GEA verfehlt Erwartungen

GEA hat endgültige Zahlen des Geschäftsjahres 2018 bekanntgegeben. Zudem hat der neue Vorstandsvorsitzende Stefan Klebert seine Analyse des Status quo präsentiert, erste Sofortmaßnahmen dargestellt sowie einen Kapitalmarkttag für September 2019 angekündigt, bei dem er gemeinsam mit dem am 20. Mai beginnenden neuen Finanzvorstand Marcus A. Ketter die Aktualisierung der Strategie zur nachhaltigen Stärkung der Profitabilität vorstellen wird. Schon Ende Juni soll eine Anpassung der Organisationsstruktur präsentiert werden.

Erfreuliches Umsatzwachstum 2018 und gleichbleibende Dividende
GEA bewegte sich 2018 insgesamt in einem guten Marktumfeld, das jedoch im Verlauf des Jahres zunehmend schwieriger wurde. Der Auftragseingang stieg um 3,5% auf 4.917,7 Mio. EUR, die Entwicklung der Auftragseingänge verlor jedoch insbesondere gegen Ende des Jahres an Fahrt. Der Umsatz legte um 4,9% auf 4.828,2 Mio. EUR zu, wobei die Produktgruppen Homogenizers sowie Food Processing & Packaging besonders stark gewachsen sind. Insgesamt verzeichneten nahezu alle Produktgruppen und Applikationszentren Umsatzzuwächse, mit Ausnahme der Applikationszentren (APCs) Dairy und Utilities. Das operative EBITDA lag mit 518,2 Mio. EUR um 8,0% unter dem Vorjahresniveau. Das entspricht einer operativen EBITDA-Marge von 10,7%.

„Vor allem das APC Dairy verfehlte die Ergebniserwartungen deutlich. In geringerem Maße machten sich darüber hinaus in den Produktgruppen Separation, Flow Components und Milking und Dairy Farming Preisdruck-, Produkt-Mix- und Wechselkurseffekte bemerkbar. In den nächsten Wochen gilt es, die Ursachen für die rückläufige Entwicklung zu analysieren und geeignete Maßnahmen zur nachhaltigen Ergebnisverbesserung dieser Kernaktivitäten einzuleiten“, kommentierte Stefan Klebert.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2018 eine im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Dividende in Höhe von 0,85 EUR je Aktie zu zahlen. Damit überschreitet GEA seinen grundsätzlich angestrebten Zielkorridor für die Dividende, der zwischen 40 bis 50% des Konzernergebnisses liegt. Das Unternehmen unterstreicht damit das unverändert bestehende Vertrauen in seine operative Stärke.

Ausblick 2019
Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet GEA einen Umsatz moderat unter dem Wert des Vorjahres, ein EBITDA vor Restrukturierungsaufwand zwischen 450 und 490 Mio.

EUR sowie einen ROCE von 8,5 bis 10,5%. Die Differenz bei der erwarteten Ergebnisspanne für 2019 zwischen diesem Ausblick und den in der Ad-hoc-Meldung am 6. Februar kommunizierten Werten (440 bis 480 Mio. EUR) ergibt sich aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 (plus 59 Mio. EUR) sowie durch die Einbeziehung bisher nicht berücksichtigter strategischer Projekte (minus 49 Mio. EUR).

Neuausrichtung
In den kommenden Monaten wird Stefan Klebert, seit dem 15. November 2018 im Vorstand von GEA und seit dem 18. Februar 2019 dessen Vorsitzender, gemeinsam mit dem Führungsteam eine Anpassung der Organisationsstruktur und eine Aktualisierung der Strategie für GEA ausarbeiten. Dabei wird das Unternehmen auf seiner Technologieführerschaft, starken Positionen in attraktiven Märkten und dem margenstarken Servicegeschäft aufbauen.

„GEA hat kein Nachfrage-, sondern ein Ergebnisproblem. Aber das ist lösbar“, sagte Stefan Klebert. „Die Nachfrage ist stabil, wir sind grundsätzlich in den richtigen Märkten unterwegs. GEA ist in sehr vielen Bereichen die Nummer Eins oder Zwei. Das ist eine starke Basis. Aber wir müssen unsere Margen wieder verbessern. Ich habe seit November standortübergreifend mit vielen Führungskräften, Arbeitnehmervertretern und Mitarbeitern gesprochen. Wir haben Probleme und Ineffizienzen erkannt, die GEA bremsen. Wir haben einen klaren Fahrplan, wie wir die Themen angehen. Bei einigen wird das schneller gehen, bei anderen wird es Zeit brauchen.“

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