BASF: Steamcracker in Ludwigshafen nehmen Betrieb wieder auf

Weitere Details zum Unglück werden bei einer Pressekonferenz am 27. Oktober erwartet

  • Die beiden Steamcracker zählen zu den größten Produktionsanlagen der BASF in Ludwigshafen und bilden das Herzstück des Werks. Hier entstehen eine ganze Reihe wichtiger chemischer Grundbausteine für die Produktion am Standort.Die beiden Steamcracker zählen zu den größten Produktionsanlagen der BASF in Ludwigshafen und bilden das Herzstück des Werks. Hier entstehen eine ganze Reihe wichtiger chemischer Grundbausteine für die Produktion am Standort.

Nach intensiver Prüfung der Sicherheitslage und in enger Abstimmung mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd werden die beiden Steamcracker der BASF in Ludwigshafen, die infolge des Brandes im Landeshafen Nord am 17. Oktober 2016 heruntergefahren worden waren, in den kommenden Tagen schrittweise ihren Betrieb wieder aufnehmen. Beide Steamcracker waren nach der Explosion und dem verheerenden Brand am 17. Oktober 2016 heruntergefahren worden, da die Versorgung mit Rohstoffen unterbrochen war. Infolgedessen wurden weitere Verbundbetriebe der Ethylen- und Propylenwertschöpfungsketten abgestellt beziehungsweise auf Teillast reduziert. Insgesamt sind infolge des Brandes derzeit noch 24 Anlagen vollständig heruntergefahren, darunter die beiden Steamcracker. Einige Abnehmerbetriebe konnten durch die Nutzung von Vorräten den Betrieb aufrechterhalten.

BASF stellt derzeit eine alternative Naphtha-Versorgung für die Steamcracker über den Hafen auf der Friesenheimer Insel her. Diese Versorgung ist von der Schadensstelle entkoppelt. Durch das Wiederanfahren der Cracker werden auch die weiteren betroffenen Anlagen in den kommenden Tagen schrittweise wieder anfahren beziehungsweise die Auslastung erhöhen.

Beim Brand wurden auch verschiedene Rohrleitungen für zugekaufte Rohstoffe beschädigt. Daher hat der Konzern Force Majeure-Erklärungen für die Abnahme von Naphtha, Ethylen und Propylen herausgegeben.Aktuell werden verschiedene Maßnahmen geprüft, um den Einfluss auf Kundenlieferungen so gering wie möglich zu halten.

Der Landeshafen Nord ist bis auf weiteres außer Betrieb. Der Stromhafen, der Hafen auf der Friesenheimer Insel und das Tanklager sind funktionsfähig. Im Hafen auf der Friesenheimer Insel können Flüssigkeiten umgeschlagen werden, im Stromhafen Flüssigkeiten und Feststoffe. Tor 15 ist derzeit gesperrt. Lkw, die am Werk ankommen, sind aufgefordert, zum Parkplatz an der Kläranlage zu fahren. Dort erhalten sie weitere Anweisungen und werden dann zur Abfertigung an die Tore 12, 11 und 6 weitergeleitet.

Das Kombi-Verkehrsterminal ist aktuell aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Anlage ist nicht beschädigt und kann nach Freigabe wieder genutzt werden.

Die Bahnanlagen sind durch den Unfall ebenfalls nicht beschädigt. Der Zugverkehr auf dem Werksgelände findet statt. Der ein- und ausgehende Verkehr wird derzeit über die Südausfahrt abgewickelt, da die Nordausfahrt aus Sicherheitsgründen noch gesperrt ist. Der Personenverkehr zwischen dem Hauptbahnhof Ludwigshafen und dem Werksgelände findet statt.

Auf dem Werksgelände des Chemiekonzerns in Ludwigshafen war es am 17. Oktober zu einer Explosion mit mehreren Folgebränden gekommen. Dabei starben nach Unternehmensangaben zwei Menschen, sechs weitere wurden schwer verletzt. Außerdem haben weitere Personen leichte Verletzungen davongetragen. Am Donnerstag, den 27. Oktober will BASF auf einer Pressekonferenz weitere Details der laufenden Untersuchungen zur Unglücksursache bekanntgeben.

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