Pharmafirmen treiben Tests von Ebola-Impfstoffen voran

Die Pharmabranche forciert im Kampf gegen die schwerste Ebola-Epidemie der Geschichte die Entwicklung von Impfstoffen. Johnson & Johnson (J&J) will mit seinem neuen Mittel nun bereits Anfang 2015 klinische Tests beginnen. Bislang war Ende 2015 oder Anfang 2016 angepeilt. Die Biotechfirma NewLink Genetics erhielt zugleich von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA die Erlaubnis, ihren experimentellen Wirkstoff Vakzin an gesunden Freiwilligen zu testen.

Die Zahl der Todesopfer durch die Seuche in Westafrika stieg der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen auf mehr als 1900. Damit starben an der Krankheit bereits mehr Menschen als bei allen anderen Ausbrüchen seit ihrer Entdeckung 1976 zusammen. Besonders betroffen sind Guinea, Liberia und Sierra Leone. Die schlechte medizinische Versorgung und Infrastruktur begünstigt dort die Ausbreitung der Viruserkrankung.

An der Entwicklung des J&J-Impfstoffs ist Bavarian Nordic aus Dänemark beteiligt. Im Tierversuch mit Affen bot das Mittel den Angaben nach einen Komplett-Schutz gegen den Zaire-Strang, der für den aktuellen Ausbruch verantwortlich ist.

GlaxoSmithKline hatte Ende August angekündigt, seinen experimentellen Wirkstoff am Menschen testen zu wollen sobald die erforderlichen Genehmigungen vorliegen. Wenn GSK grünes Licht erhält, soll der Test Mitte September starten.

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