Clariant steigert im ersten Halbjahr 2019 den Umsatz und den operativen Cashflow

Das gesamte Masterbatches-Geschäft und das Pigment-Geschäft sollen veräußert werden

Clariant hat heute für das erste Halbjahr 2019 einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 2,229 Mrd. CHF gegenüber 2,224 Mrd. CHF im ersten Halbjahr 2018 bekanntgegeben. Dies entspricht einem organischen Wachstum in Höhe von 4% in Lokalwährungen. Zu diesem Wachstum haben sowohl Volumenzuwächse als auch höhere Preise beigetragen.

Im ersten Halbjahr haben nahezu alle Regionen zum Umsatzwachstum aus fortgeführten Aktivitäten in Lokalwährungen beigetragen. Beim Umsatz war in Lateinamerika mit einem Anstieg von 10% das stärkste Wachstum zu verzeichnen, gefolgt vom Mittleren Osten und Afrika mit 8%. In Asien und Europa war mit 5% bzw. 4% eine gute Umsatzentwicklung zu verzeichnen. In China sank der Umsatz allerdings um 9%, während in Nordamerika ein leichter Umsatzrückgang von 3% berichtet wurde.

Das verbesserte Umsatzergebnis im ersten Halbjahr 2019 ist auf das Wachstum in den Geschäftsbereichen Catalysis und Natural Resources zurückzuführen, die beide starke Steigerungen meldeten. Der Geschäftsbereich Natural Resources beinhaltet nun außer Oil & Mining Services und Functional Minerals auch die Geschäftseinheit Additives. Der Umsatz bei Catalysis stieg um robuste 8% in Lokalwährungen – vor allem gestützt durch Syngas. Der Umsatz bei Natural Resources stieg um 6% in Lokalwährungen, wobei sich das überaus bemerkenswerte Wachstum bei Oil & Mining Services und in geringem Masse auch bei Functional Minerals bemerkbar machten. Der Umsatz bei Additives ging aufgrund der schwächeren Verbraucherelektronik- und Automobilindustrie zurück.

Der Umsatz bei Care Chemicals blieb gegenüber einer starken Vergleichsbasis und trotz vorübergehender Probleme bei Rohstofflieferungen, insbesondere im zweiten Quartal 2019, in Lokalwährungen unverändert. Der Umsatz aus nicht fortgeführten Aktivitäten (Masterbatches und Pigments) ging um 2% in Lokalwährungen zurück. Ausschlaggebend hierfür war die abgeschwächte Wirtschaftslage.

Das EBITDA nach Einmaleffekten aus fortgeführten Aktivitäten wurde durch eine einmalige Rückstellung in Höhe von 231 Mio. CHF negativ beeinflusst. Diese Rückstellung wurde vorgenommen aufgrund weiterer Entwicklungen bei einer laufenden wettbewerbsrechtlichen Untersuchung der EU-Kommission in Bezug auf den Beschaffungsmarkt für Ethylen.

Daher sank das EBITDA von einem Vorjahreswert von 341 Mio. CHF signifikant auf 102 Mio. CHF.

Bezogen auf das operative Ergebnis und ohne Berücksichtigung dieser Rückstellung, war beim EBITDA nach Einmaleffekten aus fortgeführten Aktivitäten nur ein geringfügiger Rückgang um 2% in Schweizer Franken auf 333 Mio. CHF zu verzeichnen. Die Profitabilität bei Natural Resources hat sich aufgrund des stärkeren Umsatzwachstums in Kombination mit der weiter optimierten Kostenbasis bei Oil & Mining Services verbessert. Allerdings führten vorübergehend negative Einflüsse bei Care Chemicals und Catalysis im zweiten Quartal zu diesem geringfügig negativen Wachstum. Die entsprechende EBITDA-Marge nach Einmaleffekten aus fortgeführten Aktivitäten auf Grundlage des operativen Ergebnisses lag bei 14,9%.

Das Nettoergebnis für den Gesamtkonzern einschließlich nicht fortgeführter Aktivitäten betrug minus 101 Mio. CHF im Vergleich zu 211 Mio. CHF im ersten Halbjahr 2018. Negativ wirkten sich bei dieser Entwicklung die einmaligen Projektkosten für die Ausgliederung der nicht fortgeführten Aktivitäten sowie die einmalige Rückstellung in Höhe von 231 Mio. CHF aus.

Der operative Cashflow des Gesamtkonzerns stieg von 102 Mio. CHF im Vorjahr um 11% auf 113 Mio. CHF. Ausschlaggebend hierfür waren geringere Steuern und günstige Entwicklungen bei Lagerbeständen.

Die Nettoverschuldung des Gesamtkonzerns stieg gegenüber einem Wert von 1,374 Mrd. CHF Ende 2018 auf 1,801 Mrd. CHF, was dem üblichen saisonalen Cashflow-Muster entspricht. Darüber hinaus hat die erstmalige Implementierung der IFRS 16 im Jahr 2019 die Nettoverschuldung um 218 Mio. CHF erhöht.

„Das erste Halbjahr 2019 war anspruchsvoll, insbesondere das zweite Quartal, das zusätzlich durch vorübergehend negative Einflüsse und Einmaleffekte beeinträchtigt war. Unsere fortgeführten Aktivitäten erwiesen sich angesichts dieses schwierigen Umfelds als resilient. Das bestärkt uns in unserer strategischen Entscheidung, Masterbatches und Pigments zu veräußern,“ so Hariolf Kottmann, Geschäftsführender Präsident des Verwaltungsrats von Clariant. „Trotz der Unwägbarkeiten des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds, bleibt das Wachstumsprofil unseres fortgeführten Portfolios unverändert. Wir werden auch weiterhin unseren Fokus auf die Kundenerfahrung und die schnelle, zuverlässige Erfüllung der Kundenanforderungen intensivieren und Clariant so in die Lage versetzen, ein überdurchschnittliches Wachstum, eine höhere Profitabilität und eine stärkere Cashflow-Generierung zu erzielen.“

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