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Lanxess reagiert auf schwache Nachfrage

09.05.2013 -

In einem schwachen Marktumfeld insbesondere in der Reifen- und Automobilbranche hat Lanxess im ersten Quartal 2013 wie erwartet einen Ergebnisrückgang verzeichnet. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 12% auf 2,1 Mrd. €. Maßgeblich waren rückläufige Absatzmengen sowie gesunkene Verkaufspreise. Das Ebitda vor Sondereinflüssen ging im Jahresvergleich um 53% auf 174 Mio. € zurück und lag damit in dem im März angekündigten Zielkorridor von 160 bis 180 Mio. €. Das operative Ergebnis wurde durch planmäßige Einmalaufwendungen in Höhe von rund 30 Mio. € für die Inbetriebnahme des neuen Butylkautschukwerks in Singapur sowie für die Umstellung auf die Keltan ACE-Technologie in der EPDM-Kautschuk-Anlage im niederländischen Geleen belastet.

Als stabilisierende Faktoren im ersten Quartal erwiesen sich erneut das Geschäft mit Agrochemikalien sowie die starke Positionierung des Konzerns in der Wachstumsregion Asien. Die Ebitda-Marge im Konzern sank von 15,5 auf 8,3%. Der Konzerngewinn reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 87% auf 25 Mio. €.

„Wir sind nicht immun gegen starke Nachfragerückgänge. Darauf reagieren wir wie immer konsequent", sagte Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann. Nachdem Lanxess bereits zu Jahresbeginn im Segment Performance Polymers mit zeitweisen Anlagenstilllegungen begonnen und sein bewährtes flexibles Anlagen- und Kostenmanagement fortgeführt hat, plant der Konzern jetzt zusätzliche Maßnahmen im Segment Performance Chemicals.

„Diese Schritte sind nicht auf kurzfristige Einsparungen ausgelegt. Wir wollen in diesem Segment mittel- und langfristig die Wettbewerbsfähigkeit an den internationalen Standorten steigern", sagte Heitmann.

Zudem kürzt der Konzern sein Investitionsbudget für das laufende Geschäftsjahr auf rund 600 Mio. € von bisher geplanten 650 bis 700 Mio. €.

Die Nettofinanzverbindlichkeiten stiegen wie erwartet im ersten Quartal im Vergleich zum Jahresende 2012, und zwar um 21% auf rund 1,8 Mrd. €. Die Kennziffer nahm insbesondere aufgrund der Erhöhung des Working Capital zu. Der operative Cashflow war negativ und lag wegen des gestiegenen Working Capital und des gleichzeitig schwachen operativen Ergebnisses bei 160 Mio. €.

„Wir sehen einen für uns typischen Anstieg der Nettoverschuldung in der ersten Jahreshälfte, verfügen aber weiterhin über eine langfristig gesicherte und solide Finanzierungsposition. Wir setzen zudem auf strikte Ausgabendisziplin", sagte Finanzvorstand Bernhard Düttmann.

Für das zweite Quartal erwartet man eine leichte Verbesserung des Geschäfts. „Die Nachfrageschwäche aus der Reifen- und Automobilbranche hält an, doch der Abbau der Lagerbestände bei unseren Kunden schwächt sich ab. Für das zweite Quartal gehen wir derzeit davon aus, dass das Ebitda vor Sondereinflüssen über dem der ersten drei Monate, aber unter 220 Mio. € liegen wird", sagte Heitmann. Erwartet werden Sondereinflüsse im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für die zusätzlichen Maßnahmen.

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