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Lanxess mit gutem 2. Quartal 2022 trotz herausforderndem Umfeld

09.08.2022 - In einem herausfordernden Umfeld mit gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten sowie schwierigen Logistikbedingungen hat Lanxess sein Ergebnis erneut gesteigert: Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag im zweiten Quartal 2022 mit 253 Mio. EUR um 14,5% über dem des Vorjahresquartals von 221 Mio. EUR.

Starke Zuwächse erzielten die Segmente Specialty Additives und Consumer Protection. Die Geschäfte mit verbrauchernahen Schutzprodukten profitierten dabei deutlich vom Beitrag des neuen Geschäftsbereichs Flavors & Fragrances. Dieser umfasst die Spezialchemikalien für den Konsumgüterbereich des 2021 erworbenen US-Unternehmens Emerald Kalama Chemical.

Die stark gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten konnte Lanxess auch im zweiten Quartal über deutlich höhere Verkaufspreise an den Markt weiterreichen. Auch die Veränderung der Wechselkurse hatte einen positiven Einfluss auf die Ergebnisentwicklung aller Segmente. Die weiterhin schwierige Logistiksituation verbunden mit höheren Frachtkosten führte zu geringeren Absatzmengen und verhinderte einen weiteren Ergebnisanstieg. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Konzerns lag bei 12,7% nach 15,0% im Vorjahresquartal.

„Trotz schwierigem Fahrwasser sind wir weiter voll auf Kurs. Die guten Ergebnisse des zweiten Quartals zeigen, dass unsere strategische Weiterentwicklung Früchte trägt. Mit der Akquisition von Emerald Kalama Chemical haben wir den Bereich Consumer Protection deutlich gestärkt und sind noch stabiler geworden“, sagte Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert. „Im zweiten Halbjahr wird der Wind in der Weltwirtschaft sicher noch rauer wehen, doch dafür sind wir gewappnet.“

Mit 36,1% lag der Konzernumsatz von 1,999 Mrd. EUR deutlich über dem Wert des Vorjahresquartals von 1,469 Mrd. EUR. Vor allem die höheren Verkaufspreise haben sich positiv ausgewirkt. Das Konzernergebnis aus dem fortzuführenden Geschäft betrug im zweiten Quartal 48 Mio. EUR und lag damit leicht über dem Vorjahreswert von 47 Mio. EUR.

Nach der Ankündigung des Konzerns vom Mai 2022, den Geschäftsbereich High Performance Materials (HPM) in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Private-Equity-Investor Advent International einzubringen, wird der Bereich rückwirkend zum 1. Januar 2022 als „nicht fortgeführtes Geschäft“ ausgewiesen. Umsatz und operatives Ergebnis – sowie die entsprechenden Vorjahreswerte – wurden angepasst.

Für das Gesamtjahr 2022 hat der Konzern seine Prognose eines deutlichen Wachstums bestätigt und präzisiert: Lanxess geht von einem EBITDA von Sondereinflüssen von 900 Mio. bis 1 Mrd. EUR aus. Im Vergleich zum angepassten Vorjahresniveau von rund 800 Mio. EUR entspräche das einer Steigerung um bis zu 25%.

Strategische Entwicklung vorangetrieben
Mit dem geplanten Joint Venture mit Advent International hat das Unternehmen seine strategische Entwicklung weiter vorangetrieben. In das Gemeinschaftsunternehmen für technische Hochleistungs-Polymere soll neben dem Geschäftsbereich HPM auch das DSM Engineering-Materials-Geschäft (DEM) vom niederländischen Konzern Royal DSM einfließen. Lanxess erhält nach dem für das 1. Halbjahr 2023 erwarteten Abschluss der Transaktion eine Zahlung von mindestens 1,1 Mrd. EUR sowie einen Anteil von bis zu 40% am künftigen Joint Venture.

Indes stärkt Lanxess das Segment Consumer Protection weiter: Zum 1. Juli 2022 hat das Unternehmen die Übernahme des Geschäftsbereichs Microbial Control des US-amerikanischen Konzerns International Flavors & Fragrances Inc. (IFF) abgeschlossen. Damit steigt man zu einem der weltweit größten Anbieter von antimikrobiellen Schutzprodukten auf.

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