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Neue Medikamente beflügeln Bayer

31.10.2014 -

Neue Medikamente und eine kräftige Nachfrage im Pflanzenschutzgeschäft sorgen bei Bayer für Zuversicht. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern hob nach einem Gewinnanstieg im dritten Quartal seine Jahresprognose an. Für zusätzliche Einnahmen sorgt die 10,4 Mrd. EUR teure Übernahme des Verbraucherprodukte-Geschäfts des US-Konzerns Merck & Co, die Bayer nun unter Dach und Fach gebracht hat. "Wir wollen unser Geschäft auch in Zukunft sowohl durch organisches Wachstum als auch durch ergänzende Akquisitionen ausbauen," sagte Vorstandschef Marijn Dekkers. Der Bayer-Chef will den Konzern neu ausrichten und sich von dem zyklischen Plastikgeschäft trennen. Dabei machte er nochmals deutlich, dass die Sparte bis Mitte 2016 an die Börse gebracht werden soll.

Im Gesamtjahr erwartet Dekkers nun einen Konzernumsatz von 42 Mrd. EUR statt wie bisher 41 Mrd. EUR. Der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) solle sich um einen mittleren einstelligen Prozentsatz erhöhen. Bisher wurde ein prozentual niedriges bis mittleres einstelliges Plus angestrebt. Der Aspirin-Hersteller geht davon aus, dass 2014 die Währungsbelastungen beim Ergebnis weniger stark ins Kontor schlagen, als ursprünglich befürchtet. Das Merck & Co-Geschäft soll nun im vierten Quartal bereits 300 bis 350 Mio. EUR Umsatz und einen bereinigten operativen Gewinn von 70 Mio. EUR beitragen. Bayer steigt mit dem Zukauf zur weltweiten Nummer Zwei in dem Geschäft auf, nach dem geplanten Joint Venture von GlaxoSmithKline und Novartis.

Von Juli bis September kletterte der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (EBITDA) um 1,4% auf 2,01 Mrd. EUR. Der Überschuss stieg um 12,7% auf 826 Mio. EUR. Bayer setzte im dritten Quartal 10,19 Mrd. EUR um - ein Plus von 5,6%. "Kräftige Umsatzzuwächse haben wir mit unseren neueren Pharma-Produkten sowie im CropScience-Geschäft in Nord- und Lateinamerika erzielt", erklärte Dekkers.

Umsatzschub mit neuen Arzneien
In der Gesundheitssparte HealthCare kurbelten vor allem fünf neue Arzneien das Geschäft an: Das Thrombosemittel Xarelto, das Augenmittel Eylea, die Krebsmedikamente Stivarga und Xofigo sowie das Lungenhochdruckmittel Adempas. Im dritten Quartal steuerten sie einen Umsatz von 750 Mio. EUR bei - ein Zuwachs von 84%. Xarelto gilt dabei als das umsatzstärkste Präparat der Gruppe. Der Marktstart neuer Medikamente ist aber auch mit hohen Kosten wie für Werbung verbunden. Daher lag der bereinigte operative Gewinn der Gesundheitssparte mit 1,40 Mrd. EUR nur auf Vorjahresniveau.

Im Agrarchemiegeschäft (CropScience) kletterte dagegen der bereinigte operative Gewinn um 24,1% auf 278 Mio. EUR. Besonders die Geschäfte mit Mitteln gegen Schadpilze und Unkraut sowie mit Baumwollsaatgut liefen gut. Im Kunststoff-Bereich MaterialScience ging die das Ergebnis jedoch um 3,5% auf 334 Mio. EUR zurück. Bayer kämpft im Plastik-Geschäft mit starker Konkurrenz - entsprechend sanken die Preise. Der Konzern will sich von der Sparte trennen und künftig ganz auf seine Geschäfte mit Arzneiprodukten, Tiermedizin und Agrochemie konzentrieren. Diese werfen höhere Renditen ab und sind zudem nicht so von den Aufs und Abs der Konjunktur abhängig.

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