Takeda prüft Milliardenübernahme von Shire

Takeda prüfe eine mögliche Übernahme des britischen Pharmaunternehmens Shire, teilte der japanische Pharmakonzern Ende März mit. Bislang sei dem  Wettbewerber, der auf Medikamente zur Behandlung von seltenen Krankheiten und Hyperaktivität spezialisierte ist, jedoch noch kein Angebot unterbreitet worden. Über die Vorlage eines Gebots werde bis 25. April entschieden.

Durch die Transaktion würde Japans größter Pharmakonzern nach eigenen Angaben zu einem global führenden biopharmazeutischen Unternehmen aufsteigen. Shire-Aktien stiegen nach Bekanntwerden der Pläne von Takeda um mehr als 20 %. Die Firma hat umgerechnet einen Börsenwert von rund 37 Mrd. EUR.

Takeda verspricht sich von dem Zukauf einen besseren Zugriff auf den US-Markt. Zudem würde sich das Unternehmen in den Bereichen Onkologie, Gastroenterologie und den Neurowissenschaften stärker aufstellen. Der Konzern hat im Jahr 2017 das US-Unternehmen Ariad, einen Spezialisten für Krebstherapie, für 5 Mrd. EUR übernommen. Zuletzt kaufte das Unternehmen in Belgien die Biotechfirma Tigenix.

Shire steht seit dem vergangenen Jahr zunehmend im Wettbewerb mit Generikaherstellern und wird durch sinkende Lizenzeinnahmen belastet. Das Unternehmen mit Sitz in Dublin hatte im Januar 2018 angekündigt, das Geschäft mit Medikamenten gegen seltene Krankheiten und Aufmerksamkeitsstörungen in zwei Teile aufzuspalten.

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