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Stark steigende Anforderungen an den Distributeur

18.07.2013 -

Stark steigende Anforderungen an den Distributeur – CHEManager: Wie beurteilen Sie die gegenwärtige wirtschaftliche Situation der Branche und/ oder Ihres Unternehmens?


G. Henke: 2007 war ein sehr erfolgreiches Jahr, sowohl für die Branche als auch für NRC, wir können auf ein sehr erfreuliches Wachstum zurückblicken!

Und auch in 2008 sind wir sehr gut gestartet, wir erwarten für das laufende Jahr ebenfalls eine positive Entwicklung, auch wenn der Aufschwung sicherlich an Dynamik verlieren wird.




Welches sind die vorrangigen Themen, mit denen sich Ihr Unternehmen zurzeit beschäftigt?

G. Henke:
Eines der wichtigsten Themen für die Branche und damit auch für uns ist derzeit ohne Frage Reach. Aber auch die steigenden Kosten für Rohstoffe und Energie, die Entwicklung von Wechselkursen und die damit verbundenen Auswirkungen auf unser tägliches Geschäft werden von uns beobachtet.

Zudem geht die Konzentration in der chemischen Industrie bei Lieferanten und Kunden weiter, was eine permanente Anpassung erforderlich macht. Wir im Distributionsgeschäft sind allerdings an kontinuierliche Veränderungen gewöhnt und können uns daher gut anpassen.

Speziell für NRC spielen auch Themen wie die Konsolidierung unserer Geschäfte in CEE, die Identifizierung neuer Geschäftsfelder und, damit verbunden, die Suche nach neuen Produkten und Konzepten, aber auch der Ausbau bestehender Lieferantenbeziehungen eine wichtige Rolle.

Insgesamt stellen wir ein stark erhöhtes Tempo fest, die verschiedenen Geschäfts-Zyklen werden immer kürzer - aber genau aus diesen Herausforderungen ergeben sich natürlich auch die Chancen, die wir suchen.




Thema REACH: Wie sehen Sie die neuen Verordnungen nach dem ersten Jahr? Welche Auswirkungen - positive wie negative - hat REACH für Distributeure?

G. Henke:
Zuallererst bemerken wir nach wie vor einen enormen Aufklärungsbedarf zu Reach bei Lieferanten, aber auch Kunden, insbesondere natürlich bei unseren Partnern in den USA und Asien.

Unsere eigene Infobroschüre zum Thema Reach, die allen Partnern kostenlos zur Verfügung steht, fand einen beeindruckenden Absatz. Da haben wir gemeinsam noch einige „Hausaufgaben" zu erledigen.

Wir bei NRC haben uns rechtzeitig mit den Anforderungen befasst, klären unsere Lieferanten auf und begleiten sie in diesem Prozess. Wir sehen daher gute Chancen, durch den professionellen Umgang mit Reach bestehende Lieferantenund Kundenverbindungen zu festigen und neue Lieferanten zu gewinnen.

Dennoch besteht natürlich die Gefahr, etablierte Produkte aus dem Portofolio zu verlieren. Das Motto des FECC-Kongresses 2008 lautet „Partnership for Success."

 

 

Welche Rolle spielen Partnerschaften - mit Ihren Lieferanten, Kunden oder auch anderen Distributeuren - für Ihr Unternehmen?

G. Henke:
Langfristige, dauerhafte Beziehungen sind die essenzielle Basis für Erfolg in der Distribution. Das bezieht sich bei NRC sowohl auf die Lieferanten und Kunden als auch auf die Mitarbeiter.

Und genau diese langfristigen Beziehungen zeichnen NRC auch aus: 30 Jahre Zusammenarbeit und mehr sind hier keine Seltenheit.




Erkennen Sie generelle Trends, die die Chemiedistributionsbranche in den nächsten Jahren prägen werden?

G. Henke:
Grundsätzlich sehen wir stark steigende Anforderungen an die Distributionsleistung. Die gesetzlichen Anforderungen, zusätzlich zu Reach, steigen weiterhin, die Spezialisierung in fast allen Industriebereichen nimmt zu.

Damit verbunden benötigen wir tiefer gehendes Know-how spezialisierterer Mitarbeiter, die sich auf die Anforderungen und den kontinuierlichen Wandel in der Branche einstellen können und sich das alles zunutze machen.

Das heißt, generell nimmt unsere Beratungsleistung weiter zu. Wir müssen intensiv Wissenstransfer an Kunden aber auch an Lieferanten leisten. NRC hat einen klaren Fokus auf Spezialitäten, daher ist das richtige Wissensmanagement essenziell für ein Wachstum.

Die steigenden Anforderungen an die Logistik sind ebenfalls von großer Bedeutung. NRC ist hier gut aufgestellt, um die richtigen Mengen schnell am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen. Dabei können wir auch auf viele individuelle Kundenwünsche eingehen.




Wagen Sie einen Ausblick auf die Entwicklung Ihrer Hauptabnehmermärkte in den nächsten Monaten und die Faktoren, die sie beeinflussen werden?

G. Henke:
Wie schon gesagt, werden vor allem Themen wie Reach, aber auch die weiteren Merger & Acquisitions in der chemischen Industrie, sowohl auf Seite unserer Lieferanten als auch unserer Kunden uns weiter beschäftigen.

Zudem sind Themen wie die wirtschaftliche Situation in den USA und die damit verbundene Exportentwicklung, das Wachstum in China oder in Entwicklungsländern beeinflussende Faktoren.

Nicht zu vergessen sind Risiken und Herausforderungen, die sich durch die Entwicklung bei den Rohstoffen bezüglich Verfügbarkeit, Preis oder Transport ergeben, die derzeit ja bereits in der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit angekommen sind.

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