Sanofi will CDMO für pharmazeutische Wirkstoffe ausgründen

Neuer API-Anbieter umfasst 6 Standorte der Geschäftseinheit Active Ingredient Solutions

  • Sanofi Active Ingredient Solutions besitzt langjährige Erfahrung als CDMO in der organischen Chemie mit spezifischen Kompetenzen in komplexen Synthesen. © SanofiSanofi Active Ingredient Solutions besitzt langjährige Erfahrung als CDMO in der organischen Chemie mit spezifischen Kompetenzen in komplexen Synthesen. © Sanofi

Sanofi plant die Ausgründung eines Unternehmens zur Produktion und Vermarktung von Wirkstoffen (API) für die pharmazeutische Industrie.

Die Tochterfirma, an der Sanofi eine 30%ige Beteiligung halten werde, würde nach eigenen Angaben dazu beitragen, die Produktion sowie die Lieferkapazitäten in Europa und darüber hinaus zu unterstützen und zu sichern. Ein neuer CDMO (Custom Development & Manufacturing Organization) könnte einen Beitrag leisten, die starke Anhängigkeit Europas von Asien auszubalancieren. Laut dem CPA-Branchenbericht von 2019 befinden sich rund 60% des weltweiten API-Produktionsvolumens in China und Indien.

Das eigenständige Unternehmen mit Sitz in Frankreich soll die kommerziellen und entwicklungsbezogenen API-Aktivitäten von Sanofi mit sechs seiner europäischen API-Produktionsstätten zusammenführen. Es soll die Standorte in Brindisi (Italien), Frankfurt (Deutschland), Haverhill (Großbritannien), St. Aubin les Elbeuf (Frankreich), Újpest (Ungarn) und Vertolaye (Frankreich) umfassen, die bereits Teil des europäischen Netzwerks der Geschäftseinheit Active Ingredient Solutions sind. Sanofi Active Ingredient Solutions entstand im Oktober 2018 aus dem früheren CEPiA-Geschäft, nachdem der Pharmakonzern seine europäischen Generika-Aktivitäten Zentiva an Advent International veräußert hatte. Der Name CEPiA war die Abkürzung für Commercial & External Partnership, Industrial Affairs.

Der neue, namentlich noch nicht bekannte Anbieter mit 3.100 Beschäftigten und einem prognostizierten Umsatz von 1 Mrd. EUR bis 2022 werde weltweit an zweiter Stelle stehen, so das französische Pharmaunternehmen. Vorläufige Pläne sehen vor, den neuen Wirkstoffhersteller an der Euronext-Börse in Paris an die Börse zu bringen, wobei eine Entscheidung bis 2022 getroffen werden soll, abhängig von den Marktbedingungen.

Durch seine Unabhängigkeit will das neue Unternehmen seinen Umsatz mit externen Kunden steigern und seine Partnerschaften mit anderen Pharmaunternehmen ausbauen, um neue Wachstumschancen zu nutzen. Es hätte weiterhin Zugang zum globalen Sanofi-Handelsnetz, das mehr als 80 Länder abdeckt.

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