Standorte & Services

Industriepark Heinsberg bietet gute Voraussetzungen für Betriebe, die viel Energie und Wasser benötigen

Die Wassersysteme von Standortbetreiber Veolia bieten eine kostengünstige Alternative

23.03.2022 - Große Flächen und durchdachte, gewachsene Infrastrukturen - Industrieparks sind gelungene Mikrokosmen. In Heinsberg hat sich eine Vielzahl von Industriebetrieben und Dienstleistern angesiedelt.

Große Flächen und durchdachte, gewachsene Infrastrukturen – Industrieparks sind gelungene Mikrokosmen. In Heinsberg hat sich eine Vielzahl von Industriebetrieben und Dienstleistern angesiedelt. So hat sich der Konzern Teijin Carbon Europe, ein führendes Unternehmen für Carbonfaserprodukte und Verbundwerkstoffe, angesiedelt – welcher gleichzeitig auch der einzige in Deutschland produzierende Carbonfaserhersteller ist.

Als ein 20.000 Mitarbeiter starkes Großunternehmen bietet die Teijin Gruppe innovative Lösungen für Luft- und Raumfahrt, Automobile, Industrie, Energie und Elektronik an. Der Standortbetreiber als Lieferant von Energie, Wasser und Entsorgungsdienstleistungen legt großen Wert auf die Kernwerte in den Bereichen Umwelt und Arbeitsschutz, die der chemischen Industrie seit Jahrzehnten wichtig sind. „Dies ist für uns ein wesentlicher Bestandteil einer vertrauensvollen Zusammenarbeit”, bekennt Jörg Friedrich, CTO der Teijin Carbon Europe.

Den Standortvorteil nutzen

Die neueste Ansiedlung auf dem Industrieparkgelände ist der Bau einer neuen Regenerier- und Recyclingstation zur mobilen Wasseraufbereitung durch Mobile Water Services. In dieser neuen Station werden Ionenaustauscherharze zur Wiederverwendung in den Anlagen regeneriert.

Dank seiner strategisch guten Lage unterstützt das neue Werk Kunden in Europa – so in ganz Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Nordfrankreich. Auch weitere angrenzende Länder sind von hier aus erreichbar. Die Wassersysteme von Veolia bieten eine kostengünstige Alternative zu ortsfesten Anlagen bei einer Vielzahl von industriellen Anwendungen und Umständen – sei es in einer Notsituation oder für eine Inbetriebnahme, Sanierung und bei Wartungsarbeiten.

Der zeitlich flexible Einsatz dieses Service reicht von wenigen Tagen bis zu mehrjährigen Einsätzen. Vorinstalliert sind diese mobilen Wassersysteme auf einem ganzen Container, einer Montageplattform oder einem Auflieger. Damit ergänzt der Industriepark Heinsberg sein Angebot an nachhaltiger Infrastruktur um einen wichtigen Baustein.

Die bessere Lösung

Die am Standort ansässigen Firmen haben die Vorteile des Industrieparks erkannt, meint Stefan Langer, Geschäftsführer der Veolia Industriepark Deutschland. „Wir haben sehr gute Voraussetzungen für Betriebe, die viel Energie und Wasser benötigen – nicht ungewöhnlich für einen Industriepark. Aber wir punkten mit eigenen Wassergewinnungsanlagen und entsprechenden Wasserrechten, einer eigenen Kläranlage mit freien Kapazitäten sowie einem effizientem Energiemanagement-Programm. Dies sind unsere Pluspunkte.” Selbstverständlich seien die Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9.001 (Qualitätsmanagement), 14.001 (Umweltmanagement), 45.001 (Arbeitsschutzmanagement) und 50.001 ff (Energiemanagement) vorhanden, ergänzt Langer.

Wertvolle Ressource: Energiemanagement als Erfolgsfaktor

Insbesondere energieintensiv produzierende Firmen profitieren von EnEffCo, einem innovativen Energieeffizienzprogramm. Abseits des Kerngeschäftes fehlt es häufig an Know-how und Zeit für die Konzeption sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Mittels EnEffCo können in Heinsberg mehr als 700 definierte Messpunkte (Strom, Gas, Energiemedien, Wasserförderung, Abwasserreinigung u.a.) überwacht werden. Innerhalb kürzester Zeit werden so substanzielle Einsparungen durch Monitoring, Auswertung, Analyse und optimierte Regelung realisiert – was am Markt einen Wettbewerbsvorteil bedeuten kann.

Zudem wird der Service des monatlich individualisierten Reportings angeboten, in den zusätzliche Messpunkte einbezogen werden können. Fortlaufend werden die Betriebe über ihren Medienverbrauch informiert, so dass es möglich ist, abweichende Verbräuche zu identifizieren und so leichter zu optimieren. Mithilfe dieser verbesserten Transparenz gelangt das Unternehmen schnell zu mehr Energieeffizienz.

 

Synergien nutzen. Prozesse optimieren

Nicht vermeidbare industrielle Abwärme, die sonst ungenutzt entweicht, wird umgewandelt und wiederverwertet – und für die Wärmeversorgung in das Fernwärmenetz des Industrieparks eingespeist. Dieses gemeinschaftliche Zukunftsprojekt der Teijin Carbon Europe und Veolia wurde beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zur Förderung eingereicht und hat im Rahmen des Wettbewerbs Energieeffizienz einen Finanzierungszuschuss erhalten. Mittlerweile ist die Abwärmenutzung umgesetzt und hat sich bewährt: „Mit dieser Maßnahme sparen wir rund 1.600 CO2 t/a ein. Dadurch liegt unser Primärenergiefaktor im Wärmenetz bei 0,5 – was gut für den CO2-reduzierten Fußabdruck ist und damit auch den bei uns ansässigen Unternehmen zugutekommt”, erklärt Langer.

Einmalig in Deutschland: Cluster Carbonfaserverbundwerkstoffe

Als Hightech-Werkstoff der Zukunft geltend, kommt die Kohlenstofffaser in vielen Industriebereichen zum Einsatz. Leichtgewichtig, stark belastbar, extrem flexibel und korrosionsfrei – diese Eigenschaften machen das Material der Zukunft (Windkraftanlagen, Flugzeug- und Yachtbau, Rennsport) aus. Durch das gebündelte Wissen aus der Produktion der Faser und deren Weiterverarbeitung ist am Standort Heinsberg ein Cluster Carbonfaserverbundwerkstoffe entstanden.

Die Teijin Carbon betreibt hier nicht nur eines der größten Werke zur Carbonfaserherstellung in Europa, sondern investiert auch in die Vorwärtsintegration: das Unternehmen hat im Jahr 2009 die vierte Carbonfaserproduktionslinie in Heinsberg in Betrieb genommen – und investiert seitdem in die Entwicklung und Fertigung von Halbzeugen aus Carbonfasern. So entstanden in den letzten Jahren zwei Fertigungslinien für thermoplastische Tapes und im Jahr 2021 wurde mit der Fertigung von multiaxialen Gelegen begonnen. Diese innovativen Produkte werden bspw. in der Luftfahrtindustrie eingesetzt.

Auch das Unternehmen CMP stellt am Standort Faserverbundstoffe aus Carbonfasern her. Als Experte für die Veredelung von Kohlenstofffasern nahm CMP im Jahr 2018 in Heinsberg die größte Produktionsmaschine ihrer Art weltweit in Betrieb. Kürzlich hinzugekommen ist das Unternehmen Mitsu­bishi Chemicals Advanced Materials, ebenfalls spezialisiert auf die Weiterverarbeitung von Carbonfasern, das aktuell in diesem Jahr, 2022, seine neue Produktionsstätte in Betrieb nimmt.

Vier Hektar ungenutzte Freifläche

Im Kerngebiet des IP Heinsberg sind mit den Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen die Flächen vollständig saniert worden. Eine Fläche von 4 ha ist im Hinblick auf die Medienver- und -entsorgung voll erschlossen und steht zum Verkauf.

Hier ist ein Gleisanschluss vorhanden, die Zufahrt kann vom Industriepark als auch vom öffentlichen Kreisverkehr erfolgen. Seit 120 Jahren existiert hier der Chemiestandort, an dem am Ende des Tages die produzierende Industrie das Wichtige ist. Wir setzen uns dafür ein, dass dies so bleibt – und konsequenterweise wurde 2021 die zwischenzeitlich eingeführte Bezeichnung BizzPark Oberbruch in den von Veolia betriebenen Industriepark Heinsberg-Oberbruch umbenannt.

Neben der voll erschlossenen Infrastruktur besteht eine verkehrstechnisch gute Anbindung: Im Rheinland zwischen Köln/Niederrhein, strategisch gut in der Nähe zu den Nachbarländern Niederlande und Belgien gelegen, dicht an den nahegelegenen Flughäfen Düsseldorf (70 km) und Maastricht/Aachen sowie in der Nähe des Rotterdamer und Antwerpener Hafens (< 200 km).

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