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Clariant erwartet Wachstum und verbesserte Profitabilität für 2024

Schweizer Chemiekonzern verzeichnete 2023 Umsatzrückgänge bei Care Chemicals und Adsorbents & Additives, aber Wachstum bei Catalysts

29.02.2024 - Clariant hat für das vierte Quartal 2023 einen Umsatz von 1,062 Mrd. CHF bekanntgegeben. Dies entspricht einem organischen Rückgang von 10% in Lokalwährung und einem Rückgang von 14% einschließlich Portfolioeffekten in Lokalwährung (20% in Schweizer Franken) gegenüber dem vierten Quartal 2022.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen die Preise um 4% und die Volumina um 6% zurück. Änderungen in den Portfolioeffekten hatten eine negative Nettoauswirkung von 4% aufgrund der Veräußerung des nordamerikanischen Landöl- und Quats-Geschäfts, die teilweise durch die Akquisition des US-amerikanischen Attapulgit-Geschäfts ausgeglichen wurde. Der Nettoeffekt der Hyperinflation in Argentinien und der Türkei betrug – 1%. Auf sequenzieller Basis stieg der Umsatz von Clariant in Q4 2023 um 4% in Lokalwährung im Vergleich zu Q3 2023. Die Volumina verbesserten sich auf Konzernebene organisch um 5%, was die leicht rückläufige Preisentwicklung kompensierte.

Der Umsatz von Care Chemicals sank um 17% in Lokalwährung (9% in Verbindung mit Portfolioeffekten) gegenüber Q4 2022. Die Umsätze bei Mining Solutions und Oil Services wuchsen organisch, gleichzeitig ging das saisonale Aviation-Geschäft aufgrund ungünstigerer Wetterbedingungen und niedrigerer formelbasierter Preise zurück. Der Umsatz bei Catalysts sank in Lokalwährung um 10% gegenüber der sehr starken Vergleichsbasis des letzten Jahres, während der Umsatz bei Specialties stabil blieb. Der Umsatz von Adsorbents & Additives sank um 11% in Lokalwährung. Grund hierfür waren die anhaltenden Herausforderungen in wichtigen Endmärkten für Additives.

Das EBITDA auf Konzernebene sank um 31% auf 106 Mio. CHF, die entsprechende Marge von 10,0% lag unter den 11,6%, die im vierten Quartal 2022 ausgewiesen worden waren. Die Entscheidung, die Sunliquid Bioethanolproduktion in Podari, Rumänien, zu schließen und die damit verbundenen Aktivitäten des Segments Biofuels & Derivatives in Deutschland (Straubing, Planegg und München) zu reduzieren, wirkte sich mit insgesamt 53 Mio. CHF negativ auf den Konzern aus. Die Restrukturierungskosten beliefen sich auf insgesamt 43 Mio. CHF. Geringere Volumina wirkten sich auch negativ auf die Produktionsauslastung in bestimmten Geschäftsfeldern aus. Allerdings adressierten Kosteneinsparungen in Höhe von etwa 14 Mio. CHF aus Performance-Programmen die Remanenzkosten durch veräußerte Geschäftsfelder und trugen positiv zum Ausgleich der Inflation bei. Die bereinigte Profitabilität, gemessen am EBITDA vor Einmaleffekten, sank im Vergleich zum Vorquartal um 4% auf 158 Mio. CHF, was einer bereinigten Marge von 14,9% entspricht, verglichen mit 15,3% im Vorjahr.

Gesamtjahr 2023 – Entwicklung des Konzerns
Im Gesamtjahr 2023 belief sich der Umsatz auf 4,377 Mrd. CHF, was einem organischen Rückgang von 7% in Lokalwährung1 entspricht und einem Rückgang von 10% einschließlich Portfolioeffekten in Lokalwährung (16% in Schweizer Franken). Die Preisgestaltung blieb im Jahresverlauf stabil, während Volumina um 7% zurückgingen. Änderungen in den Portfolioeffekten hatten eine negative Nettoauswirkung von 3%, wobei die Veräußerungen des nordamerikanischen Landöl- und Quats-Geschäfts durch die Akquisition des US-amerikanischen Attapulgit-Geschäfts teilweise ausgeglichen wurden. Hyperinflationsländer hatten eine Nettoauswirkung von – 1%.

Das EBITDA des Konzerns sank um 25% auf 607 Mio. CHF, da die Profitabilität durch geringere Volumina sowie operative Verluste und Kosten in Höhe von 103 Mio. CHF negativ beeinflusst wurde. Dies hing zusammen mit der Entscheidung, die Sunliquid Bioethanolproduktion in Podari, Rumänien, zu schließen und die damit verbundenen Aktivitäten des Segments Biofuels & Derivatives in Deutschland zu reduzieren. Weitere negative Faktoren waren die Marktwertanpassung der Beteiligung an der Heubach Group in Höhe von 11 Mio. CHF im ersten Quartal sowie Restrukturierungskosten in Höhe von 64 Mio. CHF. Die Veräußerung des Quats-Geschäfts in Care Chemicals trug einen Gewinn von 61 Mio. CHF bei, während die Preiseffekte insgesamt stagnierten. Die Rohstoffkosten gingen um 11% zurück und die Umsetzung der Programme zur Performance-Verbesserung führte zu zusätzlichen Kosteneinsparungen von 50 Millionen CHF im Gesamtjahr 2023. Insgesamt sank die EBITDA-Marge von 15,6% im Jahr 2022 auf 13,9%.

Das Konzern-EBIT für das Gesamtjahr 2023 erhöhte sich auf 282 Mio. CHF gegenüber 72 Mio. CHF im Vorjahr. Dies war das Ergebnis von Wertminderungen in Höhe von 89 Mio. CHF im Jahr 2023, hauptsächlich im Zusammenhang mit der Schließung von Sunliquid. Dem gegenüber stehen 462 Millionen CHF an Wertminderungen im Jahr 2022.

Im Gesamtjahr 2023 betrug das Nettoergebnis des Gesamtkonzerns 179 Mio. CHF gegenüber 116 Mio. CHF im Vorjahr. Das Ergebnis verbesserte sich aufgrund geringerer Wertminderungsaufwendungen und Steuern, während die nicht fortgeführten Aktivitäten ein negatives Ergebnis von 34 Mio. CHF im Zusammenhang mit einem Veräußerungsverlust aufwiesen.

„Im vierten Quartal 2023 konnten wir eine sequenzielle Umsatzverbesserung verzeichnen, während sich die Endmärkte stabilisierten. Die solide Performance im Quartal lag jedoch unter der starken Basis des Vorjahres, als Catalysts einen Rekordumsatz erzielte. Mit dem bevorstehenden Abschluss der Übernahme von Lucas Meyer Cosmetics und unserer Entscheidung, den Betrieb der Sunliquid-Anlage einzustellen, haben wir das Unternehmen für ein stärkeres Wachstum und eine verbesserte Profitabilität positioniert und einen weiteren Schritt im Rahmen unserer Purpose-geleiteten Wachstumsstrategie gemacht“, sagte Conrad Keijzer, Chief Executive Officer von Clariant.

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