealis bestrebt ist.

Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit
PDH ist ein essenzieller Prozessschritt bei der Produktion von Propylen aus Propan. Propylen, einer der wichtigsten Bausteine der gesamten chemischen Industrie, wird für die Herstellung von Polypropylen (PP) genutzt, das wiederum eine der am weitesten verbreiteten Kunststoffarten darstellt. PP bildet die Basis zahlreicher Industrieanwendungen, die in einer Vielzahl von Sektoren zur Anwendung kommen, wie beispielsweise in der Automobilindustrie, im Konsumgüter-, Energie- und Healthcare-Bereich, bei Lebensmittelverpackungen und vielen anderen.

Die europäische Propylennachfrage wächst. Im Moment ist das Angebot jedoch aufgrund des Zusammenwirkens globaler Marktentwicklungen rückläufig. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage in Kallo, die für Mitte 2022 geplant ist, wird sicherstellen, dass sich Borealis‘ europäische Kunden in Zukunft auf eine sichere Versorgung mit preisgünstigem Propylen und dessen Derivaten verlassen können.

Die Entscheidung, in den Standort Kallo zu investieren, wurde von einer Reihe von Faktoren beeinflusst. Zum einen sind die Größenvorteile, die der Antwerpener Hafen durch seine gut etablierte Transport- und Logistikinfrastruktur in Flandern bietet, von wesentlicher Bedeutung. Aufgrund der Nähe zu einer bestehenden Produktionsanlage am Standort wird das Unternehmen auch in der Lage sein, zusätzliche Synergieeffekte zu nutzen. Darüber hinaus wird sich die neue PDH-Anlage der Oleflex-Technologie von Honeywell UOP bedienen – eine weit verbreitete, zuverlässige und nachhaltige Wahl für die zweckorientierte Propylenproduktion.

Neben der Steigerung der Produktionskapazität trägt die neue Anlage zu einer Weiterentwicklung von Effizienz und Nachhaltigkeit des Betriebs bei.

Die Nutzung der Oleflex-Technologie ermöglicht einen geringeren Energieverbrauch in der Produktion, wobei zugleich größere Mengen bei gleicher Qualität erzeugt werden. Der Propanbedarf ist geringer, während mehr Wasserstoff produziert wird. Damit kann Borealis nicht nur seinen internen Bedarf, sondern auch jenen externer Nutzer decken. Zudem wird das integrierte Hybrid-Blockheizkraftwerk einen Großteil des für den Betrieb benötigten Dampfs und Stroms selbst erzeugen.

Neue Anlage stärkt strategische Bedeutung Nordwesteuropas für die chemische Industrie
Die neue PDH-Anlage wird an die 100 neuen Vollzeitstellen bei Borealis und rund zwei- bis dreimal so viele bei Zulieferern und Subunternehmen in der Region schaffen. Während der Bauphase werden ungefähr 1.000 Beschäftigte am Standort im Einsatz sein, wobei diese Zahl in intensiven Bauphasen auf bis zu 2.000 anwachsen wird. Sobald die Anlage in Betrieb ist, wird zusätzlicher Arbeitsaufwand für die regelmäßigen Anlagen-Turnarounds, die alle paar Jahre stattfinden, anfallen. Auch für regionale Zulieferer und andere Unternehmen in Flandern werden positive Nebeneffekte erwartet, da diese bedeutende Investition von Borealis die strategische Bedeutung des Hafens von Antwerpen insgesamt erhöht.

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