Siltronic steigert Umsatz deutlich

Siltronic verzeichnete 2017 einen sehr starken Geschäftsverlauf und hat das Umsatzziel und die Erwartungen für das Ergebnis leicht übertroffen.

Nach vorläufigen und ungeprüften Zahlen lag der Umsatz 2017 mit 1,177 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr (2016: 933,4 Mio. EUR). Das EBITDA erreichte 353 Mio. EUR und lag damit 142% über dem Vorjahr (2016: 146,0 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge erreichte 30% (2016: 15,6%). In einem sehr positiven Marktumfeld konnte das Unternehmen die durchschnittlichen Verkaufspreise für 200 mm- und 300 mm-Wafer deutlich erhöhen. Die durchschnittlichen Verkaufspreise in US-Dollar für 300 mm-Wafer lagen im vierten Quartal 2017 rund 30% über denen des vierten Quartals 2016. Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist mit 236 Mio. EUR wesentlich höher als im Vorjahr (2016: 27,0 Mio. EUR).

Die kontinuierliche Fortführung der bereits 2010 eingeführten Kostenreduktionsprogramme wirkte sich auch 2017 positiv auf das Ergebnis aus. Das Unternehmen hat Einsparungen von rund 15 Mio. EUR für das Gesamtjahr 2017 erzielt.

2017 hat Siltronic 123 Mio. EUR in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen investiert. Aufgrund der Preiserhöhungen für Wafer wurde ein Preisniveau erreicht, das Investitionen in zusätzliche Produktionskapazitäten für 300 mm-Wafer erlaubt. Daher hatte man bereits im September 2017 beschlossen, bis Mitte 2019 Kapazitäten für rund 70.000 zusätzliche 300 mm-Wafer pro Monat aufzubauen. Diese Erhöhung erlaubt es dem Unternehmen, das Marktwachstum analog zum eigenen Marktanteil zu begleiten. Die Investitionen für die geplanten Maßnahmen werden sich auf rund 140 Mio. EUR belaufen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden notwendiges Produktionsequipment in Auftrag gegeben und bereits Anzahlungen in Höhe von rund 30 Mio. EUR an Lieferanten geleistet. Zusätzlich wurden bereits begonnene Automatisierungsprojekte weitergeführt und in neue Ziehanlagen investiert. Der vorläufige Free Cashflow war 2017 mit 170 Mio. EUR deutlich positiv und lag wie erwartet weit über dem Vorjahreswert von 19,0 Mio. EUR. Das vorläufige Nettofinanzvermögen hat sich dementsprechend auf 342 Mio. EUR verbessert (2016: 175,0 Mio. EUR).

„Wir haben uns 2017 sehr gut entwickelt.

Die Impulse in der Halbleiterindustrie waren unvermindert positiv. Die Nachfrage nach unseren Wafern war höher als unsere Produktionskapazität. In diesem Marktumfeld konnten wir die durchschnittlichen Verkaufspreise für unsere 200 mm- und 300 mm-Wafer deutlich erhöhen.", sagte Vorstandsvorsitzender Christoph von Plotho.

Starke Umsatzentwicklung im vierten Quartal 2017
Mit einem Umsatz von rund 328 Mio. EUR im vierten Quartal 2017 setzte das Unternehmen den deutlich positiven Geschäftsverlauf der ersten drei Quartale 2017 fort. Die anhaltende Vollauslastung bei 200 mm- und 300 mm-Wafern, eine sehr hohe Auslastung bei Wafern von 150 mm Durchmesser und kleiner sowie sequentiell weiter steigende Preise haben dazu beigetragen. Bereits seit dem vierten Quartal 2016 zeigte sich mit 246,3 Mio. EUR ein positiver Geschäftsverlauf.

Hauptsächlich aufgrund der Preiserhöhungen hat Siltronic im vierten Quartal 2017 ein vorläufiges EBITDA von 121 Mio. EUR erreicht. Das EBITDA des Vergleichszeitraums 2016 lag bei 50,5 Mio. EUR. Die vorläufige EBITDA-Marge von Oktober bis Dezember 2017 erreichte 37% (Q4 2016: 20,5%).

Positive Entwicklung für 2018 erwartet
Das Marktforschungsinstitut IHS Markit erwartet derzeit, dass die Nachfrage nach Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie 2018 um 4,5% wächst. Dabei wird der Bereich Solid State Drives (SSD), der auf NAND-Technologie basiert, als größter Wachstumstreiber prognostiziert. Auch der DRAM-Markt zeigt positive Tendenzen. Wachstumstreiber sind aber auch die Automobilindustrie sowie industrielle Anwendungen.

Die Nachfrage nach Siltronic-Wafern im ersten Quartal 2018 ist ungebrochen. Im Bereich der 300 mm- und 200 mm-Wafer ist die Produktion weiterhin voll ausgelastet. Die Produktion von Wafern mit 150 mm und kleineren Durchmessern ist ebenfalls nahe der Vollauslastung.

Das Unternehmen erwartet 2018 weiter steigende Waferpreise, geht jedoch davon aus, dass sich die Preiserhöhungen langsamer fortsetzen werden als in den Vorquartalen.

Bei einem EUR/USD-Wechselkurs von 1,25 (2017: 1,13) und einem EUR/JPY-Wechselkurs von 135 (2017: 127) rechnet das Unternehmen für 2018 mit negativen Währungseffekten von rund 100 Mio. EUR auf den Umsatz und von rund 60 Mio. EUR auf das EBITDA.

Siltronic ist optimistisch, dass sich das Geschäftsjahr 2018 insgesamt sehr positiv entwickeln wird und geht trotz der Währungseffekte durch den starken Euro von einem Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich aus.

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