Domo Chemicals erwirbt das europäische Performance-Polyamid-Geschäft von Solvay

Teil der EU-Auflagen, BASF kann nun das globale PA6.6-Geschäft von Solvay außerhalb Europas erwerben

  • Die Technyl Force von Solvay wird künftig für BASF und Domo Chemicals im Einsatz sein. Technyl zählt zu den bekanntesten Polyamid-Marken des belgischen Chemiekonzerns.Die Technyl Force von Solvay wird künftig für BASF und Domo Chemicals im Einsatz sein. Technyl zählt zu den bekanntesten Polyamid-Marken des belgischen Chemiekonzerns.

Domo Chemicals und Solvay haben eine Vereinbarung zur Übernahme des europäischen Performance-Polyamid-Geschäfts von Solvay unterzeichnet. Die Vereinbarung umfasst die Bereiche Engineering Plastics in Frankreich und Polen, High Performance Fibers in Frankreich, Polymer- und Zwischenprodukte in Frankreich, Spanien und Polen. Sie beinhaltet auch ein Joint Venture zwischen BASF und Domo in Frankreich zur Herstellung von Adipinsäure.

Solvay hatte im September 2017 eine Vereinbarung mit BASF über den Verkauf des integrierten Polyamidgeschäfts unterzeichnet. Im Januar 2019 genehmigte die EU-Kommission diese Übernahme unter bestimmten Auflagen, darunter die Veräußerung der Polyamid 6.6-Produktionsanlagen von Solvay in Europa.

Das europäische Geschäft umfasst die Bereiche Produktion, Vertrieb, technischer Support, F&E und Innovationsdienstleistungen, die derzeit zusammen rund 1.100 Mitarbeiter beschäftigen. Die Übernahme, die noch der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden bedarf, wird voraussichtlich bis Ende des vierten Quartals 2019 abgeschlossen sein. Die Vereinbarung sieht eine schuldenfreie Übernahme vor, wobei DOMO den Kaufpreis in Höhe von 300 Mio. EUR in bar bezahlt. Durch die Übernahme wird der Umsatz von Domo Chemicals von 900 Mio. EUR auf 1,6 Mrd. € steigen.

Domo-CEO Alex Segers bezeichnete die Übernahme als „einen großen Schritt nach vorne“: „Durch die Integration der sich ergänzenden Stärken der verschiedenen Teams und Talente beider Unternehmen werden wir unsere Spitzenleistungen gegenüber unseren Kunden verbessern, indem wir einen einzigartigen und wettbewerbsfähigen integrierten Lösungsanbieter für Nylon 6 und 6.6 aufbauen, der auf starke Innovationen setzt, um in der Zukunft nachhaltiges Wachstum zu generieren.“

Vorbehaltlich der Genehmigung der zuständigen Wettbewerbsbehörden soll die Transaktion bis Ende 2019 abgeschlossen werden. Die Transaktion zwischen BASF und Solvay soll ebenfalls bis Ende 2019 abgeschlossen werden, vorausgesetzt die zuständigen Wettbewerbsbehörden stimmen der Transaktion zwischen Domo und Solvay zu und erteilen abschließende Genehmigung.

Die beabsichtigte Akquisition durch BASF umfasst nun insgesamt acht Produktionsstandorte in Deutschland, Frankreich, China, Indien, Südkorea, Brasilien und Mexiko.

In Frankreich werden BASF und Domo zudem ein Joint Venture zur Produktion von Adipinsäure gründen. Darüber hinaus sollen drei Forschungs- und Entwicklungszentren in Südkorea, China und Brasilien sowie sechs technische Beratungszentren in Asien sowie Nord- und Südamerika von Solvay an BASF übergehen.

Der durch BASF zu zahlende Kaufpreis ohne Berücksichtigung von Barmitteln und Fremdkapital würde 1,3 Mrd. EUR betragen. Der Umsatz der durch BASF zu erwerbenden Geschäfte von Solvay lag im Jahr 2018 bei 1 Mrd. EUR. Bei Abschluss der Transaktion werden etwa 700 Mitarbeiter von Solvay zu BASF übertreten.

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