Evotec zahlt für 2013 keine Dividende

Die Biotechfirma Evotec wird wohl auf absehbare Zeit keine Dividende zahlen. "Für dieses Geschäftsjahr ganz sicher nicht und ich mache auch keine Versprechungen für die nächsten Jahre", sagte Vorstandschef Werner Lanthaler der "Welt am Sonntag". "Bei einem Gewinn von vielleicht 2 Mio. € eine Dividende für 130 Millionen Aktien auszuschütten, das hieße, einen noch teureren Verwaltungsaufwand in Kauf zu nehmen." Die im Technologieindex TecDax gelistete Evotec investiere in diesem Jahr 15 Mio. € in den Ausbau der Forschung. "Würden wir das nicht machen, wären wir deutlich profitabler, aber das wäre dann nicht nachhaltig", sagte Lanthaler.

Evotec forscht an Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes oder Depression. Wenn daraus das erste Medikament hervorgegangen und am Markt sei, könne das Unternehmen eine Ausschüttung bezahlen. "Vielleicht ist es 2016 oder 2017 so weit", sagte Lanthaler. Ein Projekt für den Schweizer Pharmariesen Roche sei weit vorangekommen, im Jahr 2015 beginne der Medikamententest. Ein Produkt könne in fünf Jahren in den Apotheken sein. "Wenn das so kommt, erhält Evotec 840 Mio. € für die Entwicklungsarbeit sowie eine Umsatzbeteiligung in zweistelliger Prozenthöhe als Lizenzeinnahme", sagte Lanthaler.

Neben Roche arbeitet das 1993 gegründete Unternehmen unter anderem mit dem belgischen Pharmakonzern UCB, mit dem US-Unternehmen Johnson & Johnson, mit dem Schweizer Pharmariesen Novartis, mit Bayer und mit Boehringer Ingelheim zusammen. Die Hamburger erzielen einen großen Teil ihrer Einnahmen mit erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen, die die Kooperationspartner bei Forschungserfolgen und -fortschritten zahlen.

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