Logistik & Supply Chain

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Intralogistik profitiert vom guten Konjunkturklima

21.04.2011 -

Deutsche Hersteller von intralogistischen Erzeugnissen haben die Krise gut überstanden. Branchen-Experten des Forum Intralogistik prognostizieren für 2011 ein Umsatzwachstumsplus von 9% gegenüber dem Vorjahr auf 16,1 Mrd. €. Das Krisenjahr 2009 konnte zum Ende des Jahres 2010 mit einem nur leichten Rückgang von 8% zum Vorjahr abgefedert werden.

Ein positiver Trend herrscht in wesentlichen Teilbranchen der deutschen Maschinen- und Anlagenbau-Sparte. Die umsatzstärkste Teilbranche des Maschinen- und Anlagenbaus, die Intralogistik, musste 2009 einen nie da gewesenen starken Einbruch von minus 24% auf 16 Mrd. € verkraften. Nach Prognosen der Branchen-Experten des Forum Intralogistik könnte das Umsatzniveau von 2008 frühestens im Jahr 2013 erreicht werden. Mitte 2010 hat der Auftragseingang in der Intralogistik-Branche deutlich zugelegt und konnte zum Ende 2010 mit einem Umsatzrückgang von 8% auf 14,8 Mrd. € einen weiteren Abfall des Branchen-Umsatzes abfedern. Ähnlich wie die deutsche Logistik-Sparte, die 2010 mit 2,7 Mio. Menschen rund 210 Mrd.€ Umsatz erwirtschaftete, profitiert die Intralogistik von einem guten weltweiten Konjunkturklima und wird nach qualifizierten Vorhersagen der Branchen-Experten des Forum Intralogistik das nominale Umsatzniveau des Jahres 2009 leicht überbieten.
In dieser Entwicklung sehen die Branchen-Experten einen Beleg für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Intralogistik wie auch des Standortes Deutschland insgesamt. Knapp die Hälfte der Beschäftigten in der deutschen Logistiksparte nutzt Produkte aus der Intralogistik. Die Intralogistik bedient alle wesentlichen Wirtschaftssparten Deutschlands mit ihren innovativen Anlagen und Erzeugnissen. Sie verschafft den Betreibern entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein hohes Maß an Verfügbarkeit, Rationalisierungs- und Einsparpotential ohne bei diesem Kalkül Aspekte der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit sowie der sozialen Verantwortung zu vernachlässigen. Nur wenige andere Wirtschaftszweige stehen derzeit so im Fokus des weltweiten Interesses wie die Intralogistik-Branche.
Die Intralogistik gewinnt gleichermaßen auf inländischen als auch auf den Auslandsmärkten an Bedeutung, dies zeigen die steigenden Auftragseingangszahlen in einem korrelativen Verhältnis zur Branchenumsatzentwicklung - jedoch auch in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Inlands- und Auslandsgeschäft. Die Exportquote der deutschen Hersteller von intralogistischen Erzeugnissen liegt in etwa bei knapp über 50%.
Deutschland ist aufgrund seiner zentraleuropäischen Lage ein Transitland für den gesamten Güter- und Rohstoff-Verkehr und fast 60% der Kunden deutscher Intralogistik-Hersteller befinden sich in den 27 EU Ländern. Mit einem Anteil von ca. 15% an den deutschen Intralogistik-Exporten in die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) wächst jedoch die Bedeutung dieser Schwellenländer für Deutschland maßgeblich. Der steigende Exportanteil in diese Länder zeugt dafür, dass die deutschen Hersteller eine gesunde Verteilung der Gewichtung auch auf Außereuropäische Märkte vornehmen. Somit konnte auch die Wirtschaftskrise 2009 im internationalen Wettbewerb besser gemeistert werden.
Trotz des Rückgangs der Umsätze in den Jahren 2009 und 2010 ist die Zahl der Mitarbeiter innerhalb der Intralogistik-Branche in Deutschland nahezu konstant geblieben. Die Gründe sind zum Teil auf die Flexibilisierung der Arbeitszeitkonten, auf Kurzarbeit und die Zeitarbeit-Instrumente in Deutschland sowie Firmenpolitische Entscheidungen zurückzuführen. Diese von der Politik ermöglichten Instrumente sowie der von der Industrie gehaltene Kurs haben eine massive Entlassungswelle in Deutschland verhindern können. Sie sorgten dafür, dass die Firmen mit der qualifizierten Stamm-Belegschaft schnell auf erste Anzeichen des Aufschwungs und die Bedürfnisse der Märkte reagieren konnten. Sie halfen die Krise stark abzufedern und ermöglichten die Festigung des Wettbewerbsvorsprungs Deutschlands während und nach der Krise. 

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