Umweltministerin Höfken weiht Blockheizkraftwerk beim Chemiespezialisten Budenheim ein

  • Von links: Umweltministerin Ulrike Höfken, Geschäftsführerin der IHK für Rheinhessen Dr. Ingrid Vollmer, Sprecher der Geschäftsführung bei Budenheim Dr. Harald Schaub, Projektingenieur bei Budenheim Christoph StumppVon links: Umweltministerin Ulrike Höfken, Geschäftsführerin der IHK für Rheinhessen Dr. Ingrid Vollmer, Sprecher der Geschäftsführung bei Budenheim Dr. Harald Schaub, Projektingenieur bei Budenheim Christoph Stumpp

In kaum einem anderen Staat wird für Strom so viel Geld aufgewendet wie in Deutschland. Allein im Vergleich mit unserem europäischen Nachbarn Frankreich zahlen deutsche Unternehmen rund 20 bis 30% mehr. Der scharfe internationale Wettbewerb um Produktionsstandorte ist auch vom Strompreis abhängig. Ferner stellt die EEG-Umlage stromintensive Unternehmen vor Herausforderungen.

Der Chemiespezialist Budenheim hat mit dem Bau eines Blockheizkraftwerks (BHKW) am Standort in Deutschland einen Weg gefunden, den Einfluss des Strompreises auf die Produktionskosten besser zu steuern. Auch bei hohen Erstinvestitionen setzt Budenheim dauerhaft auf nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit unserer Umwelt.

Nach einjähriger Bauphase weihte die rheinland-pfälzische Umwelt- und Energieministerin Frau Ulrike Höfken am 22. März 2017 das BHKW ein. Mit nur einem Klick startet sich der 25 t schwere Motor des Kraftwerks via Smartphone-App. „Budenheim ist ein Beispiel dafür, wie die chemische Industrie die Ziele der Energiewende unterstützt. Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen wie dieses BHKW können flexibel Strom und Wärme erzeugen und so hocheffizient Energie bereitstellen. Das Unternehmen zeigt, dass Klimaschutz und Industrie Hand in Hand gehen und bekennt sich als internationaler Chemiespezialist zum Standort Rheinland-Pfalz“, erklärt Höfken.

Das Unternehmen verbraucht mit dem BHKW zwar nicht weniger Energie, doch nutzt es diese effizienter. „Wir erreichen eine Energieausbeute bis zu achtzig Prozent, was im Vergleich zum Wirkungsgrad eines üblichen Kraftwerks mit nur etwa dreiundvierzig Prozent beachtlich ist.“, so Dr. Harald Schaub, Sprecher der Geschäftsführung bei Budenheim. Dadurch dass die Abwärme des BHKWs zum Heizen von Bürogebäuden und Teilen der Produktion verwendet wird, erreicht Budenheim diese hohe Effizienz. „Wir sind stolz mit dem BHKW ein wirklich langfristiges Umweltprojekt erfolgreich umgesetzt zu haben. Trotz der damaligen Annahme, dass sich das BHKW für Budenheim bestenfalls in knapp 7 Jahren rechnen wird, haben wir uns für den Bau entschieden.“

„Das BHKW von Budenheim ist ein gutes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, nachhaltig ökonomische Entscheidungen zu treffen und wir setzen darauf, dass auch andere Unternehmen in Rheinland-Pfalz den Mut haben, Energieeffizienz weiter voranzutreiben.“, sagt Höfken.

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