Martin Kanert wird Geschäftsführer des Lack- und Druckfarbenverbandes

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Martin Kanert (57) führt ab Dezember den Lack- und Druckfarbenverband (VdL). Damit übernimmt ein erfahrener Verbandsmanager der Farbenindustrie die Geschäftsführung in den Büros im Frankfurter VCI-Gebäude: Der promovierte Chemiker wurde 1962 in Münster geboren und arbeitete nach dem Studium zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Anorganische Chemie der RWTH Aachen. 1995 wechselte er als technischer Referent zum Verband der Mineralfarbenindustrie (VdMi), wurde 1998 Abteilungsleiter für die Druckfarbenindustrie und später zum stellvertretenden Geschäftsführer des VdMi ernannt. Nach dem Zusammenschluss von Druckfarben- und Lackverband 2009 verstärkte Kanert die Geschäftsführung des neuen VdL, blieb seinen Aufgaben für die Druckfarbenindustrie treu, kümmerte sich aber zusätzlich um die Belange der Pulverlackindustrie im VdL. Für die Druckfarben ist der „gefühlte Rheinländer mit Wohnsitz Frankfurt“ seit Jahren auch auf europäischer Ebene aktiv: Seit 2006 führt Kanert die Geschäfte des Europäischen Druckfarbenverbandes EuPIA, einer Gliederung des Europäischen Farbenverbandes CEPE. In Brüssel führte er bislang auch die Gruppe „Packaging Ink Joint Industry Task Force (PIJITF)”, ein Zusammenschluss von Unternehmen aus der Druckfarbenindustrie, Verpackungs- und Lebensmittelherstellern zur Optimierung der Lebensmittelsicherheit.

„Herr Kanert ist eine erfahrene Führungskraft des VdL. Er ist besonders gut in Brüssel vernetzt. Wir werden mit ihm die erfolgreiche Verbandsarbeit fortsetzen“, begrüßt VdL-Präsident Peter Jansen die Entscheidung des von ihm geleiteten Vorstands für den Routinier. Die Staffelübergabe steht für Kontinuität: Bereits seit 2018 war Kanert Stellvertreter des VdL-Hauptgeschäftsführers Martin Engelmann, der wie angekündigt jetzt zur Industrievereinigung Kunststoffverpackungen wechselt.

Kanert selbst freut sich auf die neuen Aufgaben: „Wir haben herausfordernde, unruhige Zeiten. Da ist es wichtig, mit stetiger, moderner Verbandsarbeit die richtigen Lösungen für die Branche zu entwickeln.“

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) repräsentiert über 200 meist mittelständische Lack-, Farben- und Druckfarbenhersteller in Deutschland.

Im VdL sind über 90% des Industriezweiges organisiert. Die Branche setzte 2016 rund 8 Mrd. EUR um und beschäftigt circa 25.000 Mitarbeiter.

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