Lindner Reinraumtechnik realisiert neuen OP-Trakt für die Fachklinik Hornheide

Fit für die Zukunft durch hochmoderne Ausstattung

  •  Die Ib-OPs sind mit TAV-Feldern und Tageslichtfenstern mit belüfteter  Fassadenverkleidung ausgestattet.© samba photography Die Ib-OPs sind mit TAV-Feldern und Tageslichtfenstern mit belüfteter Fassadenverkleidung ausgestattet.© samba photography
  •  Die Ib-OPs sind mit TAV-Feldern und Tageslichtfenstern mit belüfteter  Fassadenverkleidung ausgestattet.© samba photography
  • Flächenbündig in die OP-Wand integrierter Monitor mit versenkbarem PC-Bedientableau. © samba photography
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  • Franz Starzer, Geschäftsbereichsleitung Lindner Reinraumtechnik

Im Rahmen einer Neustrukturierung verwirklichte die Lindner Reinraumtechnik für die Fachklinik Hornheide einen neuen OP-Bereich. Der hochmoderne Bau erweitert mit 10 neuen Operationssälen inklusive zweier Ib-OPs die räumlichen und technischen Kapazitäten der Klinik in Münster, die als größtes Hautkrebszen­trum Deutschlands gilt.

Weltweit steigt die Zahl der Hautkrebserkrankungen jedes Jahr und Deutschland bildet dabei keine Ausnahme. Nach Schätzungen der Deutschen Krebsgesellschaft erkranken in Deutschland jährlich knapp 200.000 Menschen an hellem Hautkrebs und malignen Melanomen. Die Fachklinik Hornheide in Münster gilt als größtes Hautkrebszentrum Deutschlands. In einer Studie des F.A.Z.-Instituts und des Faktenkontors, die bundesweit 2.000 medizinische Häuser verglich, hat es die Klinik unter die besten 20 % der ausgezeichneten Kliniken geschafft. Überregional werden in Münster Hauttumore und Tumore des Kopf- und Halsbereichs behandelt, aber auch auf chirurgische Rekonstruktion ist die interdisziplinäre Fachklinik Hornheide spezialisiert.

Fachlich überzeugend
Um Erkrankungen auch in Zukunft optimal behandeln zu können, erweiterte man die Klinik 2018 um einen Anbau mit neuen Operationssälen und Bereichen zur Behandlung ohne Narkose. Die Lindner Reinraumtechnik, Teil der Lindner AG aus Arnstorf, überzeugte in der Ausschreibung mit ihrer fachlichen Kompetenz und wurde mit dem Komplettausbau der neuen Klinikbereiche betraut. In Zusammenarbeit mit sander.hofrichter architekten und den Projektsteuerern der ortsansässigen Firma FAC’T, realisierte die Lindner Reinraumtechnik zehn OPs inklusive den dazugehörigen Nebenräumen.

Durchdachter Anbau
Die Fachklinik Hornheide steht für den „stetigen Anspruch, Medizin auf dem höchsten Stand mit Hilfe neuester technischer Ausstattung zu leisten“. Dementsprechend wurde beim Ausbau auf höchste Qualität und modernste Technik gesetzt. Mit einem Projektteam von acht Mitarbeitern realisierte Lindner innerhalb eines Jahres in verschiedenen Hygienebereichen und daran angrenzenden Räumen die klassischen Ausbaugewerke, wie OP-Wände, OP-Schiebe- und Drehflügeltüren, OP-Decken inklusive Lichtkonzept als auch die technische Gebäudeausrüstung.

Mit diesem „Gesamtpaket” erreichte man eine erhebliche Schnittstellenminimierung sowie eine optimale Funktionalität des neuen OP Bereichs.

10 hochmoderne OPs
Der Anbau der Klinik ist auf zwei Etagen aufgeteilt, die insgesamt zehn neue Operationssäle enthalten. Dazu kommen ein Aufwachraum, ein Raum für Hygieneartikel, ein Chefarztbüro, mehrere Waschstellen und Vorräume zum Umziehen für Patienten, die Behandlungen ohne Narkosen erhalten. Zwei der neuen Operationssäle sind sogenannte Ib-Operationssäle, die mit Strahlen- und Laserschutz sowie speziellem Equipment und TAV-Zuluftsystemen ausgestattet sind. Die in die Decke integrierten TAV-Felder generieren eine „turbulenzarme Verdrängungsströmung“. So wird gewährleistet, dass keine Partikel oder Verunreinigungen den direkten Operationsbereich erreichen und somit auch während einer Operation selbst kleinste Partikel vom Operationsbereich ferngehalten werden. In die OP-Wände integrierte Abluftkanäle mit bodennaher Absaugung machen das Lüftungssystem komplett.  

High-Tech im Operationssaal
Auf einer Fläche von 1.050 m² wurden modulare OP-Wandsysteme mit pulverbeschichteten Edelstahlwandschalen ausgeführt, die den bestmöglichen Schutz gegen Reinigungsmedien und Desinfektionsmittel bieten. In bestimmten Bereichen besitzen die flexibel ausführbaren OP-Wände zudem einen integrierten Strahlenschutz. Die Medienführung von Wasser, Strom, medizinischen Gasen, Stromversorgung und Netzwerktechnik befindet sich vollständig innerhalb der Wand. Flächenbündig installierte Rückluftschächte mit speziell für den Einsatz im OP entwickelten Lüftungsgittern ­sorgen für eine optimale Luftführung. Verschiedene OP-Wände sind zusätzlich mit PC-Arbeitsplätzen ausgestattet, deren Bildschirme flächenbündig in die Wand integriert sind. Die dazugehörigen PC-Bedientableaus können nach der Benutzung hygiene­gerecht in der Wand versenkt werden. Zu den nebenliegenden OPs entsteht eine Verbindung durch Sichtfenster. Deren Spezialverglasungen sind, wo benötigt, mit Laserschutz-Rollos ausgestattet, wodurch stets die nötige Sicherheit gewährleistet ist.
Die Operationssäle sind durch automatische Schiebetüranlagen oder Drehflügeltüren zugänglich, die über berührungslose Glastableaus mit modernster Sensortechnik aktiviert werden. Die Zargen wurden OP-seitig flächenbündig in die Wände integriert und bestehen, genau wie die Laufwerkskästen, aus Edelstahl. Die Türblätter setzen partiell farbige Highlights im OP- und Aufwachbereich, der insgesamt schlicht in den Wunschfarben des Auftraggebers, Weiß und Grün, gehalten wurde. Die Türen enthalten Sichtfenster mit innenliegenden Rollos, die bei Bedarf geschlossen werden können, und dadurch den Einblick in den Raum verhindern. Die projektspezifisch gefertigten sowie qualitativ hochwertigen OP-Türen von Lindner sorgen für die nötige Dichtigkeit in den Räumen und wurden auf den Wunsch des Kunden mit zahlreichen Sonderlösungen ausgestattet.

Hygienegerechtes Deckensystem
Auf über 1.000 m² verbaute Lindner das Deckensystem Clip SK. Diese Klemmkassettendecke ist ein voll reinraumtaugliches System, das sich schon vielfach in den verschiedensten Hygieneanwendungsbereichen bewährt hat. Kombinierbar mit allen am Markt gängigen Einbaukomponenten, wie Leuchten und Luftauslässen, bietet das Clip-System Lösungen für zahlreiche Einsatzgebiete. Die Deckenkassetten verfügen über eine einfache Klemm-/Klapp-Funktion, die eine schnelle Handhabung bei Revisions-, Installations- und Instandhaltungsarbeiten ermöglicht, sowie über eine leicht zu reinigende und desinfizierbare, geschlossene Deckenansicht. Durch den Einsatz modernster Heiz- und Kühltechnologie, welche in die Deckenkassetten integriert ist, sind die Räume thermisch optimal regulierbar.

Gute Beleuchtung ist das A und O
Das Deckensystem enthält flächenbündig eingesetzte Lindner LP LED Einbauleuchten in Kompaktbauweise mit Leuchtgehäusen aus pulverbeschichtetem Stahlblech. Das für den Einsatz im Reinraum qualifizierte Leuchtensystem mit geringer Bauhöhe wurde von der Lindner Leuchtenfabrik für den Einsatz in Bereichen mit höchsten hygienischen Anforderungen entwickelt. Für die nötige Dichtheit der Leuchte sorgt eine integrierte geschlossenzellige Dichtung. Mit neuster LED-Technik sorgen die Lindner LP LED Einbauleuchten für optimale Ausleuchtung – vor, während und nach der Behandlung. Insgesamt entsteht so in den Wasch- und Eingriffsräumen, den verbindenden Gängen, dem Raum für Hygieneartikel und dem Aufwachraum ein helles, angenehmes Raumklima.

Klinik mit Aussicht
Die Operationssäle sind nicht nur mit Sichtfenstern zu den nebenliegenden Räumen, sondern auch mit Tageslichtfenstern ausgestattet. Die hinterlüftete Fassadenverkleidung verhindert dabei, dass die Fassadenverglasungen beschlagen und sich Kondenswasser an den Scheiben bildet. Lindner hat deshalb vor der Außenfassade eine OP-Vorsatzwand installiert, die eine separate Belüftung des Scheibenzwischenraums ermöglicht. Die Tageslichtfenster geben den Blick frei auf die Natur vor der Klinik. Sie sind zusätzlich mit Rollos ausgestattet, damit die Räume verdunkelt und vor zu viel Sonneneinstrahlung geschützt werden können.

Angenehmes Erwachen
Die Operationssäle im unteren Geschoss werden hauptsächlich für Behandlungen ohne Vollnarkose genutzt. Kleine Vorräume dienen hier den Patienten als Umkleidekabinen, bevor sie den OP betreten. Im Obergeschoss befindet sich dagegen zusätzlich ein Aufwachraum, in den narkotisierte Patienten nach dem Eingriff gebracht werden. Die warmen Lichtfarben, welche durch die LED-Technik der Reinraumleuchten erzeugt werden, sowie die harmonische Farbauswahl des Raumes helfen dabei, den Patienten ein möglichst angenehmes Aufwachen zu bieten.
Insgesamt hat die Lindner Reinraumtechnik in der Fachklinik Hornheide 1.050 m² modulare OP-Systemwände, 1.000 m² Clip SK Klemmkassettendecke, 157 LED-Einbauleuchten, 33 Drehflügeltüren und 24 OP-Schiebetüren verbaut sowie Teile der Elektrotechnik, der Wärmeversorgungsanlagen, der raumlufttechnischen Anlage sowie der Wasser- und Abwasseranlagen realisiert.

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Lindner AG
Bahnhofstr. 29
94424 Arnstorf
Germany

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