GEA: Füllkörperkolonne mit vorgeschaltetem Strahlwäscher

#achema2018 - Die Strahlwäscher bzw. Strahlpumpen der Firma GEA Process Engineering wurden so modifiziert, dass Absorption möglich ist. Laut Project Manager Dipl.-Ing. Harald Oschinski können diese mehrere Funktionen wie beispielsweise Quenching (schnelle Abkühlung heißer Gase mit Wasserüberschuss), Staubabscheidung und Förderung neben dem Reinigen erfüllen. Die Strahlwäschertechnologie kann mit anderen Anlagen gut kombiniert sowie ein- und mehrstufig betrieben werden. Eine stabile Arbeitsweise bei großen Schwankungen ist ebenfalls gegeben. Vorteilhaft ist, dass die Düsen der Strahlpumpe orthogonal oder seitlich montiert werden können. Auch eine liegende Betriebsweise bei Notwäschern ist möglich. Der Energieaufwand solcher Anlagen im Vergleich zu Füllkörperkolonnen ohne Strahlwäscher ist durch die Pumpe größer. Allerdings kann durch Vorschaltung des Strahlwäschers die Restlast in der Füllkörperkolonne auf 2% verringert werden, wodurch eine kleinere Bauchweise und größere Lastbereiche der Anlage möglich sind.

Die Strahlwäscher sind Nasswäscher wobei die Waschflüssigkeit zirkuliert. Sie arbeiten nach dem Ejektorprinzip. Bei der Reinigung von Prozessabgasen erfolgt kein Druckverlust sondern ein Druckgewinn im Gasstrom. Der Einsatz von Ventilatoren wird damit überflüssig. Weltweit werden die Anlagen unteranderem in der Pharma- und chemischen Industrie verwendet. Anwendungsgebiete sind dabei die Reinigung von Rauch- und Prozessgasen, Staubabscheidung, Gaskühlung oder Chlorgas-Absorption. Firmen wie Bayer, BRSF, Boehringer Ingelheim oder Merck nutzen die Strahlwäschertechnologie der GEA (Halle 4.0 Stand F46).

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