Merck: Allergopharma investiert in Produktionserweiterung

Merck hat den ersten Spatenstich für eine Produktionserweiterung seiner Geschäftseinheit Allergopharma in Reinbek bei Hamburg gesetzt. Der auf knapp 40 Mio. € veranschlagte Neubau dient unter anderem der Produktionserweiterung, um weitere Märkte wie zum Beispiel China zu bedienen. In dem zweistöckigen Gebäude, das auf dem Werksgelände von Allergopharma entstehen wird, sollen unter hochreinen, sterilen Bedingungen Präparate zur Diagnose und Therapie von Typ-1-Allergien wie Heuschnupfen oder allergischem Asthma hergestellt werden. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2016 geplant.

„Wir wollen das Wachstumspotenzial unseres Geschäfts voll ausschöpfen, sei es in den Emerging Markets oder in schnell wachsenden und vielversprechenden Bereichen wie dem weltweiten Allergiemarkt", sagte Stefan Oschmann, in der Geschäftsleitung von Merck für die Pharmaeinheiten und damit auch für Allergopharma zuständig. „Wir wollen mit einem sehr wettbewerbsfähigen Produktsortiment den globalen Allergiemarkt weiter erschließen."

Das neue Gebäude ist mit über 6.000 m2 Nutzfläche konzipiert. Es wird Reinräume für Produktion, Betriebstechnik sowie Ausbaukapazität für eine spätere Labornutzung und ein Besucherfoyer beinhalten. Zunächst werden rund 40 Personen in dem neuen Gebäude arbeiten.

„Mit dieser größten Investition in der Geschichte von Allergopharma setzt Merck einen wichtigen Meilenstein für den internationalen Ausbau des Allergiegeschäftes und für die Zukunftssicherung des Standorts in Reinbek", erläuterte Uta Kemmerich-Keil, Geschäftsführerin von Allergopharma.

Der Vertreter der schleswig-holsteinischen Landesregierung, Staatssekretär Ralph Müller-Beck, zeigte sich erfreut über den weiteren Ausbau des Pharmastandorts Reinbek: „Der Neubau des Unternehmens für die aseptische Produktion in Reinbek ist ein eindrucksvolles Bekenntnis zum Standort. Im wachsenden Marktsegment Allergie-Therapeutika hat Allergopharma ein stabiles und wachsendes Standbein, das nicht nur Arbeitsplätze sichert, sondern von dem auch die gesamte Region profitiert."

Merck ist schon seit der Gründung von Allergopharma vor über 40 Jahren der größte Gesellschafter und erwarb im Dezember 2012 die ausstehenden Anteile an dem auf die Spezifische Immuntherapie (SIT) spezialisierten Unternehmen.

Der Markt für Allergie-Therapeutika (ohne Symptomatika) ist ein globaler Wachstumsmarkt.

Das von Marktbeobachtern erwartete weltweite Wachstum kommt dabei zum einen von der zunehmenden Anzahl von Allergikern, zum anderen basiert es auf der steigenden Verbreitung der Spezifischen Immuntherapie in vielen Schwellenländern. Das geschätzte globale Wachstum liegt zwischen 5% und 10% pro Jahr.

 

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