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Schad: Anlagenfunktionen mobil ablesen und bedienen

22.01.2013 -

Mobiler Leitstand auf dem Blackbery. Anlagenfunktionen mobil ablesen und bedienen. Höchste Sicherheitsstandards werden erfüllt. Anwendung bei Kraft Foods. Der Automatisierungshersteller Schad aus Hamburg verbindet mit dem Scada-System „Extend 7000“ das Wissen zweier Welten – die Welt der mobilen Datenkommunikation und die Welt der Automatisierungstechnik. Mit dieser Software-Lösung hat Schad ein mobiles innovatives Scada- System entwickelt, welches erstmalig die Möglichkeit bietet, von Blackberry-Endgeräten weltweit mobil und direkt auf speicherprogrammierbare Steuerungen zuzugreifen. Das System kann sich prinzipiell mit allen adressierbaren Parametern einer automatisierten Produktion verbinden. Momentan stehen Treiber für die gesamte Siemens Simatic-Familie und Microsoft SQL-Datenbanken zur Verfügung. Ein OPC-Treiber ist in Vorbereitung. Eine der ersten Industrieanwendungen des Scada-Systems zur Überwachung und Alarmübermittlung in einem Kesselhaus von Kraft Foods verlief erfolgreich.

Der Zugriff auf die Automatisierungstechnik von Anlagen mit dem Scada-System von Schad wird unter Nutzung von öffentlichen Funknetzen (GPRS, EDGE, UMTS, HSDPA) und unter Einhaltung von höchsten Sicherheitsstandards ermöglicht. So können Kunden alle Funktionen ihrer Anlagen von nun an mobil bedienen, der Gang zum Leitstand entfällt: Messwerte, Zustände oder Fehlermeldungen sind direkt auf dem Blackberry ablesbar. Dies schafft bisher nicht gekannte Möglichkeiten zur Kosten-, Zeit- und Materialeinsparung und damit zur Steigerung des individuellen Unternehmenserfolges – messbar in Zahlen.

  • Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit, da Störungen im Prozess schneller erkannt werden
  • Einsparung von Personalkapazitäten, da Verbesserung der Personaleffizienz
  • Verringerung der Kosten für externe Dienstleister, da effizienteres Fehlermanagement intern und extern
  • Mobiler Zugriff auf Dokumentationen, daher weniger Fehlbedienung
  • Transaktionsprotokollierung

Bisher konnte man auf Steuerungsgeräte von Maschinen lediglich über einen zentralen Leitstand oder über Programmiergeräte, die per Kabel an die Steuerung angeschlossen werden, zugreifen, erklärt der Geschäftsführer des Unternehmens, Christian Schad: „Extend 7000 ist der innovative Schlüssel zur mobilen Unabhängigkeit in der Automatisierungstechnik und damit zu mehr Produktivität.“ Nach seiner Einschätzung werden vor allem stark automatisierte Bereiche wie Produktionsanlagen, die Intralogistik (Lager- und Fördertechnik) und das Facility Management (Gebäudetechnik), von „Extend 7000” und seinem Mehrwert profitieren,

Funktionalität des Scada-Systems

Anhand der nachfolgenden Beispiele wird die praxisorientierte Funktionalität von „Extend 7000“ deutlich:

Bedienen und Beobachten: (1) Parametrierung eines Regelkreises: Die Konfigurationsparameter eines Softwareregelbausteines können mit Extend 7000 eingesehen und bei entsprechender Berechtigung auch verändert werden. Somit kann beim Tausch von Messwertaufnehmern die Nachkalibrierung des Regelkreises vor Ort vorgenommen werden. (2) Inbetriebnahme einer Pumpe: Bevor eine Pumpe in den Automatikbetrieb übernommen wird, muss diese für sich genommen sowohl elektrisch als auch mechanisch in Betrieb genommen werden. Die elektrische Inbetriebnahme erfolgt am Schaltschrank. Die dazugehörigen Schutzeinrichtungen, wie Bimetall, Schaltbereitschaft und Schützrückmeldung werden ausgelöst und die entsprechenden Meldungen von dem Scada-System angezeigt. Die mechanische Überprüfung erfolgt vor Ort. Mit dem Scada- System kann die Pumpe ein- und ausgeschaltet werden. Im Inbetriebnahmemodus trägt „Extend 7000“ alle Handlungen und Meldungen am aktiven Aggregat ein, um somit als Nachweis für die „kalte Inbetriebnahme“ einen entsprechenden Bericht zu generieren

Aktive Benachrichtigung, z. B. Schieflauf eines Förderbandes: Der Transport von Feststoffen erfolgt teilweise auf Förderbändern, die über einen Schieflaufmelder verfügen. Wird ein solcher Schieflauf festgestellt, wird diese Meldung von dem Scada-System an das dafür projektierte Servicepersonal übermittelt, welches unabhängig vom Standort schnellstmöglich reagieren beziehungsweise delegieren kann.

Zugriff auf Dokumentationen, z. B. Eichung einer Waage: Unter gewissen Umständen müssen Waagen für die gravimetrische Dosierung von Rohstoffen regelmäßig neu geeicht werden. Um diese Kalibrierung vornehmen zu können, werden zum einen Eichgewichte, und zum anderen das richtige Handling mit der Bedienkonsole vorausgesetzt. Da das Scada-System „Extend 7000“ sämtliche Anlagendokumentation verwaltet, gehören neben elektrischen und logischen Plänen natürlich auch Bedienungsanleitungen für Betriebsmittel dazu. Im beschriebenen Fall der Eichung hat der Servicetechniker auf diese Dokumente einen direkten Zugriff und findet sich somit sofort zurecht.

Transaktionsprotokollierung, z. B. Nachweis für Serviceeinsätze eines bestimmten Anwenders: In der Nacht wird der Service einer Anlage von einem externen Dienstleister übernommen. Die Übermittlung der Aufträge wird von dem Scada-System gesteuert. Um diese Übermittlung zu gewährleisten, werden alle kommenden Meldungen in der Zeit von 20 bis 6 Uhr auch auf die mobilen Endgeräte der Servicefirma übertragen. Durch die Transaktionsprotokollierung von „Extend 7000“ können alle Meldungen und Vorgänge dieses Serviceeinsatzes detailliert nachgewiesen werden. Bezogen auf bestimmte Anwender können jederzeit Tätigkeitsnachweise nach Meldevorfällen aufgeschlüsselt ausgegeben werden. Basierend auf diesen Berichten kann zum Beispiel eine monatliche Abrechnung mit der Servicefirma erfolgen.

Reporting, z. B. Temperaturverlauf in einem Reaktor: Um gewisse Umweltauflagen zu erfüllen, muss sich die Temperatur in einem chemischen Reaktor während der Produktion in einem fest definierten Rahmen bewegen. Mit Extend 7000 können diese Werte eingesehen, analysiert und verglichen werden, so dass ein entsprechender Nachweis möglich ist.

Erste Industrieanwendungen – Kraft Foods

Anfang September wurde „Extend 7000“ bei der Kraft Foods Deutschland zur Überwachung und Alarmübermittlung im Bereich des Kesselhauses im Werk Elmshorn eingeführt. In nur einem Tag wurde sowohl die Software installiert als auch die neuen Anwender auf dem System geschult. Circa 1.500 Meldungen werden momentan von „Extend 7000“ verwaltet. Weitere 8.000 werden noch dieses Jahr hinzukommen. Der Abgleich der aktuellen Werte erfolgt sowohl aus dem Visualisierungssystem Wonderware des Herstellers Intouch als auch aus den Siemens Simatic- Steuerungen. Unter Berücksichtigung der Schichteinteilung werden diese Meldungen an den jeweils diensthabenden Anlagenfahrer übermittelt.

Die Akzeptanz des neuen Systems war bei Kraft sofort gegeben, selbst bei Mitarbeitern, die seit mehr als 30 Jahren nur die zentrale Leitstandsituation erlebt haben. Nach nur wenigen Stunden stellten sich erste Erfolge ein. Anstehende Störungen konnten unabhängig vom Standort des Anwenders erkannt und teilweise direkt quittiert werden. Die Laufwege wurden verkürzt und der Wirkungsradius vom Leitstandfahrer auf das gesamte Werksgelände erweitert.

Investitionskosten

Schad bietet ihr Scada-System zum Einstieg ab 10.000 € an. In diesem Paket sind alle Serverkomponenten, die Oberflächen für die Konfiguration und Parametrierung, und die Kommunikation mit 500 Baugruppen (z. B. Motor, Ventil, Messwert, Meldung), sowie Client-Lizenzen für beliebig viele Blackberry-Endgeräte enthalten. Um die Anzahl der Kommunikationspunkte zu erweitern, können weitere Lizenzpakete erworben werden.

Kontakt:
Schad GmbH, Hamburg
Tel.: 040/3039891-0
Fax: 040/3039891-10
info@schad-automation.com
www.schad-automation.com

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