Optimiertes Industriedesign

Endress+Hauser perfektioniert Einheitlichkeit in der Feldinstrumentierung

  • Einheitliches Zweileiter-Gerätekonzept für Durchfluss und Füllstand mit 24 ProduktlinienEinheitliches Zweileiter-Gerätekonzept für Durchfluss und Füllstand mit 24 Produktlinien
  • Einheitliches Zweileiter-Gerätekonzept für Durchfluss und Füllstand mit 24 Produktlinien
  • Das modulare Gerätekonzept reduziert die Lagerkosten und erhöht die Anlagenverfügbarkeit dank flexibel austauschbarer  Komponenten
  • Deutlich vereinfachte Systemintegration der Messgeräte: Gehäusekomponenten und Elektronikmodule sind untereinander austauschbar
  • Peter Dietrich, Fachverantwortlicher Durchfluss,  Endress+Hauser

In der Prozessindustrie steigen die Anforderungen an die Automatisierungstechnik stetig. Immer leistungsfähigere und gleichzeitig flexiblere Anlagen, mit der gesamten Bandbreite an messtechnischen Anwendungen, sollen zu möglichst geringen Kosten betrieben werden. Die Komplexität für den Anwender nimmt aufgrund der Vielzahl von Messaufgaben und der dafür verfügbaren Geräte unterschiedlicher Hersteller stetig zu. Gleichzeitig steigen die Anforderungen hinsichtlich der Betriebssicherheit und Verfügbarkeit von Anlagen. Beide Aspekte führen dazu, dass der Ruf nach Einheitlichkeit und Durchgängigkeit in der Feldinstrumentierung immer lauter wird.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat Endress+Hauser in der jüngsten Vergangenheit die Entwicklung eines Zweileiter-Gerätekonzepts für Durchfluss und Füllstand vorangetrieben, das ganz auf  Durchgängigkeit und Einheitlichkeit in der Feldinstrumentierung setzt. Es umfasst sechs physikalische Messparameter mit 24 Produktlinien für die unterschiedlichsten Messaufgaben. Für die Durchflussmessung sind dies die Technologien Coriolis, Magnetisch Induktiv, Wirbelzähler und Ultraschall. Bei der Füllstandmessung die Technologien geführtes und frei-abstrahlendes Radar. Dank des modularen Aufbaus reduziert das Gerätekonzept die Lagerkosten und erhöht die Verfügbarkeit der Anlage durch die flexible Einsetzbarkeit von einheitlichen Ersatzteilkomponenten. Das kompakte und robuste Gehäuse-Design sichert Bedien-und Montagekomfort sowie maximale Betriebssicherheit auch in rauer Prozessumgebung.

Anlagenkomplexität und Kosten senken

Das neue einheitliche Zweileiter-Konzept für Durchfluss und Füllstand vereinheitlicht konsequent die Bedienung, die Software, Geräteschnittstellen und das Datenmanagement. Die Systemintegration der Messgeräte wird deutlich vereinfacht. Gehäusekomponenten und Elektronikmodule sind untereinander austauschbar. Bestellstrukturen und Dokumentation sind schlüssiger und leichter für den Anwender verständlich.

Einheitlichkeit und Durchgängigkeit gehören heute bei Gerätekonzepten zu den wichtigsten Eigenschaften zur Reduzierung von Komplexität, um dadurch die Kosten zu senken und die Sicherheit im Anlagenbetrieb zu erhöhen.

Sind dabei außerdem möglichst viele Ersatzteile und Komponenten gleich und damit austauschbar, lässt sich die Lagerhaltung reduzieren und die Ersatzteilverfügbarkeit erhöhen.

Modularität und Einheitlichkeit

Alle Gehäuse und Elektronik-Komponenten außer den für das Messprinzip spezifischen Teilen wie Sensor oder die Hauptelektronik mit dem jeweiligen Messverstärker sind modular aufgebaut. Das Gehäuse ist in den Materialien Kunststoff, Alu Druckguss und Edelstahl erhältlich. Die Kunststoffgehäuseausführungen sind ausschließlich für die Füllstandgeräte erhältlich. Als Bedienung gibt es wahlweise Drucktasten oder Touch Control für eine Bedienung durch das Deckelglas hindurch.

Die Modularität gilt für das gesamte neue Gerätekonzept und umfasst die insgesamt 24 Messgerätelinien zur Messung von Durchfluss und Füllstand. Dazu zählen die sechs unterschiedlichen Messgerätetechnologien magnetisch-induktiv, Coriolis, Vortex und Ultraschall (Durchfluss) sowie geführtes Radar und freiabstrahlendes Radar (Füllstand). Die Einheitlichkeit zeigt sich bei allen Gehäusekomponenten – so z. B. an Deckel, Verschraubungen und Klemmleisten. Aber auch die I/O-Elektronikmodule und die Gerätedisplays sind austauschbar.

Die Gerätekomponenten und Ersatzteile können flexibel bei allen Durchfluss- und Füllstandmessgeräten des durchgängigen Zweileiter-Gerätekonzeptes eingesetzt werden. Das reduziert die Komplexität und schont das Budget des Ersatzteillagers.

Optimiertes Industriedesign

Das einheitliche Zweikammergehäuse ist hinsichtlich Kompaktheit und Bedienkomfort verbessert worden. Das Design ermöglicht jetzt die einfache Zugänglichkeit beim Kabelanschluss und einen einfachen und sicheren Ersatz aller Module und Komponenten. Die Elektronikmodule sind für mehr Stabilität vergossen. Der zusätzliche Teflonfilter entlüftet das Gehäuse und schützt damit vor Feuchtigkeit. Damit gibt das neue Design eine noch höhere Betriebssicherheit auch in rauer Umgebung und mehr Komfort bei Inbetriebnahme und Wartung.

4…20 mA oder Feldbustechnologie

Die verfügbaren I/O-Module sind für alle Durchfluss- und Füllstand- Messgerätelinien im Zweileiter-Gerätekonzept einheitlich. Das Gerät zeigt automatisch die Bestückungsvariante und stellt softwareseitig die notwendigen Konfigurationsparameter für die Inbetriebnahme zur Verfügung. Im Falle einer durchgängigen Ausgangsbestückung (z.B. 4…20mA + PSF  Puls/Frequenz/Schaltausgang) ist es möglich, mit einem einheitlichen I/O-Modul die Ersatzteilhaltung für die unterschiedlichen Durchfluss- und Füllstandgeräte abzudecken. Damit entsteht eine im Anlagenbetrieb bisher unerreichte Flexibilität und Einfachheit im Ersatzteilmanagement und bei der Instandsetzung von Geräten. In der Folge sinken die Kosten und während die Verfügbarkeit in der Anlage steigt.

Integrierter, unverlierbarer Datenspeicher

Dank des integrierten HistoROM Datenspeichers in den Geräten des Zweileiterkonzeptes ist ein einfacher Austausch der Elektronikkomponenten ohne Neuabgleich möglich. Er speichert automatisch und sicher alle zum Messgerät gehörenden Daten wie Sensor-, Parametrier- und Kalibrierdaten. Das Modul ist unverlierbar mit dem Gehäuse verbunden und kopiert bei Austausch von Elektronikkomponenten automatisch die komplette Gerätekonfiguration auf die neue Elektronik.

Bei jeder Einstellungsänderung werden die neuen Parametrierdaten mit der Speichertaste direkt ins HistoROM übernommen. Zusätzlich können die Daten als Backup im abnehmbaren Display gespeichert werden. Sollte nun eine Parametrierung misslingen, kann über die Displaydaten der vorherige Stand der Einstellungen schnell und einfach wiederhergestellt werden. In diesem Fall werden die aktuellen Daten mit den Displaydaten überschrieben. Davon unabhängig kann wahlweise jederzeit der Auslieferungszustand über einen Geräte-Reset wiederhergestellt werden. HistoROM bietet dem Anwender als mehr Bedienkomfort und Sicherheit und vermeidet Datenverlust beim Komponententausch.

Flexibel im Einsatz

Zusätzlich zu den genannten Entwicklungen verfügt das Gerätekonzept über weitere Leistungsmerkmale, die sich vor allem in der Praxis bemerkbar machen: Eine optional absetzbare Anzeige mit bis zu 50 Meter langem Kabel ermöglicht eine einfache Bedienung bei schwer zugänglichen Messstellen. Die zweite Kabeleinführung am Gehäuse erleichtert die Verkabelung von zusätzlichen Ein- und Ausgangssignalen. Im Klemmenanschlussraum ist die Feldbus-Adressenwahl besonders einfach. Das um 350° drehbare Gehäuse ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich: druckfest, aus Kunststoff, Aluminium oder Edelstahl.  An ihm garantiert das abgeschrägte, drehbare Display eine komfortable Bedienung und eine gute Ablesbarkeit.

Mit dem einheitlichen Zweileiter-Gerätekonzept berücksichtigt Endress+Hauser die aktuellen technischen und wirtschaftlichen Bedürfnisse von Anlagenbetreibern. Füllstand und Durchfluss lassen sich, verglichen mit bisherigen Messgerätekonzepten, deutlich kostengünstiger überwachen. Gleichzeitig bietet die neue Technologie mehr Sicherheit: sowohl geräteimmanent als auch anwenderbezogen.

Das modulare Konzept und die einheitliche, intuitive Bedienung der Geräte hilft, Fehler zu vermeiden und damit die Anlagensicherheit zu erhöhen. Durch die Einheitlichkeit der Bedienung und Komponenten entwickelt der Anwender bei der Handhabung der Geräte eine Routine im positivsten Sinne. Ähnlich wie beim Autofahren mit Lenker, Schaltung und Pedalen sind die wesentlichen Bedienelemente und Komponenten auch beim Zweileitergerätekonzept immer gleich. Der Umgang mit den Geräten geht – wie das Autofahren – in Fleisch und Blut über.

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