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Wacker zeichnet Forscher für die Entwicklung hochtemperaturbeständiger Siliconöle aus

20.10.2017 -

Wacker Chemie hat Erich Schaffer, Dr. Steffen Dörrich, Dr. Florian Hoffmann und Dr. Harald Voit für die Aufklärung des Verhaltens von Siliconen im Hochtemperaturbereich mit dem „Alexander Wacker Innovationspreis“ ausgezeichnet. Die vier Spezialisten haben im Rahmen ihrer Untersuchungen am konzerneigenen Forschungszentrum „Consortium für elektrochemische Industrie“ hochtemperaturbeständige Siliconöle entwickelt. Das erste Produkt, Helisol, lässt sich bis zu einer Temperatur von 425 °C erhitzen und bleibt auch bei Temperaturen von -40 °C noch dünnflüssig. In Solarthermieanlagen eingesetzt ermöglicht es Wirkungsgrade, die sich mit konventionellen Wärmeträgerflüssigkeiten nicht erreichen lassen. Der mit 10.000 EUR dotierte Innovationspreis, den das Unternehmen bereits zum zwölften Mal vergibt, wurde in diesem Jahr in der Kategorie Grundlagenforschung ausgeschrieben.

Das im Rahmen der Forschungstätigkeit erste entstandene Produkt kommt als Wärmeträgerflüssigkeit in Concentrated Solar Power (CSP)-Anlagen zum Einsatz. Darin konzentrieren verspiegelte Parabolrinnen das Sonnenlicht auf Röhren, die mit der Wärmeträgerflüssigkeit gefüllt sind. Der Wirkungsgrad solcher CSP-Anlagen hängt entscheidend von der Hitzebeständigkeit dieser Wärmeträgerflüssigkeit ab.

Helisol kann rund 30 Grad wärmeren Betriebstemperaturen standhalten als bislang übliche Produkte. Gleichzeitig hat das Öl mit -55 °C einen wesentlich niedrigeren Gefrierpunkt als herkömmliche Wärmeträgerflüssigkeiten, was die sonst üblichen Begleitheizungen überflüssig macht und somit den Energieverbrauch erheblich reduziert. Damit steigt der Wirkungsgrad der CSP-Anlagen, im Umkehrschluss wird die Produktion von Energie deutlich billiger. Mehr als 2.000 t Helisol kommen bereits in einem industriellen CSP-Kraftwerk zum Einsatz.

„Mit unserem hochreinen Polysilicium leisten wir schon heute einen wesentlichen Beitrag für die Erzeugung sauberer Solarenergie. Mit der heute ausgezeichneten Forschungsarbeit bauen wir unser Produktportfolio auf dem Gebiet der nachhaltigen Energieerzeugung weiter aus und unterstützen so gleichzeitig die Anstrengungen, den Ausstoß von Kohlendioxid zu senken“, sagte Auguste Willems, Vorstandsmitglied der Wacker Chemie, der den Preis im Rahmen des jährlichen Forschungs- und Entwicklungssymposiums des Konzerns in Burghausen (Deutschland) an das Entwicklerteam übergab. Das Forscher- und Entwicklertreffen fand in diesem Jahr zum 45. Mal statt.

Über den „Alexander Wacker Innovationspreis“
Seit 2005 würdigt der Münchner Chemiekonzern im Rahmen seines alljährlich stattfindenden Forschungssymposiums herausragende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Mitarbeitern. Der nach dem Unternehmensgründer benannte „Alexander Wacker Innovationspreis“ wird abwechselnd in den Kategorien Produktinnovation, Prozessinnovation und Grundlagenforschung verliehen.

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