Lonza und Chr. Hansen gründen Joint Venture um die Dynamik im Mikrobiom-Bereich voranzutreiben

Schrittweise Investition von rund 90 Mio. EUR

Chr. Hansen Holding und Lonza haben eine Vereinbarung über die Gründung eines 50/50-Joint-Ventures unterzeichnet, um in der LBP-Branche Pionierarbeit zu leisten und sich als führender CDMO-Partner (Auftragsentwicklung und Auftragsherstellung) für Biotech- und Pharmakunden zu positionieren. Bei dem Joint Venture handelt es sich um eine zu je 50% kontrollierte Einheit, die von ihrem Hauptsitz in Basel (CH) aus operiert und über Produktionsstätten in Dänemark und der Schweiz verfügen wird.

Das Joint Venture vereint sich ergänzende Fähigkeiten und wird eine vollständige Lieferkette zur Produktion von Bakterienstämmen für therapeutische Zwecke anbieten. Während Chr. Hansen sein umfangreiches Know-how in der Entwicklung, im Upscaling und in der Produktion von Bakterienstämmen einbringt, besteht Lonzas Beitrag aus Kompetenzen in der pharmazeutischen Auftragsherstellung und führenden Technologien für die Formulierung und Verabreichung von Wirkstoffen, darunter die Entrinsic-Kapseln.

Darüber hinaus wird das Joint Venture über Kompetenzen in der Handhabung, Charakterisierung, Formulierung, Herstellung und Verkapselung von anaeroben Bakterien verfügen. Dank dieser Kompetenzen unter einem Dach und einem nahtlosen Austausch zwischen Wirkstoff- und Arzneimittelaktivitäten werden sich die Entwicklungszeiten verkürzen.

„Wir müssen anders darüber nachdenken, wie wir Produktionslösungen für den Mikrobiombereich entwickeln, da wir sehen, wie sich das Potenzial dieses Therapiebereichs entwickelt”, sagte Marc Funk, CEO der Lonza Group. „Durch die Zusammenarbeit mit Chr. Hansen, einem der weltweit größten Bakterienproduzenten, bündeln wir Expertisen, die perfekt auf die sehr spezifischen Bedürfnisse von aufstrebenden Unternehmen im Mikrobiombereich zugeschnitten sind.

Das Joint Venture zielt auf die aufstrebende Forschungsindustrie von LBP für den präklinischen und klinischen Bereich ab. Weiteres beträchtliches Potenzial wird aus der kommerziellen Nachfrage entstehen, die aufkommen wird, sobald die ersten lebenden biotherapeutischen Produkte zugelassen und zur Behandlung verfügbar sein werden. Angesichts der Anzahl der derzeitig laufenden präklinischen und klinischen Studien wird geschätzt, dass die klinische Zulieferindustrie bis 2025 einen weltweiten Umsatz von 150–200 Mio.

EUR erreichen wird. Bis 2035 dürfte der Umsatz in der gesamten Zulieferindustrie für den klinischen und kommerziellen Bereich auf über 1 Mrd. EUR ansteigen.

Die stufenweise Investition von rund 90 Mio. EUR wird über einen Zeitraum von drei Jahren zu gleichen Teilen auf die beiden Partner verteilt und für den Aufbau cGMP-konformer pharmazeutischer Produktionskapazitäten eingesetzt.

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