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Neues aus dem VAA: Führungskräfte wollen mehr Coaching

18.11.2013 -

Führungskräfte legen bei beruflichen Weiterbildungen Wert auf eine individuelle Beratung und die Möglichkeit, sich mit ihresgleichen auszutauschen und zu vernetzen. Die tatsächlich besuchten Weiterbildungen von Führungskräften entsprechen diesem Wunsch aber nur zum Teil.
Dies ist ein zentrales Ergebnis einer Umfrage, die im September unter den Mitgliedern des Manager-Monitor-Panels der ULA, dem politischen Dachverband des VAA, durchgeführt wurde.

Der größte Teil der von den Befragten im Jahr 2013 bereits absolvierten oder noch geplanten Weiterbildungsmaßnahmen entfällt auf vergleichsweise kurze Präsenzveranstaltungen. 43 % der Befragten haben an Eintagesseminaren oder Kurzworkshops mit einer Dauer von zwei bis drei Stunden teilgenommen (Grafik).

Zeitlich umfangreichere Weiterbildungsformate, wie etwa modulare und auf mehrere Wochen verteilte Veranstaltungen, spielen nur eine untergeordnete Rolle. Dies entspricht auch der Erfahrung von Nicole Bußmann, Chefredakteurin des Weiterbildungsmagazins „ManagerSeminare", mit dem die ULA die Umfrage durchgeführt hat: „Der Trend geht seit geraumer Zeit und ungebrochen in Richtung kürzere Formate. Eine Abwesenheit vom Arbeitsplatz für mehr als zwei Tage ist für die Mehrzahl der Führungskräfte und Spezialisten heute nicht vorstellbar."

Zweitägige Weiterbildungen sowie der Besuch von Fachkongressen und Fachmessen werden von jeweils rund 30 % genannt und spielen damit ebenfalls noch eine wichtige Rolle. Computer- oder internetgestützte Weiterbildungen, denen gemeinhin ein starkes Wachstumspotential zugebilligt wird, erzielen derzeit noch etwas niedrigere Werte. Immerhin 28 % der Befragten geben an, an E-Learning-Formen teilgenommen zu haben. Beim Webinar sind es 18 %. Nur in sehr geringem Umfang genutzt werden Weiterbildungen über Hörbücher, internetbasierte Lernvideos oder durch Lernreisen.

Die gelebte Wirklichkeit der Weiterbildung ist aber nicht völlig deckungsgleich mit den Wünschen der Führungskräfte. Als interessanteste Formen der Weiterbildung nennen die Befragten das Coaching in Form einer individuellen Beratung sowie Kamingespräche, also einen Austausch in kleinem Kreis mit höherrangigen oder gleichgestellten Führungskräften. An derartigen Formaten haben im laufenden Jahr aber lediglich 24 % (Kamingespräch) bzw. 16 % (Coaching) teilgenommen.

Weitere Ergebnisse aus der Umfrage legen den Schluss nahe, dass Führungskräfte besonders großen Wert auf die Bildung von Netzwerken und die Stärkung der dazu gehörenden Kompetenzen legen. Danach befragt, welche Rollen sie als Führungskräfte besonders fordern, entfielen bei drei möglichen Nennungen die meisten Antworten auf „Beziehungsmanager" (40 %), „Change Manager" (32 %) und „Motivator" (30 %). Deutlich seltener genannt wurden Rollen wie „Controller" (22 %), „Prozessmanager" (21 %) oder „Projektleiter" (15 %).

In eine ähnliche Richtung tendieren die Antworten der Umfrageteilnehmer auf die Frage, welche Fähigkeiten für Führungskräfte besonders wichtig sind. 91 % stuften „Mitarbeitermotivation und -führung" als „sehr wichtig" oder „wichtig" ein, gefolgt von der Fähigkeit „Entscheidungen treffen". An dritter Stelle steht bereits „Selbstführung" mit Nennungen durch jeweils knapp unter 90 % der Befragten.

Führungskräfte sehen sich in der täglichen Arbeit insbesondere in ihrer Rolle als Motivatoren gefordert. Darüber hinaus gibt es ein erhöhtes Bewusstsein für Belastungsgrenzen - der eigenen und der der Mitarbeiter. Abhilfe versprechen sich Führungskräfte vor allem durch individuelle Beratung und Seminarformate, die eine persönliche Begegnung und einen direkten Erfahrungsaustausch mit anderen Führungskräften ermöglichen. Das Führungskräfte Institut wird diese Erkenntnisse bei seinen Planungen für künftige Seminare berücksichtigen und bietet bereits heute zahlreiche, zu den genannten Bedürfnissen passende Seminarformate an (www.fki-online.de).
Die ausführliche Auswertung der Umfrage mit allen Grafiken ist unter www.manager-monitor.de abrufbar.

 

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