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BP deckelt Investitionen und verwöhnt Aktionäre

29.10.2013 -

Kleckern im Geschäft und klotzen für die Aktionäre - der britische BP-Konzern gibt in der Ölindustrie die neue Richtung vor. Weil die Kosten steigen und für die Zukunft sinkende Ölpreise befürchtet werden, scheut das Unternehmen kostspielige Expansionsvorhaben und verwöhnt lieber die Anteilseigner. Ihnen lieferte das Management nach einem überraschend hohen Gewinn im abgelaufenen Quartal am Dienstag gleich eine Reihe von erfreulichen Plänen: Neben einer Dividendenanhebung will BP den Verkauf von Geschäftsteilen forcieren. Die Erlöse sollen zu großen Teilen den Anteilseignern zufließen. Außerdem werden die Investitionen gedrosselt.

Am Londoner Aktienmarkt sorgte die weltweite Nummer fünf unter den börsennotierten Öl- und Gasförderern für Jubel. Die BP-Aktie schoss 4,7% in die Höhe.

Die Briten machen ernst mit einem Thema, das derzeit die Branche bestimmt. Die Trennung von Konzernteilen haben sich die meisten Ölriesen auf die Fahnen geschrieben. Die Manager sprechen dabei von "aktivem Portfoliomanagement" und "Wert geht vor Größe".

Wie viele Konkurrenten verdient BP wegen Überkapazitäten mittlerweile weniger mit der Ölverarbeitung und hat daher Raffinerien verkauft. Dies schlägt sich deutlich in der Bilanz nieder. Der um Sonderposten und Lagerbestandsänderungen bereinigte Überschuss übertraf im abgelaufenen Vierteljahr mit 3,7 Mrd. US-$ zwar die Schätzung der vom Unternehmen befragten Analysten, lag aber um gut ein Viertel unter dem Niveau vor Jahresfrist. Trotzdem wird die Quartalsausschüttung um 5,6% erhöht.

Der Gewinnbeitrag aus der Rosneft -Beteiligung stieg auf 808 Mio. US-$ von 218 Mio. im Vorquartal. Der BP-Konzern ist Rosneft-Großaktionär, seit er seinen Anteil am Joint Venture TNK-BP an den russischen Rivalen verkauft hat.

Mit ihren Investitionen zeigen sich die Briten mittlerweile etwas vorsichtiger. Für kommendes Jahr sieht das Management dafür nun nur noch 24 bis 25 Mrd. US-$ vor, nachdem bislang für die nächsten Jahren jeweils 24 bis 27 Mrd. angestrebt waren. Zugleich soll die Veräußerung von Unternehmensbereichen mehr Geld in die Kassen spülen. In den folgenden beiden Jahren sollen es zusammen 10 Mrd. US-$ sein. Die bisherige Planung bis 2020 zielte auf lediglich zwei bis drei Mrd. pro Jahr ab. Wegen der Ölkatastrophe vom Golf von Mexiko 2010 hat BP kräftig vorgelegt. 38 Mrd. US-$ wurden durch Verkäufe bereits eingenommen. Sie sollen vor allem die Kosten aus dem Unglück decken.

In dieser Woche legen mit Exxon Mobil, Chevron, Royal Dutch/Shell und Total weitere Schwergewichte der Ölbranche ihre Quartalszahlen vor.

 

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