Ressourcenallokation in Life Sciences

Wie man die richtige Entscheidung trifft

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  • Vir Lakshman, KPMG

Nach einer relativ innovationsarmen Phase, befindet sich die Pharmabranche in einer „Breakthrough Innovation Era“. Unternehmen berichten über zahlreiche vielversprechende Moleküle in späten Entwicklungsphasen und kündigen diverse globale Produkteinführungen an. Bis dato unterversorgte Krankheitsfelder werden neu erschlossen, weitere wissenschaftliche Durchbrüche zeichnen sich ab.

Innovationen müssen finanziert, Produkteinführungen breit lanciert werden. Gleichzeitig benötigen bereits etablierte Marken kontinuierlich Input um maximales Umsatzpotential auszuschöpfen. Dabei setzt der Markt die Pharmaunternehmen bei Qualität und Kosten immer stärker unter Druck. Die effektive Zuordnung und Verteilung knapper Ressourcen wird zur unternehmenskritischen Aufgabe und hat langfristige Auswirkungen auf Wachstum und Profitabilität.

Aktuelle Ansätze der Ressourcenallokation müssen mit Skepsis hinterfragt, neue Resourcing-Strategien diskutiert werden. Wie aus der KPMG-Studie „A Bittersweet Pill“ hervorgeht, wird sich die jährliche Wachstumsrate des Umsatzes der Top 25 Pharmaunternehmen bei ca. 3-5% einpendeln. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Kosten für Forschung und Entwicklung um ca. 8% jährlich steigen werden. Kosten für Forschung und Entwicklung müssen erheblich angepasst werden um diesem Trend entgegenzuwirken.

Neue Modelle zur Ressourcenallokation innerhalb der Pipeline

Bisher wägte die obere Führungsebene während jedes Planungszyklus ab, ob sie die Entwicklung bestimmter Assets einschränken soll um dadurch gewonnene Ressourcen anderen Innovationen zuzuteilen. Die „Breakthrough Innovation Era” verlangt komplexere und gesamtheitlichere Entscheidungen. Die Planung von Forschung und Entwicklung muss früher kommerzielle Erwägungen und flexibler immer anspruchsvollere und diversere Ansprüche der Marktregulierer und Kostenträger berücksichtigen. Langfristig evidenzbasierte Strategien gewinnen an Bedeutung. Beim aktiven Management und langfristigen Resourcing des Portfolios müssen globale Erstattungsanforderungen und der Patientenzugang bedacht werden.

Größeren und komplexeren Studien muss eine noch kritischere und straffere Abwägung der Investitionen folgen. 

Neue kommerzielle Ansätze

Die Jahresplanung einzelner Marken basierte bisher oft auf der inkrementellen Anpassung der Vorjahresbudgets. Die „Breakthrough Innovation Era” verlangt von Pharmaunternehmen die Neuausrichtung ihrer Positionierung und Kommunikation in innovativen und hoch spezialisierten Therapiefeldern. Eine schnelle Anpassung berücksichtigt neuen Kompetenzbedarf und sich wandelnde externe Marktlandschaften. Es wird weiterhin effizient sein kommerzielle Strategien global zu konzipieren und lokal anzupassen, diese sind jedoch noch dynamischer und nuancierter zu gestalten. Integrierte Produkt- und Serviceleistungen  „beyond the pill“ gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig besteht auch die Chance kommerzielles Resourcing in manchen Märkten zu straffen, da diese effizienter und koordinierter werden.
 

Exemplare der KPMG-Publikation „A Bittersweet Pill“ erhalten Sie über Katharina Ashauer, Markets Chemie und Pharma.

 

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40474 Düsseldorf
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