Evonik und Thyssenkrupp lizenzieren HPPO-Technologie nach China

Evonik und Thyssenkrupp Industrial Solutions lizenzieren die HPPO-Technologie zur Herstellung von Propylenoxid an Zibo Qixiang Tengda Chemical. Entsprechende Verträge haben die Parteien im chinesischen Guangzhou Ende Juli unterzeichnet. Evonik lizenziert darüber hinaus das Verfahren für Wasserstoffperoxid (H2O2) zur exklusiven Versorgung der Propylenoxid-Anlage an Qixiang Tengda. Weiterhin haben die beiden Partner einen langfristigen Liefervertrag für den entsprechenden HPPO-Katalysator abgeschlossen.

Propylenoxid wird hauptsächlich für die Herstellung von Polyurethan-Schaumstoffen verwendet, die zum Beispiel in Automobilkomponenten, Möbelpolstern, Wärmedämmung, Beschichtungsmaterialien, Sportschuhen und anderen Sportartikeln eingesetzt werden. Der globale Markt für Polyurethan zeigt ein hohes Marktwachstum auf. China gehört dabei zu den wichtigsten Wachstumsmärkten. Zudem begünstigen zunehmende Umweltauflagen die strategische Ausrichtung des Geschäftsgebiets Active Oxygens von Evonik, neben dem klassischen Wasserstoffperoxidgeschäft auch die grüne HPPO-Technologie voranzubringen und diese, u.a. durch die Vergabe von entsprechenden Lizenzen, weiter auszubauen.   

Claus Rettig, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Resource Efficiency, erklärt: „Wir sind stolz, Qixiang als neuen strategischen Partner gewonnen zu haben. Mit dem steigenden Umweltbewusstsein in China ist HPPO die Technologie der Wahl zur nachhaltigen Herstellung von Propylenoxid, da es neben Wasser keine wesentlichen Nebenprodukte produziert“. 

Peter Sieben, Head of Operating Unit Oxides, Vinyl and Specialty Chemicals bei Thyssenkrupp Industrial Solutions ergänzt: „Wir kombinieren bewährte Technologien mit innovativen Lösungen und ermöglichen so eine effiziente, umweltverträgliche Produktion von hochwertigen Zwischenprodukten. So helfen wir unseren Kunden, neue Märkte zu erschließen und ihre Wertschöpfungskette nachhaltig zu erweitern.“

Qixiang Tengda wird am Standort Zibo (Provinz Shandong, China) in den kommenden Jahren einen Anlagenkomplex errichten, mit dem sich jährlich bis zu 300 kt Propylenoxid und die für das HPPO-Verfahren benötigte Menge H2O2 herstellen lässt.

Die ersten Planungen starten bereits Mitte August 2019. Die Anlage soll aller Voraussicht nach im ersten Halbjahr 2022 in Betrieb genommen werden.

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