Anlagenbau & Prozesstechnik

Druckdrehfilter wirtschaftlicher als Schälzentrifugen

03.08.2018 -

Für einen Hersteller von Lebensmittelzusatzstoffen hat BHS-Sonthofen dessen Filtrationsprozess untersucht und entdeckt, dass ein Druckdrehfilter die drei bislang verwendeten Schälzentrifugen ersetzen kann.

Ein deutscher Hersteller von Lebensmittelzusatzstoffen setzte für einen Produktionsschritt bisher drei Schälzentrifugen ein. Diese sollten gegen drei neue, baugleiche Maschinen getauscht werden. Parallel ließ der Hersteller den Prozessschritt selbst von BHS-Sonthofen unter die Lupe nehmen. BHS stellte während der Analyse des Filtrationsprozesses fest, dass der Einsatz eines Druckdrehfilters deutliche Vorteile für den Anlagenbetreiber bietet: So benötigt dieses langsam drehende Einzel­aggregat gegenüber drei schnell laufenden Zentrifugen einen weitaus geringeren Einsatz an Strom und Waschmitteln bei spürbar reduziertem Wartungsaufwand. Menge und Qualität der Ausbeute steigen hingegen beim Einsatz eines Druckdrehfilters deutlich.
Diese Annahme wurde zunächst durch Laborversuche verifiziert, die den zukünftigen Prozess im Kleinen nachstellten – und zwar direkt vor Ort beim Kunden. Das Ergebnis: Der Druckdrehfilter war gegenüber den Zentrifugen hinsichtlich Qualität und Effektivität der Kuchenwäsche klar im Vorteil. Die gemittelten Kuchenwaschwerte konnten um rund 90 % verbessert werden – bei gleichzeitig verringerter Waschmittelmenge. Dank eines von Beginn an feststofffreien Filtrats fielen anders als bei den Zentrifugen keine Produktverluste an. Und mehr noch: Ein einzelner Filter konnte alle drei Zentrifugen ersetzen. Aufgrund der relativ geringen Antriebsleistung sank überdies der Energieverbrauch um rund 50 %.
Im nächsten Schritt wurden die Laborversuche hochskaliert, um die Ergebnisse mithilfe einer per Bypass zugeschalteten Pilotanlage im Realbetrieb zu überprüfen. Ein Langzeitversuch über 24 Stunden bestätigte die Ergebnisse der Laborstellungen. Sein eindeutiges Resultat: Der Druckdrehfilter ist in allen Belangen die bessere Alternative.

Prozesse einfach, effizient und sicher
BHS-Sonthofen verfolgt bei derartigen Aufgabenstellungen einen ganzheitlichen Ansatz: ein optimal gestalteter, auf die individuellen Kundenanforderungen zugeschnittener Prozess sorgt sowohl für hohe Wirtschaftlichkeit als auch für die Entlastung beteiligter Mitarbeiter. Beim Austausch der drei Schälzentrifugen durch einen einzelnen Filter stand neben der Effizienzsteigerung die einfachere und sicherere Handhabung im Vordergrund. Die langsame Drehbewegung des Filters senkt das Sicherheitsrisiko für Produktionsmitarbeiter. Überdies sind keine speziellen Fundamente notwendig.
Der allgemeine Wartungsaufwand verringert sich bereits durch die Reduktion auf eine statt drei Maschinen. Im Gegensatz zu den Zentrifugen benötigt der Druckdrehfilter zudem weder regelmäßige TÜV-Prüfungen noch aufwändigen Reinigungsphasen oder gar Spezialisten für anfallende Wartungsarbeiten.

Nichts von der Stange
Wie im Falle des geplanten Austausches von alten gegen neue Zentrifugen kann sich im Prozessverlauf herausstellen, dass ein anderer Ansatz erhebliche Vorteile bietet. Wesentlicher Bestandteil der lösungsorientierten Beratung sind dabei die von BHS-Sonthofen durchgeführten Versuche. Diese werden im hauseigenen Labor oder vor Ort beim Kunden aufgesetzt und ermitteln, welches Verfahren bei Einsatz welcher Mittel den besten Erfolg erzielt. Bei Bedarf führt BHS weitere Versuche mit Pilotanlagen durch. „Wir verkaufen nichts von der Stange, jede Anlage ist auf die kundenspezifischen Bedürfnisse ausgerichtet“, unterstreicht Matthias Rahmann, Area Sales Manager Filtrationstechnik bei BHS-Sonthofen. „Der Kunde erhält nicht nur einen Filter, sondern nutzt unsere langjährige Erfahrung in Kombination mit modernen Versuchsmethoden. So finden wir geme gemeinsam die beste Lösung.

Kontakt

BHS-Sonthofen GmbH

An der Eisenschmelze 47
87527 Sonthofen
Deutschland

+49 8321 6099 0