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Merck erhöht Ergebnisprognose für Gesamtjahr 2013

14.11.2013 -

Merck hat seine erfolgreiche Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2013 in einem herausfordernden Marktumfeld fortgesetzt. Das Pharma-, Chemie- und Life-Science-Unternehmen verzeichnete ein solides organisches Wachstum der Umsatzerlöse von 4,7%. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg mit 10% trotz stark negativer Währungseffekte deutlich an, so dass die Jahresprognose auf ca. 3,2 Mrd. € bis 3,25 Mrd. € angehoben werden konnte. Grund hierfür war die beschleunigte Umsetzung der Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Rahmen des Transformationsprogramms „Fit für 2018".

„Das erneut starke Ergebnis beweist einmal mehr, dass wir mit dem Umbau unseres Unternehmens auf Kurs sind. Merck ist bereits jetzt stärker und profitabler als zu Beginn unseres Veränderungsprozesses vor einigen Jahren", so der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Karl-Ludwig Kley, heute in Darmstadt. „Nun gilt es, die deutlich leistungsfähigere Plattform dazu zu nutzen, unser Geschäft in den kommenden Jahren nachhaltig profitabel weiterzuentwickeln."

Die Gesamterlöse gingen aufgrund negativer Währungseffekte im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht um 3,1% auf 2.752 Mio. € zurück. Bei den Umsatzerlösen, also den Gesamterlösen abzüglich der Lizenz- und Provisionserlöse, beschleunigte sich das organische Wachstum im dritten Quartal 2013 zwar auf 4,7%. Durch gegenläufige Währungseffekte in Höhe von 7,1% gaben die Umsatzerlöse jedoch leicht auf 2.659 Mio. € nach (Q3 2012: 2.722 Mio. €).

Trotz des massiven Gegenwinds auf der Währungsseite erreichte Merck beim Ergebnis neue Bestmarken, vor allem dank der schnelleren Umsetzung der Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Rahmen des Transformationsprogramms „Fit für 2018". So stieg die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts, das EBITDA vor Sondereinflüssen, gegenüber dem Vorjahr um 10% auf 831 Mio. €.

Wachstumstreiber Emerging Markets
Zum organischen Wachstum im dritten Quartal hat vor allem das dynamische Geschäft in den Emerging Markets beigetragen, also in Lateinamerika und Asien (ohne Japan). Dort lag das organische Umsatzplus bei 11%. Die in den vergangenen Jahren verstärkte geschäftliche und strategische Ausrichtung der Merck-Gruppe auf diese attraktiven Wachstumsregionen trägt erkennbar Früchte. Die Emerging Markets entwickelten sich im dritten Quartal erstmals zur Region mit dem höchsten prozentualen Anteil an den Konzernumsätzen: Mit 37% lagen sie knapp vor Europa (36%), wo die Entwicklung wie in den anderen Weltregionen deutlich verhaltener verlief. Von den vier Sparten der Merck-Gruppe verzeichneten drei - Merck Serono, Consumer Health und Merck Millipore - auch im dritten Quartal ein erfreuliches organisches Umsatzwachstum. Lediglich bei Performance Materials gingen die Umsätze organisch leicht zurück, blieben aber auf einem hohen Niveau.

Die berichteten Umsätze sämtlicher Sparten und Regionen waren in noch deutlich stärkerem Maße als in den Vorquartalen von negativen Wechselkurseffekten beeinträchtigt. Vor allem die Kursentwicklung des japanischen Yen, des US-Dollar sowie lateinamerikanischer Währungen waren dafür verantwortlich.

Ergebnissprung und verringerte Nettoverschuldung
Auf der Ergebnisseite führte das Plus beim EBITDA vor Sondereinflüssen auf 831 Mio. € - der bisher beste Quartalswert der Merck-Gruppe - auch zu einem Anstieg der entsprechenden Marge auf 31,2%. Sie übertraf damit erneut die Marke von 30% (Q3 2012: 27,7%). Beim operativen Ergebnis (EBIT) verzeichnete die Merck-Gruppe im dritten Quartal 2013 einen Anstieg um 51% auf 482 Mio. € (Q3 2012: 318 Mio. €) und damit ebenfalls eine neue Bestmarke. Das den Anteilseignern von Merck zustehende Konzernergebnis stieg im dritten Quartal mit einem Sprung auf 340 Mio. € (Q3 2012: 185 Mio. €) ebenso deutlich wie das berichtete Ergebnis je Aktie (1,56 € nach 0,85 € in Q3 2012). Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg um 16% und erreichte einen Wert von 2,29 € (Juli - Sept. 2012: 1,98 €).

Der Free Cash Flow der Merck-Gruppe ging gegenüber dem ausgesprochen hohen Niveau des Vorjahresquartals auf 744 Mio. € (Q3 2012: 815 Mio €) zurück, erreichte damit aber erneut einen sehr guten Wert. Die starken Zahlungsmittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft wurden insbesondere zur Tilgung von Finanzschulden eingesetzt, sodass die Nettofinanzverschuldung im Berichtszeitraum weiter erheblich auf 536 Mio. € reduziert werden konnte (31. Dezember 2012: 1.926 Mio. €).

Neun Monate 2013: Leichtes Umsatzplus, EBIT mehr als verdoppelt
Im Zeitraum Januar bis September 2013 stiegen die Gesamterlöse der Merck-Gruppe um 0,2% auf 8.353 Mio. €. Davon entfielen 4,0% auf organisches Wachstum sowie 0,1% auf Akquisitionen; negative Wechselkursveränderungen belasteten die Gesamterlöse mit 3,9%. Die Umsatzerlöse stiegen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres um 0,4% auf 8.064 Mio. €, wobei sich das organische Wachstum auf 4,3% belief. Alle vier Sparten verzeichneten für die ersten neun Monate 2013 positive organische Wachstumsraten. Wie im dritten Quartal war auch bezogen auf die ersten neun Monate die Wachstumsdynamik in den Emerging Markets mit Abstand am stärksten.

In den ersten neun Monaten 2013 hat die Merck-Gruppe ihr operatives Ergebnis (EBIT) mit 1.347 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt (Jan.-Sept. 2012: 652 Mio. €). Das EBITDA lag mit 2.343 Mio. € um 39% höher als im Vorjahr. Bereinigt um Sondereinflüsse stieg das EBITDA in den ersten neun Monaten 2013 um 13% auf 2.458 Mio. € bzw. auf 30,5% (27,1%) der Umsatzerlöse. Die deutliche Verbesserung der Profitabilität war auf den guten Geschäftsverlauf sowie auf Kostensenkungen durch die schnelle Umsetzung der Effizienzsteigerungsmaßnahmen zurückzuführen. Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg um 20% und erreichte damit einen Wert von 6,66 € (Jan.-Sept. 2012: 5,56 €).

Der Free Cash Flow der ersten neun Monate 2013 betrug 1.732 Mio. € und konnte damit das sehr hohe Vorjahresniveau (1.860 Mio. €) fast wieder erreichen. Zum 30. September 2013 beschäftigte Merck weltweit 37.976 Mitarbeiter, gegenüber 38.847 am 31. Dezember 2012.

Ausblick: Fortsetzung der positiven Entwicklung
Für den restlichen Jahresverlauf geht Merck von einer Fortsetzung der wichtigsten Trends der ersten drei Quartale aus. Merck erwartet auch im vierten Quartal negative Währungseffekte in ähnlicher Größenordnung wie im abgelaufenen Quartal.

Aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung im 3. Quartal erhöhte Merck seine Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen für das Gesamtjahr 2013 von ca. 3,1 Mrd. € bis 3,2 Mrd. € auf nunmehr ca. 3,2 Mrd. € bis 3,25 Mrd. € trotz negativer Währungseffekte. Der wesentliche Grund hierfür ist - neben dem moderaten organischen Umsatzwachstum - die schnellere Umsetzung der Sparmaßnahmen im Rahmen von „Fit für 2018".

Dabei bleiben die Ergebniserwartungen für Merck Serono und Merck Millipore unverändert, während sie für Consumer Health und Performance Materials angehoben wurden. In drei von vier Sparten geht Merck auch für das Gesamtjahr von einem organischen Umsatzwachstum aus, bei Performance Materials soll der Umsatz stabil bleiben.