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Das Instandhaltungsmanagement im Industriepark Kalle-Albert geht mit Riesenschritten in die Zukunft

01.03.2016 -

Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung des Dienstleistungsportfolios hat die InfraServ Wiesbaden aus bewährten und neuen Bestandteilen ein modernes Instandhaltungsmanagement entwickelt. Gängige Prozesse wie die reaktive, vorbeugende, zustandsbasierte und risikobasierte Instandhaltung werden mit den Potenzialen der IT verknüpft. Ziel dabei ist die Vergrößerung der Vorteile durch flexible und modulare Instandhaltungsdienstleistungen zu einem vertretbaren Preis.

Um die Eignung neu gestalteter Prozesse in der Praxis zu testen, hat der Industrieparkbetreiber das neue Konzept zunächst für die eigenen Anlagen ausgerollt. Durch Life-Cycle-Costing als Entscheidungsgrundlage für alle Projekte, Kostentransparenz und Anlagenkenntnis als Basis für Optimierungen, Kosteneinsparung durch Vermeidung von unnötigen Redundanzen sowie Effizienzsteigerung und Know-how-Pooling durch eine zentrale Instandhaltung, wurde die prozessuale und personelle Grundlage für das neue Instandhaltungsmanagement hergestellt.

Realisierung im Zusammenspiel der Disziplinen

Einen zentralen Kundenvorteil stellt die Vorhaltung der vielfältigen und gleichsam notwendigen Fachkenntnisse dar. Schwingungsmessung, Endoskopie, Thermografie, Ultraschallmessung, Durchstrahlenprüfung – diese Instandhaltungsmodule im Bereich der Inspektion bedürfen eines fundierten Fachwissens und mitunter kostspieligen Equipments. Gleiches gilt für die Wartung von Aufzügen, Hebezeugen, kraftbetätigten Türen und Toren, um nur einige wenige zu nennen. Durch die Zentralisierung vorhandener Fachkräfte und die Etablierung eines Asset- und Instandhaltungsmanagements aus einer Hand ist die konzeptionelle und personelle Optimierung hergestellt.

Industrie 4.0 – Mobilität ermöglichen

Die IT im Instandhaltungsmanagement verfolgt das Ziel der Echtzeit-Information und ihrer mobilen Verfügbarkeit. Eine Herausforderung ist die Speicherung exponentiell steigender Datenmengen. Mit einem eigenen, zukunftsdimensionierten Rechenzentrum wird die Speicherung bewältigt. Die zweite, ungleich größere Herausforderung ist die mehrwertrelevante Auswertung der Daten und ihre nutzerfreundliche Darstellung, die Big Data Analysis. Die Auswertung erfolgt über intelligente Softwarelösungen, die vom hauseignen IT-Dienstleister GES Systemhaus individuell realisiert werden. Dabei werden moderne „Steuerungscockpits“ zur Darstellung generiert und an jeden Prozess angepasst. Auch die mobile Verfügbarkeit der Informationen wird mit einem speziell entwickelten Soft- und Hardwarekonzept realisiert.

Kundennutzen ist Ausgangspunkt und Ziel

Den mittelständischen Kunden bietet das moderne Instandhaltungsmanagement eine flexible und modulare Dienstleistung. Von der Inanspruchnahme einzelner Leistungen bis hin zur vollständigen Übernahme der Anlagenbetreuung. Die Verfügbarkeit der Anlage wird maximiert. Nicht nur planbare Wartungsaufgaben werden optimiert, sondern auch unvorhergesehene Bedarfe mittels einer 24-Stunden-Bereitschaft, welche im Bereich EMR etabliert und im Bereich Mechanik derzeit aufgebaut wird, schnellstmöglich erfüllt. Mit der mobilen Verfügbarkeit von Echtzeitanalysen erfährt der Kunde unabhängig von Zeit und Ort den Status seiner Anlagen. Insbesondere in der zustandsbasierten Instandhaltung (Condition Monitoring) werden mittels Trenderfassungen und automatisierter Alarme die Reaktionszeiten zwischen Feststellung und Behebung reduziert, oft sogar bevor es zu einem Schaden kommt.

Blick von vorn nach vorn

Erhebung, Speicherung und Echtzeitanalyse der Daten, mobile Verfügbarkeit steuerungsrelevanter Information in nutzerfreundlicher Darstellung, Vorhaltung prozessualer und personeller Kompetenz zur schnellstmöglichen Wiederherstellung des Soll-Zustands einer Anlage: Obwohl mit diesem Leistungsangebot bereits eine zeitgemäße Instandhaltung realisiert ist, macht die Entwicklung keinen Halt. Steigende Datenmengen, neue Auswertungsmöglichkeiten, Fernwartungspotenziale und bisher ungekannte Anforderungen sind Anlass für den industriellen Dienstleister, über die innovative Weiterentwicklung voraus zu denken. Ein interdisziplinäres Team aus Mitgliedern der gruppeneigenen Unternehmen arbeitet stetig daran, nimmt Marktimpulse auf und kooperiert mit Know-how-Trägern verschiedener Branchen. (op)

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