MAN Ferrostaal: Neue Engineering-Plattform mit hoher Flexibilität

Engineering-Plattform mit hoher Flexibilität. MAN Ferrostaal entscheidet sich für PDMS und Comos zur Planung und Abwicklung von Anlagenbau-Projekten. Der Anlagenbauer MAN Ferrostaal hat Mitte März eine neue Engineering-Plattform eingeführt, die auf den Software-Lösungen PDMS von Aveva und Comos von Innotec beruht. Eine ganze Reihe von Gründen nennt der IT-Projektleiter Dr. Martin Schmidt von MAN Ferrostaal für diese Wahl: So biete die Kombination der beiden Programme eine hohe Flexibilität bei der Planung und Abwicklung der globalen Projekte und decke nahezu alle Anforderungen. Sie vernetze zudem alle technischen Disziplinen und könne somit mögliche Planungsfehler von Beginn an minimieren. Auch bei der Auftragsabwicklung unterstützten die Programme wesentlich die Anlagenkonstruktion.

Ein neues Großprojekt ist in Sicht, ein lukrativer Auftrag lockt. Der Kunde erwartet ein schnelles und verbindliches Angebot. Im harten Wettbewerb mit anderen Anbietern muss ein Festpreis für die Errichtung einer schlüsselfertigen Anlage abgegeben werden. Dazu sind ingenieurstechnische Planungsleistungen zu erbringen, das so genannte Basic Engineering. Keine leichte Aufgabe bei einem ständig wachsenden Zeitdruck. Effizientere IT-Werkzeuge als bisher sollen daher den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht werden. Uwe Milkereit, Leiter des Projekt Management Office (PMO), erkannte die Notwendigkeit und initiierte mit Unterstützung von Dr.- Ing. Wolfgang Knothe, Vorstand für die Sparte Anlagenbau, das Projekt IT-Roadmap. Projektleiter Dr. Martin Schmidt (IT) identifizierte zusammen mit dem PMO und den Business Units die IT-Systerne, die zur Unterstützung der Geschäftsprozesse der Sparte Projects am besten geeignet sind. Einheitliche Systeme sollen Effizienz und Transparenz verbessern.

Im richtigen Werkzeug steckt die Lösung

Ein wesentlicher Bestandteil dieser IT-Roadmap ist die Engineering-Plattform. Dazu hat sich das Projektteam, zu dem auch Dr. Walter Weirich, Leiter Engineering (AP) und Process Owner Engineering gehört, für zwei Lösungen entschieden: den Software-Programmen Comos der Firma Innotec und PDMS von Aveva. Die Auswahl begründete Dr. Martin Schmidt so: „Die Kombination der beiden Programme bietet eine hohe Flexibilität bei der Planung und Abwicklung unserer globalen Projekte und deckt nahezu all unsere vorab definierten Anforderungen ab. Sie vernetzt alle technischen Disziplinen und minimiert somit mögliche Planungsfehler von Beginn an“. Außerdem sei eine schnelle Einführung zu erwarten, sagte der IT-Fachmann. Zur Entscheidungsfindung seien sie dem Prinzip des ‚Best Practice’ gefolgt und hätten mit vielen Spezialisten – Anwendern im eigenen Haus aber auch bei anderen Unternehmen des Anlagenbaus – gesprochen. Zur weiteren Begründung sagte Weirich: „Im Benchmark hat sich deutlich gezeigt, dass es mit Comos möglich ist, Daten aus verschiedenen Quellen in eine einheitliche Datenplattform effizient zu integrieren. Dies schafft die Voraussetzung künftig bei MAN Ferrostaal die Projektabläufe besser zu koordinieren, wie auch zu kontrollieren.“ Dadurch erhöhe sich die Prozesssicherheit und -Qualität, die Effizienz in der Projektbearbeitung werde gesteigert. Der Vorteil dieser Lösung sei, so Weirich, dass mit Comos alle technischen Daten eines Projektes zentral über eine Datenplattform verwaltet und bearbeitet werden. Dadurch könne der Anlagenbauer seinen Partnern, Lieferanten wie auch Kunden kontrolliert und zugriffsgeschützt direkten Zugang zu den Projektdaten bereitzustellen.

Stets die korrekte Sicht

Doch nicht nur bei der Angebotserstellung, auch bei der Auftragsabwicklung unterstützen die Programme wesentlich die Anlagenkonstruktion. Mit ihnen lassen sich exakte Mengen und Massen hinsichtlich zu beschaffender Ausrüstung und Materialien ermitteln, Engineering-Leistungen global und zeitnah überwachen, Partner einbinden und eine durchgehende Dokumentenbearbeitung mit einem strukturierten Workflow erreichen. In beiden Projektphasen, der Angebotserstellung und der Auftragsabwicklung, kommt es darauf an, eine genaue Vorstellung darüber zu entwickeln, wie die Anlage aussieht. Die Programme helfen dabei, weil sie die Möglichkeit bieten, den Industriekomplex am Bildschirm dreidimensional zu konstruieren. Damit lässt sich eine Anlage quasi „abgehen“ und es lässt sich besser erkennen, ob sie praxisgerecht konzipiert wurde. „Wichtige Rohrbögen, Kabel oder die Beleuchtung – nichts wird vergessen. Das ist eine enorme Hilfe für unsere operativen Projektteams“, sagte Schmidt.

Vorteile der neuen Engineering-Plattform

Zu den Vorteilen der Engineering- Plattform PDMS/Comos zählt der Anlagenbauer die folgenden Punkte:

  • Höhere Kalkulationsgenauigkeit durch exakte Mengengerüste
  • Normierung/Standardisierung und Beschleunigung der Arbeitsabläufe
  • Erhöhte Abwicklungssicherheit in Engineering-Prozessen
  • Standortübergreifende Arbeitsteilung
  • Effiziente Einbindung und Steuerung von Engineering-Partnern
  • Reduktion von Planungsfehlern

Projektbezogenes Roll-out

Die neue Engineering-Plattform ist seit März installiert. Ein anspruchsvolles Pilotprojekt wird derzeit in der Business Unit AP bearbeitet. Ein Kernteam, bestehend aus Fachleuten der Standorte Essen und Geisenheim, Lissabon und Saarlouis, wird danach für den Umgang mit den neuen Programmen fit gemacht. Beim nächsten Großauftrag sollen die neuen IT-Werkzeuge erstmalig in der Praxis eingesetzt werden. Weitere neue Projekte bestimmen anschließend die Reihenfolge der Mitarbeiter, die mit Schulungen und Lizenzen bedacht werden. „Die neue Engineering- Plattform findet bei den Mitarbeitern eine hohe Akzeptanz, da sie die notwendigen Funktionen bereitstellt, Arbeitsprozesse vereinfacht und anwenderfreundlich zu bedienen ist“, sagte Schmidt. Der innovative Weg, den der Anlagenbauer damit beschritten habe, sei auch für das Schwesterunternehmen MAN Turbo von großem Interesse, betonte er weiter.

Kurzprofil Innotec

Die inhabergeführte Innotec mit Hauptsitz in Schwelm ist mit ihrer Produktentwicklung Comos einer der weltweit führenden Entwickler für Engineering-Software. Die Software Comos erfüllt alle Anforderungen des modernen Engineerings: Von der Verfahrensentwicklung, der Rohrleitungsplanung, der Automatisierungs- und Leittechnischen Planung, der Elektro-, Mess- und Regeltechnik, der Instandhaltung, der Planung von Anlagenstillständen, der Inspektion bis hin zur Planung von Rückbaumaßnahmen sowie des Dokumenten- und Projektmanagements. Seit der Gründung im Jahre 2000 ist die Software-Schmiede stetig gewachsen und fast auf jedem Kontinent mit einer Niederlassung vertreten. Derzeit sind über 250 Mitarbeiter weltweit für die Innotec Gruppe tätig. Innotec ist international präsent auf Messen, veranstaltet Roadshows und lädt jährlich zum „Internationalen Forum für innovative Software-Strategien im Anlagenund Maschinenbau“ ein.

Kurzprofil Aveva

Aveva ist weltweit führender Anbieter von Engineering-IT-Softwarelösungen für die Energiewirtschafts- und Schifffahrtsbranche und den Anlagenbau. Die Software von Aveva vereint technische Spitzenklasse mit einzigartiger Datenintegrität: Von den ersten Entwürfen und Spezifikationen, über 3D-Konstruktion bis hin zu Projektkontrolle, Materialbeschaffung und -management. Und das alles in einem Anwendungsrahmen, der flexibel genug ist, den unterschiedlichsten Anforderungen aller Benutzer gerecht zu werden. Mit dem Einsatz von Aveva-Technologien wurden bei mehr als 1.500 Kunden in 50 Ländern Anlagen im Wert von mehr als 600 Mrd. US-$ geplant und realisiert. Hierbei konnten die Kunden, im Vergleich zu traditionellen

2D-CAD-Systemen, die Planungszeit nachweislich bis zu 50 % reduzieren und bis zu 15 % der Projektgesamtkosten einsparen, was bei Großprojekten Einsparungen in Millionenhöhe bedeutet.

Kontakt:
Aveva GmbH, Sulzbach
Tel.: 06196-5052-01
Fax: 06196-5052-22
info.de@aveva.com
www.aveva.de


Innotec GmbH, Schwelm
Tel.: 02336-9188-0
Fax: 02336-9188-16005
info@innotec.com
www.innotec.de

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