News

Bayer macht Fortschritte mit Mittel gegen Lungenhochdruck

04.03.2013 -

Bayer hat weitere Fortschritte mit einem neuen Mittel gegen Lungenhochdruck erzielt. Der Leverkusener Konzern legte am Montag Zwischenergebnisse einer Langzeitstudie vor, nach denen seine Tablette Riociguat Patienten mit chronischem thromboembolischem Lungenhochdruck (CTEPH) hilft. Bei der CTEPH-Form der Erkrankung führen durch Blutgerinnsel verursachte Verstopfungen in den Lungengefäßen zu erhöhtem Druck in den Lungenarterien. Die genauen Ursachen der Krankheit sind unklar, sie kann häufig durch eine Operation behandelt werden. Laut Bayer gibt es derzeit noch keine zugelassenen Medikamente zur Behandlung von CTEPH.

Bayer zufolge wurde das Medikament insgesamt gut vertragen. Die häufigsten Nebenwirkungen seien Schwindel, Verdauungsstörungen und niedriger Blutdruck gewesen. Die Behandlung habe zudem die körperliche Leistungsfähigkeit der Patienten weiter verbessert.

Bei Menschen, die unter Lungenhochdruck leiden, ist die Sauerstoffaufnahme beeinträchtigt und das Herz wird überlastet. Dies kann unter anderem Kurzatmigkeit, Schwindelgefühl und Ohnmachtsanfälle auslösen. Neben einer deutlich eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit kann die Erkrankung auch zu Herzinsuffizienz bis hin zum Tod führen.

Die Studie (CHEST 2) ist eine Anschlussstudie zu einem zulassungsrelevanten Test. Sie soll die Ergebnisse der Zulassungsstudie bestätigen. Bayer hatte im Februar in Europa und in den USA die Zulassung des Mittels für zwei Formen des Lungenhochdrucks beantragt, darunter CTEPH. Bayer will auch die neuen Daten aus der Anschlussstudie den Zulassungsbehörden zur Verfügung stellen. Der Pharma- und Chemiekonzern traut der Tablette jährliche Spitzenumsätze von mehr als 500 Mio. € zu.

Auch wenn für CTEPH speziell noch keine zugelassenen Medikamente existieren, so gibt es doch für das gesamte Behandlungsfeld Lungenhochdruck einige Präparate. Das Mittel Tracleer der Schweizer Firma Actelion war bislang der Marktführer. Tracleer sieht sich aber mit zunehmender Konkurrenz durch das Medikament Letairis der US-Biotechfirma Gilead konfrontiert.