Merck will Pharmaforschung effizienter gestalten

Merck will nach den jüngsten Rückschlägen sein Pharmageschäft auf mehr Effizienz und Erfolg trimmen. Das Umfeld für forschende Pharmafirmen habe sich verändert. "Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, benötigen wir mehr Effektivität und Kosteneffizienz", sagte Merck-Chef Dr. Karl-Ludwig Kley am Freitag vor Aktionären in Frankfurt. Auch die Präsenz in Schwellenländern wie China oder auch Indien soll verstärkt werden. Der Ausblick für 2011 wurde bestätigt. Trotz aller Risiken sei Merck positiv für das Geschäftsjahr gestimmt. Die Gesamterlöse sollen in einer Spanne von 10 bis 15 % steigen. Im Vorjahr hatte Merck Erlöse in Höhe von 9,3 Mrd. € ausgewiesen. Im laufenden Geschäftsjahr will der Dax-Konzern erstmals die Umsatzschwelle von 10 Mrd. € klar überschreiten. Beim operativen Ergebnis wird mit einem Zuwachs von 35 bis 45 % gerechnet (VJ: 1,1 Mrd. €). Nach mehreren Rückschlägen bei Zulassung und Entwicklung neuer Medikamente hatten die Darmstädter die Führung des Pharmageschäftsausgetauscht: Anfang des Jahres übernahm Stefan Oschmann die  Verantwortung für die größte Sparte Merck Serono und die rezeptfreien Alltagsprodukte (Consumer Health Care) von Elmar Schnee. Neben dem Multiple Sklerose-Mittel Cladribin enttäuschte auch Safinamid. Das Parkinson-Mittel konnte 2010 das erklärte Hauptziel für Verbesserungen bei Bewegungsstörungen nicht erreichen. Merck prüft laut einem Zeitungsbericht auch einen Stellenabbau in der Pharmasparte. Gefährdet seien in erster Linie Jobs am Standort der schweizerischen Tochter Merck-Sereno, berichtet die "Financial Times Deutschland" mit Verweis auf Firmenkreise. Über das Ausmaß des möglichen Stellenabbaus sei noch nichts bekannt.

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