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Klimaschutzplattform „Chemistry4Climate“ von VCI und VDI nimmt Arbeit auf

01.07.2020 - Die im März gemeinsam vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) gegründete Klimaschutzplattform „Chemistry4Climate“ hat mit einer ersten Expertenrunde ihre Arbeit aufgenommen. In den kommenden Jahren soll die Plattform Antworten liefern, unter welchen Rahmenbedingungen die deutsche Chemie bis 2050 treibhausgasneutral werden kann.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup sagte zum Start: „Viele Herausforderungen, die sich auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Chemieproduktion ergeben, können wir als Branche nicht alleine lösen. Wir freuen uns daher, dass namhafte Expertinnen und Experten aus relevanten Branchen, von Umweltorganisationen, Chemieunternehmen und der Politik mit am Tisch sitzen. Im Ziel sind wir uns alle einig. Wichtig ist jetzt, dass wir alle möglichst an einem Strang ziehen, um die Zukunftsvision durch konkrete Konzepte mit Leben zu füllen.“

Die Voraussetzungen für eine treibhausgasneutrale Chemie sind zugleich die Kernthemen der Plattformarbeit. Dazu gehören Problemlösungen für die Fragen: Wie können große Mengen an günstigem, erneuerbarem Strom für die Chemie verfügbar werden? Wie können eine bessere zirkuläre Wirtschaft und ein stärkerer Einsatz von Biomasse dazu beitragen, die heutige fossile Kohlenstoffbasis der Chemie zu transformieren? Welche unterstützende Rolle sollte die Politik durch die Anpassung von regulatorischen Vorgaben dabei spielen? Große Entrup: „Während die Politik sich bei der deutschen Wasserstoffstrategie oder dem europäischen Green Deal mit diesen Fragen noch theoretisch befasst, gehen wir mit Chemistry4Climate schon in die Praxis.“

VDI-Direktor Ralph Appel sieht das Ziel von Chemistry4Climate so: „Wir haben die Plattform gemeinsam mit dem VCI ins Leben gerufen, um Treibhausgasneutralität für die Chemiebranche zu erreichen, indem wir alle notwendigen Kompetenzen zusammenbringen. Nur so bekommen wir die Vielfalt der anstehenden Herausforderungen unter einen Hut.“ Nötig seien dazu die Expertise und konkrete Beiträge aus verschiedensten Bereichen. Diese gilt es, gemeinschaftlich zu identifizieren und zu adressieren. Appel: „Der VDI bringt hierfür eine breite fachliche Expertise mit. Wir Ingenieurinnen und Ingenieure wollen Lösungen entwickeln und unterstützen die Plattform vor allem aus technischer Sicht.“

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