Chemiepark Gendorf: Modernisierung der KWK-Anlage

Mit über 35 Mio. EUR war es die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte der Infraserv Gendorf (ISG): Der Chemieparkbetreiber und Lösungsanbieter für die Chemieindustrie realisierte erfolgreich eine umfassende Modernisierung der gesamten KWK-Anlage. Mit einem offiziellen Festakt Ende Oktober wurden der Projektabschluss und die erfolgreiche Inbetriebnahme mit über 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Unternehmen gefeiert.

Bei laufendem Betrieb und innerhalb bestehender Gebäudestrukturen – die Herausforderungen für die komplette Modernisierung der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) im Chemiepark waren komplex. Zweieinhalb Jahre dauerte hierfür die Planungsphase, dessen Umsetzung im Sommer 2016 begann und ein Jahr später vollendet war. Zu den Maßnahmen zählten die Anschaffung einer neuen Gasturbine, die Modernisierung des Abhitzekessels und die Installation einer neuen Dampfturbine. Die neuen Kraftwerksanlagen sind passgenau für den Bedarf des Chemieparks dimensioniert, die neue Gasturbine erlaubt eine flexible Stromerzeugung je nach aktueller Auslastung. „Außerdem können wir die von unseren Kunden benötigten und von uns selbst produzierten Medien, wie beispielsweise Dampf, Sauerstoff oder Druckluft auch weiterhin zu rentablen Preisen anbieten“, stellt Karsten Groß, Leiter der Ver- und Entsorgung der Infraserv Gendorf, die Vorteile des neuen Kraftwerks dar.

Zukunftsweisende Energiegewinnung
Auch die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie llse Aigner beglückwünschte die ISG in ihrem Grußwort per Videobotschaft zur zukunftsweisenden Investition. Mit der Modernisierung habe das Unternehmen einen wichtigen Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit des Chemieparks erreicht sowie ein positives Signal für das Versorgungskonzept im gesamten Chemiedreieck gesetzt, so Aigner. Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer gratulierte zu „dem großartigen Investment“ und unterstrich die systemstabilisierende Rolle des KWK-Kraftwerks als Teil der selbständigen Energieversorgung. Mit Blick auf die Energiepolitik versprach er, sich weiter dafür einzusetzen, dass die wirtschaftliche Bedeutung der Chemie- und Industrieparks von der Politik bei Gesetzgebungsverfahren richtig erkannt wird.

„Mit dem erfolgreichen Abschluss empfiehlt sich die ISG einmal mehr als verlässlicher Partner, auch bei der Umsetzung von komplexen Projektvorhaben der Chemie- und Prozessindustrie“, betonte ISG-Geschäftsleiter Dr.

Bernhard Langhammer in seiner Rede mit Blick auf die ISG-eigenen Gewerke, die das Projekt gemeinsam mit externen Partnern störungs- und unfallfrei umgesetzt hatten. Da aufgrund der KWK-Förderung der Stichtag 31. Dezember 2017 eingehalten werden musste, waren ein starkes Projektmanagement sowie lösungsorientierte Kreativität bei schwierigen Themen erforderlich. „Der Stichtag hängt mit der Inanspruchnahme der KWK-Förderung zusammen, ohne die die Modernisierung wirtschaftlich nicht darstellbar gewesen wäre“, so Langhammer.

Wettbewerbsfähigkeit im globalen Kontext
Derzeit wird im Chemiepark massiv investiert: Von 2011 bis 2019 fließen durch den Betreiber weit über 130 Mio. EUR in die Modernisierung des Standorts. „Wir tun dies, um den internationalen Unternehmen im Chemiepark auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige Infrastruktur anbieten zu können“, erklärt Langhammer. Der Chemiepark Gendorf ist der größte Chemiepark Bayerns und Standort für über 30 Unternehmen aus den Bereichen Basis- und Spezialitäten-Chemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Am Standort sind ca. 4.000 Mitarbeiter beschäftigt; etwa 400 junge Menschen werden vor Ort ausgebildet. Der Chemiepark ist 197 ha groß.

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