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Wacker: Neue Zentrale für den Wachstumsmarkt China

20.12.2012 -

Die Wacker Chemie hat Ende 2012 in Shanghai ihre neue Unternehmenszentrale für die Region Greater China (China und Taiwan) offiziell eröffnet. Das neue Shanghai Center mit einer Fläche von etwa 10.000 m2 umfasst neben den Büros für Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungsfunktionen auch zahlreiche Labors für Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik. Ausgestattet mit modernsten Geräten passen Experten von Wacker Silicon- und Polymerprodukte an die spezifischen Anforderungen ihrer chinesischen Kunden an. Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten reicht von Bauanwendungen - beispielsweise Trockenmörtel und Wärmedämmverbundsysteme - über Farben und Beschichtungen bis hin zu Produkten für die Automobil-, Kosmetik- und Textilindustrie. Der Münchner Chemiekonzern will mit den neuen Forschungs- und Testlabors in Zusammenarbeit mit seinen Kunden seine Marktposition in China als Technologieführer für hochwertige Silicon- und Polymerprodukte weiter ausbauen.
Vorstandschef Rudolf Staudigl betonte die strategische Bedeutung, die China als Wachstumsmarkt für den Konzern besitzt: „Die Region Greater China hat sich zu unserem wichtigsten Einzelmarkt entwickelt. China ist der größte Chemiemarkt der Welt. Wir erwarten, dass die Nachfrage unserer chinesischen Kunden nach hochwertigen Chemieprodukten in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird." das Unternehmen hatte in China und Taiwan im Jahr 2011 mit rund 900 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,03 Mrd. €. Das ist etwa ein Fünftel des Konzernumsatzes.
Mit Blick auf die laufenden Untersuchungen in den USA, Europa und China zur Einführung von Straf- und Schutzzöllen für Solarprodukte bekräftigte Staudigl seine Ablehnung von Handelsschranken. „Wir haben uns frühzeitig gegen protektionistische Maßnahmen jedweder Art ausgesprochen, weil es bei einem Handelskrieg nur Verlierer geben wird", sagte er. „Der globale Siegeszug der Photovoltaik ist die Folge günstiger Preise. Wenn Geld für Strafzölle ausgegeben werden muss, fehlt es für Forschung und Innovationen. Die Photovoltaik würde damit künstlich verteuert und das würde die weltweite Energiewende bremsen. Wacker wird sich weiter nach Kräften dafür einsetzen, dass bestehende Differenzen auf dem Verhandlungsweg ausgeräumt werden, so wie es die deutsche Bundeskanzlerin in Peking kürzlich vorgetragen hat."
Wacker ist bereits seit 20 Jahren mit einer eigenen Niederlassung in Greater China vertreten und hat in den letzten Jahren seine Aktivitäten in der Region stark ausgebaut. Bislang summieren sich die Investitionen des Unternehmens in China auf rund 400 Mio. €. In den kommenden vier Jahren wird das Gesamtinvestitionsvolumen voraussichtlich auf über 600 Mio. € steigen. Der Chemiekonzern verfügt in China über acht Vertriebsbüros in den wichtigsten Wirtschaftsregionen des Landes, über zwei technische Zentren sowie über vier Produktionsstandorte. An den Standorten Zhangjiagang und Nanjing werden Silicone, Dispersionen und Dispersionspulver hergestellt. Die Anlagen sind die größten ihrer Art in China. Um die stark wachsende Nachfrage seiner Kunden zu bedienen, verdoppelt das Unternehmen gegenwärtig in Nanjing seine Produktionskapazitäten für Dispersionen auf 120.000 t/a. Die zusätzlichen Mengen sollen vorrangig für Farben, Beschichtungen und Klebstoffe eingesetzt werden. Darüber hinaus wurde im Werk Nanjing eine neue Anlage zur Herstellung von Polyvinylacetat-Festharzen mit einer Jahreskapazität von 20.000 t errichtet. Beide Anlagen sollen bereits 2013 in Betrieb gehen.

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