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Pharmaindustrie warnt vor neuen Preiseingriffen

28.08.2012 -

Die Pharmaindustrie warnt wegen des schärferen Wettbewerbs und ablaufender Patente vor neuen gesetzlichen Preiseingriffen bei Medikamenten. Die Fortschritte bei der Versorgung der Patienten würden dadurch gefährdet, erklärte die Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), Birgit Fischer, am Montag in Berlin anlässlich der Präsentation des neuen Arzneimittel-Atlasses. "Die Grenze, bis wann Arzneimittelpreise für die Hersteller noch wirtschaftlich sind, auch um an weiteren dringend benötigten Arzneimitteln zu forschen, ist erreicht", sagte Fischer.

Nach Angaben des Berliner IGES-Instituts, das im Auftrag des vfa den Arzneimittel-Atlas erstellt, gaben die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) 2011 rund 29 Mrd. € für Arzneimittel aus. Das sind etwa 1,2 Mrd. € oder vier Prozent weniger als im Jahr zuvor. 2010 hatten die Ausgaben der GKV für Medikamente noch um 0,6 % zugenommen. "Unter dem Strich sind Arzneimittel der einzige der großen Leistungsbereiche der Gesetzlichen Krankenversicherung, dessen Ausgaben 2011 rückläufig waren", erklärte Fischer. Den stärksten Einfluss hatten laut vfa gesunkene Medikamenten-Preise. Dadurch seien die Kosten um 1,76 Mrd. € gedrückt worden.

Die gesunkenen Preise sind laut Fischer nicht nur eine Folge staatlicher Eingriffe wie des gesetzlichen Herstellerabschlags von 16 Prozent für Medikamente. "Patentabläufe, stärkerer Preiswettbewerb und freiwillige Rabatte der Hersteller haben zusätzlich zu sinkenden Preisen bei Arzneimitteln beigetragen", erklärte Fischer. Laut Arzneimittel-Atlas verursachten neue patentgeschützte Präparate 2011 zwar Mehrkosten von 430 Mio. €. Demgegenüber standen aber Kostensenkungen von 640 Mio. € als Folge von Patentabläufen, des Wettbewerbs der Firmen sowie Sparschritten. Zu den umsatzstarken Präparaten, die inzwischen patentfrei sind, gehört beispielsweise der Blutverdünner Plavix von Sanofi und Bristol-Myers Squibb und das Magenmittel Pantoprazol der Takeda -Tochter Nycomed. Zudem liefen 2011 für drei Brustkrebs-Präparate die Patente ab.

 

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