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Evonik nach erstem Halbjahr im Plan

Umsatz wächst um 15% auf 7,3 Mrd. EUR

04.08.2017 -

Evonik hat den Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 auf 7,3 Mrd. EUR gesteigert. Dieser Anstieg um 15% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 beruht zum einen auf der erstmaligen Einbeziehung des Spezialadditivgeschäfts des US-Unternehmens Air Products. Evonik hatte dieses Geschäft im Januar übernommen. Zum anderen trugen eine spürbar höhere Nachfrage und leicht höhere Verkaufspreise zum Umsatzanstieg bei.

„Mit unserer geschäftlichen Entwicklung sind wir voll im Plan“, sagte Vorstandschef Christian Kullmann. „Zudem ernten wir nun die ersten Früchte aus der größten Übernahme unserer Konzerngeschichte.“

Das bereinigte EBITDA legte im ersten Halbjahr um 8% auf 1,25 Mrd. EUR zu, vor allem durch bessere Ergebnisse in den Segmenten Resource Efficiency und Performance Materials. Die Erträge im Segment Nutrition & Care lagen unter denen des Vorjahreszeitraums, hauptsächlich infolge niedrigerer Preise für Futtermitteladditive.

Das bereinigte Konzernergebnis stieg um 10% auf 549 Mio. EUR, das bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 1,18 EUR. Das Konzernergebnis ging mit 394 Mio. EUR um 3% zurück. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf einmaligen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb des Spezialadditivgeschäfts von Air Products.

Die Integration dieser zum Jahresbeginn übernommenen Einheiten verläuft erfolgreich und reibungslos. Erste Synergien konnten bereits im zweiten Quartal realisiert werden. Auch die Übernahme des Silica-Geschäfts des US-Unternehmens J.M. Huber ist auf einem guten Weg. Evonik geht davon aus, den Kauf wie geplant im zweiten Halbjahr 2017 abschließen zu können.

Die Nettofinanzschulden des Konzerns lagen zum 30. Juni 2017 bei 3,09 Mrd. EUR. Anfang Juli wurde erstmals eine Hybridanleihe ausgegeben. Die Anleihe war mit einem Zinskupon von 2,125% die günstigste Euro-Hybridanleihe eines Industrie-Unternehmens und dient der Finanzierung des Silica-Geschäfts von Huber. „Die erreichten Konditionen zeigen erneut, dass der Kapitalmarkt großes Vertrauen in unsere Finanzlage hat“, sagte Finanzvorstand Ute Wolf. „Wir verfügen über ein solides Investmentgrade-Rating. Und das wollen wir auch halten.“

Evonik bekräftigt seine Prognose, im Gesamtjahr 2017 sowohl den Umsatz als auch den operativen Gewinn zu steigern. Für das bereinigte EBITDA wird unverändert ein Ergebniswachstum auf 2,2 bis 2,4 Mrd. EUR erwartet (Vorjahr: 2,165 Mrd. EUR).

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