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Lanxess gibt Gas, Gewinnziel erhöht

24.09.2012 -

Lanxess hat seine Gewinnerwartungen nach oben geschraubt. Das ursprünglich für 2015 anvisierte Ziel eines bereinigten Ebitda (Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen) von 1,4 Mrd. € soll nun ein Jahr früher erreicht werden. Bis 2018 solle der Wert auf 1,8 Mrd. € klettern, kündigte Vorstandschef Dr. Axel Heitmann an. "Um unser neues mittelfristiges Ziel zu erreichen, werden wir an unserer bewährten Strategie aus organischem und externem Wachstum festhalten", sagte er. Mit einem Verhältnis von 2:1 soll Wachstum aus eigener Kraft dabei Priorität gegenüber Zukäufen haben.

Insbesondere die Automobilindustrie werde die Geschäfte mit Synthesekautschuk und Leichtbaukunstoffen antreiben. Lanxess setzt dabei auf den Megatrend "Grüne Mobilität". Produkte für diesen Anwendungsbereich trugen 2011 rund 1,5 Mrd. € zum Konzernumsatz bei. Bis 2015 soll dieser Wert auf 2,7 Mrd. € steigen. Dafür investiert der Konzern kräftig.

Mitte September hat Lanxess seine erste, rund 15 Mio. € teure Compoundieranlage für die Hightech-Kunststoffe Durethan und Pocan in den USA eröffnet. Die neue Fabrik in Gastonia nahe Charlotte, North Carolina, in der Kunststoffe hergestellt werden, die u.a. bei Karosserieteilen, Ölwannen, Kühlmittelleitungen und Lenkstangen in Autos eingesetzt werden, wird zunächst eine Kapazität von 20.000 t/a haben.

„Mit unserem neuen Werk in Gastonia sind wir näher an unseren Kunden aus der Automobilindustrie in den USA. So können wir sie besser als bisher bei der Entwicklung von leichten, energiesparenden Fahrzeugen unterstützen", sagte Heitmann. Der neue Lanxess-Standort in Gastonia liegt am Rande des sogenannten „Autogürtels" im Süden der USA. In Spartanburg, South Carolina, das etwa 80 km südwestlich von Gastonia liegt, betreibt z.B. BMW die Fabrikation der Modellreihen X3, X5 und X6 für den weltweiten Export.

Wenige Tage zuvor hatte Lanxess den Grundstein für seine neue Anlage zur Produktion von Neodymium-Polybutadienkautschuk (Nd-PBR) in Singapur gelegt. Rund 200 Mio. € investiert der Konzern in das Werk auf Jurong Island, dessen Inbetriebnahme in der ersten Jahreshälfte 2015 geplant ist und das mit einer Kapazität von 140.000 t/a den wachsenden Markt für „Grüne Reifen" bedienen soll. Nd-PBR wird in der Lauffläche und in den Seitenwänden von Reifen eingesetzt und reduziert deren Rollwiderstand, den Abrieb und den Kraftstoffverbrauch. Lanxess ist Marktführer bei der Herstellung von Nd-PBR.

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