Lösungen finden statt zu Reden

Neuer Chempark-Leiter hat die Sicherheit immer im Blick

  • Lars Friedrich ist seit dem 1. April neuer Chempark-Leiter.Lars Friedrich ist seit dem 1. April neuer Chempark-Leiter.
  • Lars Friedrich ist seit dem 1. April neuer Chempark-Leiter.
  • Offene Türen für die Nachbarn: An jedem Standort eröffnete jeweils auch ein CHEMpunkt.
  • Zwei Flugzeugturbinen im Einsatz: Der Turbolöscher der Chempark-Werkfeuerwehr.

Seit 1. April ist Lars Friedrich Leiter der Currenta Chemieparks mit seinen Standorten in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Mit erweitertem Aufgabenspektrum im Bereich Sicherheit folgte der 45-Jährige als Repräsentant auf Dr. Ernst Grigat. Wie sein Vorgänger wird auch Friedrich die Chemiepark-Interessen in kommunalen und industriellen Gremien vertreten, den Kontakt zu Behörden und Lokalpolitik halten und ein offenes Ohr für Wünsche und Belange aus der Nachbarschaft haben. Basis für Letzteres sind die Nachbarschaftsbüros in den Städten der drei Standorte.

Sicherheit immer im Blick

Anders als bisher laufen nun bei Lars Friedrich alle Fäden zur Prävention und Abwehr von Ereignissen im Chempark zusammen: Werkfeuerwehr, Security, Umweltüberwachung und Krisenmanagement. Als Sicherheits- und ausgebildeter Brandschutzingenieur ist Friedrich hier umfänglich im Thema, hat selbst viele Jahre lang standortübergreifend von Leverkusen aus Brandschutz und Sicherheitszentralen geleitet. Friedrich kennt das Konzept dahinter sehr genau. „Grundlegender Bestandteil ist die sog. Sicherheitspyramide. Sie zeichnet sich vor allem durch zwei Vorteile aus. Zum einen lässt sich die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen und damit die Beeinträchtigung für die Umwelt, sowie die Menschen im und neben dem Produktionsstandort deutlich reduzieren. Zum anderen wird die Brandbekämpfung deutlich effektiver. Und die Sicherheit für Mensch und Natur hat bei uns Priorität“, erklärt der neue Standortleiter.

Die Sicherheit wird in Anlagen eingebaut

Die Sicherheitspyramide umfasst drei Stufen. Den Sockel der Pyramide bildet dabei die „Konstruktive Sicherheit“. Anlagen und Verfahrensprozesse werden so geplant, dass Risiken minimiert werden, die Sicherheit wird gleich mit eingebaut. „Aktive Sicherheit“ – die zweite Stufe – steht unter anderem für alle Maßnahmen, die das Eintreten von Schadensereignissen verhindern, also bspw. für regelmäßige Inspektions- und Wartungsarbeiten an den Anlagen oder Schulungen der Mitarbeiter.

Die Spitze der Sicherheitspyramide bildet die „reaktive Sicherheit“.

Friedrich: „Kommt es trotz aller Vorsorge doch zu einem Ereignis, sind wir auch darauf gut vorbereitet.“ Rettungs- und Luftmesswagen oder das Security Management sind in wenigen Minuten an ihrem Einsatzort. Als ehemaliger Feuerwehrmann weiß Friedrich die schnelle Reaktionszeit zu schätzen: „Das gilt vor allem auch für unsere Brandschützer. Die Feuerwehrleute können im Brandfall einen besonderes effektiven Turbolöscher zum Einsatz bringen. Mit zwei Flugzeugturbinen können wir 8.000 l Wasser pro Minute so fein zerstäuben, dass etwa 3.500 m² abgedeckt werden.“

Der „gute Nachbar“ sorgt für Sicherheit

Für Friedrich passen seine Aufgabenfelder – Ansprechpartner für die Öffentlichkeit und Verantwortlicher für das Sicherheitsmanagement – sehr gut zusammen. Der Grund: „Wir wollen ein verlässlicher Partner und guter Nachbar bleiben. Und das können wir nur, wenn wir auch für die Sicherheit sorgen.“ Der neue Chef verfolgt ein Ziel: „Bloß akzeptiert zu werden ist mir zu wenig für einen Nachbarn, der rund 50.000 Arbeitsplätze bietet und einen enormen Wirtschaftsfaktor darstellt. Wir wollen gewollt werden! Die Leute sollen verstehen: Gut, dass der Chempark da ist.‘“ Dafür will er das, was er bei der Feuerwehr gelernt hat, auch in seiner neuen Funktion praktizieren: „Zuhören, präzise nachfragen und dann eine Entscheidung treffen.“ Und: „Nach Möglichkeit keine langen Reden schwingen, sondern Lösungen finden.“ (op)

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