Chemieumsatz in Hessen legt im 1. Halbjahr 2018 um 4,2 % zu

Chemieverbände Hessen: Risiken werden gute konjunkturelle Lage eintrüben, Aufruf zur Landtagswahl am 28. Oktober

  • HessenChemie-Hauptgeschäftsführer Dirk Meyer (links) forderte mit Blick auf die hessische Landtagswahl am 28. Oktober die Wählerinnen und Wähler auf, „ihr Wahlrecht zu nutzen, um damit zu einer hohen Wahlbeteiligung und zu stabilen Mehrheiten beizutragen“.HessenChemie-Hauptgeschäftsführer Dirk Meyer (links) forderte mit Blick auf die hessische Landtagswahl am 28. Oktober die Wählerinnen und Wähler auf, „ihr Wahlrecht zu nutzen, um damit zu einer hohen Wahlbeteiligung und zu stabilen Mehrheiten beizutragen“.

Im Rahmen der heutigen Herbstpressekonferenz der Chemieverbände Hessen in Frankfurt stellte Heinz-Walter Große (B. Braun Melsungen), Vorstandsvorsitzender von Hessenchemie, aktuelle Branchenzahlen vor. Demnach geht die hessische Chemie- und Pharmaindustrie nach einem belebten 1. Halbjahr von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung für 2018 aus. Während für das aktuelle Jahr eine zufriedenstellende Bilanz zu erwarten ist, haben sich die Risiken mit Blick auf 2019 hingegen erhöht. Insgesamt konnte die chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen in der ersten Jahreshälfte 2018 laut amtlicher Statistik knapp 13,6 Mrd. EUR umsetzen.

Die hessische Chemie- und Pharmaindustrie geht nach einem belebten 1. Halbjahr von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung für 2018 aus. Während für das aktuelle Jahr eine zufriedenstellende Bilanz zu erwarten ist, haben sich die Risiken mit Blick auf 2019 hingegen erhöht. Der Vorstandsvorsitzende des Arbeitgeberverbandes Hessenchemie, Heinz-Walter Große, stellte im Rahmen der Herbstpressekonferenz der Chemieverbände Hessen aktuelle Branchenzahlen vor.

Insgesamt konnte die chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen in der ersten Jahreshälfte 2018 laut amtlicher Statistik knapp 13,6 Mrd. EUR umsetzen. Dies bedeutet eine Umsatzsteigerung von 4,2%, die im Wesentlichen auf eine Ausweitung der Produktion zurückzuführen ist. Das Inlandsgeschäft stieg auf 4,4 Mrd. EUR und das Auslandsgeschäft auf 9,2 Mrd. EUR. Die positive Entwicklung schlägt sich auch bei den Beschäftigtenzahlen nieder. Im 1. Halbjahr 2018 waren durchschnittlich 58.438 Menschen in der Branche tätig. Das sind 1,9% mehr als im Jahr zuvor.

Der Gesamtumsatz der klassischen Chemieindustrie lag im 1. Halbjahr bei 7,6 Mrd. EUR. Das Plus von 3,7% wurde ausschließlich auf den Auslandsmärkten erzielt, wogegen das Inlandsgeschäft mit knapp 2,1 Mrd. EUR unverändert blieb.

Im Vergleich dazu stieg der Umsatz in der Pharmabranche um 4,9% auf 6 Mrd. EUR. Grund für die positive Entwicklung im 1. Halbjahr war ein Umsatzsprung im Inlandsgeschäft. Der Auslandsumsatz hingegen sank aufgrund negativer Währungseffekte leicht auf 3,7 Mrd. EUR.

Die Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie blicken laut einer Verbandsumfrage zuversichtlich auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres.

So rechnen 47% der Unternehmen für 2018 mit einer Steigerung ihrer Produktion und 51% mit einem Umsatzwachstum. Die Erwartungen bezüglich der Ertragslage sind wegen Währungseffekten und gestiegener Rohstoffkosten deutlich verhaltener.

Ausblick für 2019 zurückhaltender
„Insgesamt gehen wir derzeit von einer weiter positiven Entwicklung und einem Umsatzzuwachs von 4,0% für 2018 aus, auch wenn sich die Dynamik im 2. Halbjahr abschwächen wird“, betonte Große. Der Ausblick auf 2019 sei nicht so optimistisch, da sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China negativ auf die Weltkonjunktur auswirke. Ebenso müsse abgewartet werden, wie die Brexit-Verhandlungen ausgehen werden.

Industriestandort stärken
Hessenchemie-Hauptgeschäftsführer Dirk Meyer forderte mit Blick auf die hessische Landtagswahl am 28. Oktober, dass sich die Landespolitik auch in Zukunft für die Stärken des Industriestandorts Hessen einsetzen und auf gute Rahmenbedingungen achten müsse. Auf die Agenda gehörten Investitionen in den Straßen- und Wohnungsbau, den flächendeckenden Ausbau der Breitbandnetze sowie die Schulen. Zudem forderte er die Wählerinnen und Wähler auf, „ihr Wahlrecht zu nutzen, um damit zu einer hohen Wahlbeteiligung und zu stabilen Mehrheiten beizutragen“.

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