Der Übergang zu einer globalen Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe ist möglich.

VCI Präsident Van Bylen gibt sich in einem Gastkommentar im CHEManager überzeugt

  • Hans Van Bylen, Präsident des Verbands der Chemischen Industrie e.V., Frankfurt/M. © VCIHans Van Bylen, Präsident des Verbands der Chemischen Industrie e.V., Frankfurt/M. © VCI

Hans Van Bylen ist überzeugt: Der Übergang zu einer globalen Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe ist möglich. Dafür steht auch die weltweite „Alliance to End Plastic Waste“ (AEPW), in der über 30 international tätige Firmen aus der Wertschöpfungskette Kunststoff gemeinsam das Ziel verfolgen und konkret daran arbeiten, die Verschmutzung der Umwelt durch Plastikmüll zu stoppen. In seinem Gastkommentar gibt der VCI-Präsident eine präzise Situationsanalyse.

„Kunststoffe sind sehr leistungsfähige, vielseitig einsetzbare und ressourcenschonende Materialien. Zum Beispiel als leichte, aber gleichzeitig sichere Fahrzeugteile oder Karosserien, als wiederverwendbare Verpackungen oder in Windkraftanlagen im Bereich der regenerativen Energien haben sie eine wichtige Funktion. Eine Tatsache ist aber auch: Plastikmüll in den Meeren hat sich zu einem gravierenden globalen Problem entwickelt.
Die chemische Industrie in Deutschland steht für innovative Lösungen, um den nachhaltigen Umgang mit Verpackungsmaterial zu stärken. Deshalb beteiligen sich eine Reihe von Mitgliedsunternehmen des VCI an der globalen „Alliance to End Plastic Waste“ (AEPW). Über 30 international tätige Firmen aus der Wertschöpfungskette Kunststoff verfolgen damit ein gemeinsames Ziel: die Verschmutzung der Umwelt durch Plastikmüll zu stoppen.
Dazu werden die AEPW-Mitglieder in den nächsten fünf Jahren 1,5 Mrd. USD in konkrete Projekte investieren. Sie konzentrieren sich dabei auf die Regionen der Welt, in denen die Herausforderungen am größten sind: vor allem Asien und Afrika. 90 % des Plastikmülls, der sich in den Meeren sammelt, gelangt über zehn Flüsse aus diesen Regionen dorthin.

Der Übergang zu einer globalen Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe ist möglich.

In der Allianz sind Kunststoffhersteller, Unternehmen aus der Konsum­güterindustrie, dem Handel und der Abfallwirtschaft vertreten. Sie entwickeln individuelle wie gemeinsame Maßnahmen gegen Plastikmüll und treiben diese voran. Die Initiative sucht aber weitere Partner auch aus anderen Branchen.
Nicht zuletzt spielen die Verbraucher eine wichtige Rolle für einen nachhaltigen Umgang mit Verpackungen aus Kunststoff.

Ein Ziel der AEPW ist es, das Bewusstsein der Menschen für einen verantwortlichen Umgang mit Plastikmüll zu stärken. Das betrifft vor allem urbane Ballungsgebiete, die ein hohes Aufkommen an Kunststoffabfall produzieren, derzeit aber kaum über angemessene Infrastrukturen für ein nachhaltiges Abfallmanagement verfügen. Hier will die Allianz gezielt Partnerschaften eingehen, damit dort Lösungen entwickelt und realisiert werden können. Technische Innovationen und neue Ansätze sind dafür unverzichtbar. Denn es gilt, Flüsse zu reinigen oder das Sammeln und Recycling von Kunststoffen zu vereinfachen.
Die Allianz AEWP ist überzeugt: Der Übergang zu einer globalen Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe ist möglich. Sie wird ihren Beitrag dazu leisten.

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